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„Man konnte nicht auf Toilette gehen“

„Man konnte nicht auf Toilette gehen“

Tag drei im Bullen-Camp ging ohne größere Verwerfungen über die Bühne, Cheftrainer Alexander Zorniger, 46, hat in Schladming keinen seiner Untergebenen beim Müßiggang, Rauchen oder Biertrinken erwischt.

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RB-Trainer Alexander Zorniger.

Quelle: GEPA

Schladming. Zorniger über den besonderen TV-Abend, die teambildende Berg-Landschaft, das erste Gegentor und die Ermattung in den jungen Lenden der Nachwuchskräfte.

Frage: Das 7:1 gegen Brasilien haben Sie wie und wo erlebt?

Alexander Zorniger: Im Hotel. Mit der Mannschaft und dem gesamtem Team drumherum.

War es ein sensationelles Fußballspiel?

Sensationell beschreibt das, was da passiert ist, nicht annähernd. Die Brasilianer haben angefangen wie die Feuerwehr, sind wild nach vorne gestürmt. Dann schlug es hinten ein. Man konnte ja nicht mal kurz auf die Toilette gehen, so schnell fielen die Tore. Nach dem 4:0 haben wir uns alle ungläubig angeschaut und gedacht: Was geht denn hier ab?

War Deutschland so gut oder Brasilien so schlecht?

Deutschland hat super gespielt und die Fehler der Brasilianer schulbuchmäßig ausgenutzt.

Haben Sie beim Gastgeber eine Taktik erkennen können?

Nein, keine. Es gab sicher eine, aber die war spätestens nach dem 2:0 ad acta gelegt.

Wer das 0:3 kassiert, kann das 1:2 nicht mehr machen...

Nach dem 3:0 war das Ding gelaufen. Bei uns hat alles geklappt, bei Brasilien nichts mehr.

Hätte Herr Scolari nicht eingreifen müssen?

Der Einfluss des Trainers hält sich während des Spiels in Grenzen. Was hätte er tun können? Drei Liberos einwechseln?

Wer kann Deutschland stoppen?

Der Finalgegner. So naiv wie Brasilien wird sich keine Mannschaft mehr anstellen. Deutschland ist in Topform schwer zu besiegen. In einem WM-Finale braucht man die auch.

Vom großen zum etwas kleineren Fußball. Beim 5:1 gegen Kapfenberg gab es das erste Gegentor der Vorbereitung. Sind das schon erste Anzeichen einer Krise oder des Lagerkollers?

Haben Sie auch ernsthafte Fragen? Es gibt keinen Lagerkoller. Wir haben hier traumhafte Bedingungen, das Hotel ist super, der Platz ist top.

Immer im Sommer scheint der Berg nach Ihnen zu rufen.Ich bevorzuge in der Sommer-Vorbereitung die Berge. Wir müssen neue Spieler integrieren, uns auf eine harte Saison einstimmen. Man fühlt sich inmitten von Bergen irgendwie geborgen und ist sich näher als auf dem platten Land.

Wer ist nach den unmenschlichen Anstrengungen im Camp platt?

Keiner. Wir haben vor dem Kapfenberg-Spiel intensiv trainiert, Wert auf Genauigkeit im Passspiel und Schnelligkeit gelegt. Beides wurde klasse umgesetzt.

Wie fidel sind die aus der U19 entsprungenen Smail Prevljak und Patrick Strauß?

Smail und Patrick zollen den gewachsenen Anforderungen etwas Tribut. Das ist aber völlig normal.

Der Kampf um die Stammplätze ist härter denn je. Haben Kapitän Daniel Frahn oder Spielmacher Dominik Kaiser einen Bonus?

Nein, einen Vertrauensvorschuss. Den müssen sie aber tagtäglich mit Einstellung und Leistung rechtfertigen.

Dass RB als Aufstiegskandidat gehandelt wird, gefällt Ihnen eher weniger.

Der Sinn für die Realitäten sollte bei allen vorhanden sein. Wir kommen aus der dritten Liga und haben uns eben nicht mit fertigen, sondern mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern verstärkt. Wenn wir den Fußball spielen, für den wir stehen, werden wir Spiele gewinnen.

Guido Schäfer

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