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Meniskus: RB-Verteidiger Bernardo fällt aus – Anerkennung aus München

Fußball-Bundesliga Meniskus: RB-Verteidiger Bernardo fällt aus – Anerkennung aus München

Verteidiger Bernardo fällt bei RB Leipzig mindestens sechs Wochen verletzungsbedingt aus. Das teilte der Verein am Sonntag mit. Darüber überwog am Sonntag bei RB Leipzig die große Freude über den erneuten Triumph.

Bernardo hat eine Meniskus-Beschädigung im rechten Knie / FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Quelle: GEPA Pictures / dpa

Leipzig. Verteidiger Bernardo fällt bei RB Leipzig mindestens sechs Wochen verletzungsbedingt aus. Das teilte der Verein am Sonntag mit. Der 21-Jährige musste beim Sieg der Roten Bullen am Samstagnachmittag gegen Darmstadt in der 67. Minute ohne Einwirkung des Gegners verletzungsbedingt ausgewechselt worden. Am Sonntag stellten die Ärzte nun ihre Diagnose: Meniskus-Beschädigung im rechten Knie. Bernardo war einst als Reaktion auf den verletzungsbedingten Ausfall von Lukas Klostermann nach Leipzig gewechselt. Darüber überwog am Sonntag bei RB Leipzig die große Freude über den erneuten Triumph und Platz zwei in der Fußball-Bundesliga. Der Aufsteiger ist damit weiterhin Bayern-Jäger Nummer eins. Der Rückstand der Messestädter auf Meister München beträgt nach dem ersten Saisonviertel weiter nur zwei Punkte.

Anerkennung vom Rekordmeister FC Bayern

„Wir schauen nur auf uns. Bayern ist sowieso eine andere Liga“, mahnte allerdings Trainer Ralf Hasenhüttl und schob hinterher: „Wir sind gut beraten, dass wir mit beiden Beinen schön am Boden bleiben. Das werden sie von uns hören, so lang der Tag lang ist.“ Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge entgegnete derweil in Augsburg anerkennend: „Sie lassen nicht locker“. Allerdings verwies Rummenigge auch auf den Spielplan, der die Roten Bullen begünstige: „Die Leipziger haben ein schönes Programm, immer Samstag, Samstag. Die können sich während der Woche ausruhen, während die anderen DFB-Pokal, Champions League oder sonst etwas spielen.“

Zwei Tore des eingewechselten Marcel Sabitzer brachten am Sonnabend den nächsten Sieg in der Bundesliga für RB Leipzig.

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Vor der Aufgabe am Böllenfalltor am Samstag hatte RB zunächst mächtig Respekt und das auch zu recht. Die bis dato zuhause ungeschlagenen Darmstädter stemmten sich wie immer leidenschaftlich gegen den Gegner, hetzten ihm aber über weite Strecken nur hinterher. Mittelfeldspieler Florian Jungwirth trat nach dem Abpfiff mit blutiger Lippe vor die Mikrofone und fand nur Superlative für das Leipziger Team mit seinen pfeilschnellen, fast nur jungen Profis. „Es ist schon Weltklasse, was die machen“, sagte er. „Megaschwer“ sei es gewesen gegen dieses Gegenpressing. „A la bonheur - wie die umschalten.“ Wer denn außer den Bayern ähnlich stark sei? „Dortmund vielleicht“, sagte Jungwirth. „Die haben die besseren Einzelspieler.“ Auch sein Kollege Sven Schipplock schwärmte: „Die sind alle hungrig und gierig.“

Matchwinner Sabitzer: "Kirche im Dorf lassen"

Die Gäste bewiesen viel Geduld, nachdem ein Treffer von Yussuf Poulsen in der Anfangsphase von Schiedsrichter Wolfgang Stark zu Unrecht wegen Abseits nicht gegeben wurde. Erst der eingewechselte österreichische Nationalspieler Marcel Sabitzer, der sich erst vor zwei Wochen einen Bänderriss zugezogen hatte und ein Blitz-Comeback feierte, brach dann vor 16 400 Zuschauern in der 57. Minute den Bann und erhöhte später noch auf 2:0 (81.).Es waren die Joker-Tore Nummer sechs und sieben des breit aufgestellten Aufsteigers. Auch der Matchwinner wehrte das Wort Bayern-Jäger ab. „Man muss mal die Kirche im Dorf lassen. Es ist ja nicht so, dass wir durch die Liga marschieren“, sagte Sabitzer.

„Wir sind heute sehr, sehr glücklich über diesen hart erarbeiteten Sieg“, sagte der strahlende Hasenhüttl. „Ich finde, dass wir eine sehr, sehr schwere Aufgabe souverän gelöst haben.“ Seine Mannschaft sei im „Flow“, bestätigte er. „Die Jungs sind noch neugierig auf die Gegner. Diese Mentalität müssen wir uns bewahren.“Auch Rangnick frohlockte: „So muss es sein. Die Mannschaft entwickelt sich von Spiel zu Spiel.“ Der Schlüssel sei, dass die sieben Neuzugänge die Qualität der Mannschaft nochmals erhöht hätten. Der Sportchef, der 2008 als Trainer von Neuling 1899 Hoffenheim ähnlich furios gestartet war, erinnerte an einen Satz von Hasenhüttl, der viel über den Ehrgeiz und das Selbstbewusstsein der Leipziger aussagt: „Für uns gibt es keine Niederlagen. Es gibt Spiele, die wir gewinnen - oder aus denen wir lernen.“ Der nächste Gegner ist am kommenden Sonntag der FSV Mainz 05. Da kann RB die Bestmarke des MSV Duisburg einstellen, der 1993/94 als Aufsteiger vom Start weg zehn Mal ungeschlagen blieb.

        

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