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„Mehr Einfluss als Ibrahimovic“ – Rangnick adelt Forsberg

Vor Bielefeld-Partie „Mehr Einfluss als Ibrahimovic“ – Rangnick adelt Forsberg

Nach der Qualifikation für die Europameisterschaft prasselten auf RB-Spieler Emil Forsberg jede Menge Glückwünsche ein. Sogar RB-Trainer Rangnick verteilte ein Sonderlob. Doch der Schwede denkt schon wieder an die 2. Liga und Bielefeld.

Emil Forsberg kehrte mit jeder Menge Selbstvertrauen und dem EM-Ticket von der schwedischen Nationalmannschaft nach Leipzig zurück.

Quelle: dpa

Leipzig. Die schwedische Bescheidenheit ist Emil Forsberg trotz der Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich nicht abhanden gekommen: „Ich muss mich in Leipzig mit guten Leistungen weiter anbieten, um beim nächsten Mal wieder dabei zu sein“, sagte der Offensivspieler von RB am Donnerstag. Dabei hatte der 24-jährige mit einem Tor und einer Vorlage im Hinspiel der EM-Playoffs gegen Dänemark maßgeblich Anteil am Erfolg seines Nationalteams.

Nach seiner Rückkehr in Leipzig hielt RB-Trainer Ralf Rangnick deshalb auch nicht mit Lob hinter dem Berg: „Er war im ersten Spiel gegen Dänemark der beste Mann auf dem Platz und hatte mehr Einfluss als Ibrahimovic.“ Worte, die Forsberg auf der Pressekonferenz am Donnerstag gar nicht mehr hörte. Denn für ihn gilt es, nach zwei Spielen mit der Nationalmannschaft innerhalb von drei Tagen zu regenerieren, um am Samstag im Liga-Alltag gegen Arminia Bielefeld (13 Uhr) von Beginn an dabei zu sein.

„Slow Motion aus den 70-er Jahren“

Nach der Heimniederlage gegen Kaiserlautern will RB Leipzig auswärts in die Erfolgsspur zurück finden. „Das Lauternspiel sah aus wie eine Slow Motion aus den 70-er Jahren, in dem wir dramatisch weniger gesprintet sind als sonst“, sagte Rangnick und fordert nun wieder „griffig, bissig und spritzig“ zu sein. Das gelang den Sachsen in dieser Saison bisher auf fremden Plätzen am besten: In sieben Partien errungen sie vier Siege und drei Unentschieden. Bielefeld wartet hingegen im eigenen Stadion noch auf den ersten Sieg.

Personell hat der Coach die Qual der Wahl: Alle sieben Nationalspieler sind gesund zurückgekehrt, zudem sind bis auf die Langzeitverletzten alle fit. „Es wird richtig schwer, mich beim Abschlusstraining am Freitag für 16 von 21 Spielern zu entscheiden“, sagte der Trainer. Zumindest in der Abwehr (Halstenberg, Compper, Orban, Klostermann) hat er sich schon festgelegt. In der Offensive will Rangnick noch die letzten Eindrücke abwarten.

Rangnick begrüßt erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Arminia Bielefeld ist mit zehn Unentschieden der unangefochtene Remiskönig der 2. Liga und kassierte auf der „Alm“ erst vier Gegentreffer. „Uns ist klar, dass sie eine gute Abwehr haben. Aber wir fahren dahin, um drei Punkte zu holen“, sagte Forsberg vor dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Vereine überhaupt. Eine besondere Partie wird es für Diego Demme, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt und seinen 24. Geburtstag feiert.

Ralf Rangnick hat in den vergangenen Tagen nach den Terroranschlägen in Paris und der Absage des Länderspiels in Hannover mehr als sonst die Nachrichten verfolgt. Für den 57-Jährigen steht fest: Der Terror darf nicht die Oberhand gewinnen. „Am meisten können wir unsere Gesellschaftsform und unser Leben verteidigen, in dem wir es leben“, sagte er. Der RB-Trainer begrüßt, dass die Sicherheitsvorkehrungen in den Stadien erhöht werden: „Ich halte das für keine schlechte Lösung, um den Menschen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.“

Von Anne Grimm

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