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Mischung aus Ducke und Kirsten: Sonderlob für RB Leipzigs Sabitzer

Nach Siegtor in Karlsruhe Mischung aus Ducke und Kirsten: Sonderlob für RB Leipzigs Sabitzer

Marcel Sabitzer ist einer, der nach einem Fehlpass zuallerletzt den Fehler bei sich sucht. Einer, der Ellbogen und Gräten ausfährt, der weh tut. Nach seinem Auftritt und dem Siegtor beim Karlsruher SC am Montag kassierte der Österreicher ein Sonderlob von Coach Ralf Rangnick

Traf in dieser Saison schon fünf Mal für RB Leipzig: Marcel Sabitzer.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Der Tenor nach dem 1:0-Sieg der Rasenballer in Karlsruhe ist überall gleich: Beseelte Badener gehen gegen steifbeinige Rasenballer baden, verlieren ungerechterweise 0:1. Die Badische Zeitung geht bei der Analyse des Montagspiels tiefer als alle anderen, ist von Ralf Rangnicks Umstellung auf ein “4-4-3-System“ lesbar beeindruckt. Addiert man Keeper Fabio Coltorti dazu, leuchtet ein, dass die Partie ausgehen musste, wie sie ausgegangen ist: RB hat den Wildpark zu zwölft erobert!

Nach einer kurzen Nacht - die RB-Profis kamen erst um 3 Uhr früh ins Bett -  wurde wieder trainiert. Und es wurde analysiert und Klartext gesprochen. Von 4-3-3-Coach Rangnick.

Nach seinem Treffer zum 1:0-Sieg beim Karlsruher SC kann sich RB Leipzigs Siegtorschütze Marcel Sabitzer über Lob von höchster Stelle freuen.

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Der steckte die drei Spiele gegen Kaiserslautern (0:2), Bielefeld und Karlsruhe (je 1:0) in einen Sack, packte die Rute aus und traf immer den Richtigen. „Wir haben sechs Punkte geholt, aber in diesen drei Partien nicht gut gespielt.“

Das Schwarmverhalten der Seinen stimmt seit geraumer Zeit nicht mehr, sie zelebrieren ihre Kunst nicht mehr wie Synchron-Schwimmer (Köpfchen ins Wasser und Schwänzchen in die Höh’), öffnen so Räume für Ball und Gegner.

In Zeiten wie diesen braucht es Glück  - hatten sie in Bielefeld und Karlsruhe. Und es braucht einen besonderen Torhüter  -  siehe Fabio Coltorti. Und abgezockte Stürmer. In Bielefeld traf Davie Selke, beim KSC Marcel Sabitzer.

Letzterer wurde am Dienstag von Rangnick geadelt. Sabitzer habe das gewisse Etwas, zerre immer an den Ketten, stecke ein und teile aus, sei kantig und schwer zu verteidigen. „Er hat im positiven Sinn etwas Böses.“

Erst 21, Österreicher, schon chemisch gereinigt und böse. Sabitzer ist einer, der nach einem Fehlpass zuallerletzt den Fehler bei sich sucht. Einer, der Ellbogen und Gräten ausfährt, der weh tut.

In einer heftig umkämpften Partie begegneten sich der Karlsruher SC und RB Leipzig auf Augenhöhe.

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Und er hat einen guten Schmäh. Als er kurz vor Saisonbeginn seine neue Arbeitsstelle in Liga zwei mit dem eigenen Anspruch in Einklang bringen wollte, klang das so: „Ich bin wohl doch nicht so gut wie ich dachte, wenn ich jetzt hier spiele...“ Sabitzers lässige Replik schaffte es in die Breaking News bei Sky Österreich.

Sabitzer ist eine Mischung aus dem Jenaer Helden Peter Ducke und der Dresdner/Leverkusener Ikone Ulf Kirsten. Ducke setzte nach vier erfolglosen Dribblings fröhlich zum fünften an, legte sich gerne mit Gegenspielern an, sucht auch den Diskurs mit den Schiedsrichtern. Und Sabitzer ist wie Kirsten angstfrei, provoziert in den Abwehrreihen Gespräche wie: „Also den Sabitzer nimmst Du“ - „Ach nee, lieber Du.“

RB-Teamkollege Stefan Ilsanker sagt über seinen Nationalmannschaftskollegen: „A Hund isser scho.“ Gilt im Ösi-Land und in Bayern als Heiligsprechung. Und was sagt Sabitzer selbst über sich? „Fußball ist ein einfaches Spiel. Ich geh’ auf den Platz und will gewinnen.“

Am Sonntag (13.30) kommt der erstarkte MSV Duisburg nach Leipzig. Die Zebras sollten schon mal ihre Streifen sortieren.

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