Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Marco Rose zu Lok und RB: „Klassenerhalt als Ziel ist eher tief gestapelt“

Interview in Salzburg Marco Rose zu Lok und RB: „Klassenerhalt als Ziel ist eher tief gestapelt“

Die Fußballwelt ist klein – Marco Rose saß am Mittwochabend beim Champions-League-Qualifikationsspiel von RB Salzburg auf der Tribüne. Im Gespräch mit LVZ.de berichtet der gebürtige Leipziger über Heimweh, seinen alten Verein Lok und seine Karrierechancen in Salzburg.

Marco Rose, ehemals Trainer beim 1. FC Lok.
 

Quelle: Anne Grimm

Salzburg.  Marco Rose – in Leipzig geboren, in der Jugend Spieler bei Rotation, VfB und Lok Leipzig. Später führten ihn seine Stationen als Profi nach Hannover und Mainz, wo er unter Jürgen Klopp trainierte. 2012 kehrte er als Coach für ein Jahr nach Probstheida zum 1. FC Lokomotive zurück. Seit 2013 arbeitet Rose nun bei Red Bull Salzburg. Am Dienstag wird er in Grassau das Testspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Liefering verfolgen. Das Hotel des Bundesliga-Aufsteigers kennt er noch aus seinen Zeiten als Profi bei Mainz.

Sie sind seit drei Jahren aus Leipzig weg. Haben Sie in Salzburg ein bisschen Heimweh?

„Ich habe immer Heimweh, weil meine Familie noch in Leipzig lebt und es eine tolle Stadt und meine Heimat ist. Aber ich fühle mich hier wohl.“

Es war für Sie 2013 wahrscheinlich ein Wechsel in eine andere Welt. Als Trainer von Lok Leipzig zu Red Bull Salzburg. Wie schwierig war die Umstellung?

„Ich habe meine Arbeit in Leipzig sehr gerne gemacht und mache sie hier sehr gerne. Ich habe in Salzburg natürlich nochmal andere Bedingungen. Aber ich hatte vorher ein tolles, zwar nicht immer leichtes, Jahr bei Lok mit tollen Jungs und erinnere mich natürlich gerne zurück.“

Sie haben in Salzburg als Trainer bei der U16 begonnen und sind nun U18-Coach. Gibt es die Möglichkeit, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern?

„Ja, ich habe in der Zeit meinen Fußballlehrer gemacht und bin nun U18 Trainer. Wir sind letztes Jahr Meister geworden. Das heißt, dass ich dieses Jahr auch in der Youth League Trainer bin. Ich bin überzeugt davon, dass der nächste Schritt mit guter Arbeit kommt. Aber ich habe ehrgeizige Ziele. Da muss man in Zukunft schauen, wie sie sich mit dem Verein vereinbaren lassen.“

Zurück nach Leipzig. Bei RB waren in der vergangenen Saison im Durchschnitt 30.000 Fans im Stadion. Hier in Salzburg zur Champions-League-Qualifikation nur knapp 8000. Woran liegt das?

„Das betrifft nicht nur Salzburg. Du hast in Österreich Rapid und Austria Wien sowie Graz, bei denen mehr Zuschauer kommen. Aber insgesamt ist der Fußball in Deutschland sicherlich eine ganz andere Nummer. Trotzdem hat man hier tolle Fußballer und macht eine richtig gute Arbeit im Nachwuchs. Ich hoffe natürlich, dass über die Jahre auch hier wieder mehr Zuschauer ins Stadion kommen.“

Wie sehr beobachten Sie das, was in Leipzig gerade im Fußball geschieht, bei RB und Lok?

„Ich schaue natürlich nach Leipzig und bin auch fast jedes Wochenende bei meiner Familie. Ich freue mich, dass unsere Leipziger RB Jungs aufgestiegen sind und dass Lok aufgestiegen ist. Ich muss sagen, dass dort außergewöhnliche Arbeit gemacht wird. Sowohl neben als auch auf dem Platz und freue mich, dass es bei Lok voran geht.“

Was trauen Sie beiden Teams als Aufsteiger in ihren jeweiligen Ligen zu?

„Als Aufsteiger gibt man gerne das Ziel Klassenerhalt aus. Ich denke, dass sich beide erstmal in der neuen Liga etablieren müssen. Ich glaube aber auch, dass wenn man beide Mannschaften sieht, der Klassenerhalt als Ziel eher tiefgestapelt ist.“

Besteht die Möglichkeit, dass Marco Rose irgendwann wieder Fußballtrainer in Leipzig wird?

„Ich mag die Stadt, meine Familie ist da. Leipzig ist immer eine Option für mich.“

Von Anne Grimm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr