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Millionen-Transfer Werner zunächst Bankdrücker: „Die anderen haben es sich verdient“

RB Leipzig Millionen-Transfer Werner zunächst Bankdrücker: „Die anderen haben es sich verdient“

Timo Werner kam im Sommer für zehn Millionen Euro Ablöse und mit einiger Bundesligaerfahrung sowie großen Hoffnungen vom VfB Stuttgart zu RB Leipzig. Der 20-Jährige sitzt nun erstmal auf der Bank – seine Reaktion zeigt Größe.

Timo Werner wird zunächst nicht zur Startelf bei Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig gehören.

Quelle: GEPA

Leipzig. Timo Werner hat trotz seiner zarten 20 Jahre die meiste Bundesliga-Erfahrung im Kader von RB Leipzig – 95 Partien stehen bereits in seiner Vita. Für den Neuzugang – mit zehn Millionen Euro Ablöse zweittreuerster Transfer der Vereinsgeschichte hinter Naby Keita (15 Millionen) – reicht es zu Saisonbeginn überraschenderweise aber nicht für einen Stammplatz. Obwohl der Stürmer in der Vorbereitung fünf Treffer erzielte und einen guten Eindruck hinterließ, hat sich Trainer Ralph Hasenhüttl eine knappe Woche vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden für ein anderes Duo in der Spitze entschieden – Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer.

„Die Formation mit Sabi und Yussi ist schon ein bisschen mehr eingespielt. Das merkt man in den Abläufen, dass sie harmonischer sind und flüssiger funktionieren“, begründete der Coach seine Entscheidung nach der Generalprobe am Sonntag gegen Betis Sevilla. Werner nimmt seine Rolle auf der Bank mit Demut hin: „Es ist gar kein Problem. Am Anfang der Saison haben sich die Spieler aus der letzten Saison verdient, erstmal zu spielen. Viele haben zwei Jahre oder noch länger dafür gekämpft, Bundesliga spielen zu dürfen. Deswegen ist es auch für mich nicht schlimm, wenn ich mal auf der Bank sitze“, sagte der 20-Jährige.

Neues Spielsystem für Werner

RB-Trainer Hasenhüttl vertraut zunächst vor allem den aufstiegserfahrenen Leipzigern aus der Vorsaison, bewies das bereits mit seinen Entscheidungen  im Tor sowie beim Kapitänsamt. Bei Werner kommt hinzu, dass das Spielsystem mit hoher Laufintensität und intensivem Pressing für ihn relativ neu ist. In der vergangenen Saison lernte er es beim VfB Stuttgart 13 Spieltage unter Ex-RB-Coach Zorniger kennen. Der Stürmer weiß: „Ich muss es erstmal in Fleisch und Blut übergehen lassen. Vielleicht brauche ich in dem Punkt auch noch die nötige Fitness, um es dann 90 Minuten spielen zu können. Aber in den nächsten Wochen wird es kommen und dann werde ich auch optimal in dem System und der Spielweise funktionieren.“    

Für Hasenhüttl ist die Stammformation auch nicht in Stein gemeißelt. Über den jungen Stürmer sagt er: „Timo hat andere Fähigkeiten und wir werden seine Qualitäten immer wieder brauchen. Denn er benötigt ein bisschen mehr Raum und wenn er den bekommt, dann ist er brandgefährlich. Auch diese Spiele wird es zur Genüge geben. Da wissen wir schon, was wir an ihm haben.“

Der gebürtige Stuttgarter will bei RB auf lange Sicht aber nicht auf der Bank versauern. „Wenn ich mich nicht in der Lage sehen würde, in der ersten Elf mitzuspielen, wäre ich nicht hier her gekommen“, sagt Werner. Seine Bundesligaerfahrung hat ihm zudem gezeigt: „Ich weiß, dass wir viele Spieler über die Saison brauchen, weil sie lang ist und wir auch im Pokal weit kommen wollen.“

Anne Grimm

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