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Mozart macht Gipson stark – 19-Jähriger hofft auf Startdebüt bei RB Leipzig

Spiel gegen Kaiserslautern Mozart macht Gipson stark – 19-Jähriger hofft auf Startdebüt bei RB Leipzig

Ken Gipson sorgt für Aufsehen. In Sandhausen gab der 19 Jahre alte Abwehrspieler von RB Leipzig ein hochgelobtes Zweitligacomeback, gegen Kaiserslautern könnte er sogar in der Startelf stehen. Die Nervosität bekämpft er mit Hilfe eines weltberühmten Salzburgers.

Ken Gipson macht sich Hoffnung auf einen Einsatz in der RB-Startelf.

Quelle: Leipzig report / Gepa

Leipzig. Er ist der Aufsteiger der Woche und darf sich bei RB Leipzig Hoffnungen auf einen Einsatz in der Startelf machen: Ken Gipson. Am vergangenen Sonntag in Sandhausen warf ihn Trainer Ralf Rangnick ins kalte Wasser. „Das war ein Bauchgefühl“, so der Coach. Als sich Lukas Klostermann schon nach 30 Minuten verletzte, durfte sich der Neuzugang vom VfB Stuttgart die Trainingsjacke abstreifen und mitspielen. Gipson legte ein lupenreines Debüt hin. „Es war vielleicht ganz gut, dass ich nicht mit einem Einsatz gerechnet habe, so wäre ich sicher nervös gewesen“, so der Rechtsverteidiger.

An diesem Sonntag ist die Situation eine ganz andere. In der Red-Bull-Arena werden 35.000 Zuschauer erwartet und 70.000 Augen sind dann auch auf Gipson gerichtet. Eine Kulisse die der Deutsch-Amerikaner sonst nur von der Tribüne kennt. Um dem jungen Spieler die Aufregung zu nehmen, bemüht der Verein mal wieder einen Salzburger. Allerdings ist er diese Mal schon 224 Jahre tot, genießt aber noch heute weltweit einen hervorragenden Ruf: Wolfgang Amadeus Mozart. RB hat seinen Profis eine Playlist mit Entspannungsmusik zusammengestellt und Gipson nutzt sie vor allem abends vor dem Einschlafen gern. „Das ist sehr beruhigend um runter zu kommen“, so der gebürtige Ludwigsburger. Viel Klassik höre er jetzt, alles instrumental.

Und wenn es doch einmal Redebedarf gibt, dann ruft er seinen Bruder an. Er weiß genau welchen Zuspruch der Jungprofi benötigt. Vor allem beim Start in Leipzig war er als Gesprächspartner gefragt. Gipson verletzte sich zeitig am Sprunggelenk und sich danach Stück für Stück über die zweite Mannschaft wieder herankämpfen. In der Zwischenzeit stabilisierte sich zudem die Abwehrreihe der Zweitligamannschaft und ein Einsatz für Gipson war zunächst nicht in Sicht. „Deine Zeit wird kommen“, sagte dann der Bruder stets am Telefon.

Rangnick will die nächsten beiden Trainingseinheiten abwarten und sich dann auf seinen Kader festlegen. „Vielleicht entscheide ich wieder aus einem Bauchgefühl“, so der Coach. Neben Gipson will auch Georg Teigl in der Anfangsformation auflaufen.

Vom Jäger zum Gejagten

Ausfallen wird dagegen Massimo Bruno. Er hat sich einen Virus eingefangen und die Ärzte stellten hohe Entzündungswerte fest. Auch Stefan Ilsanker fühlt sich nicht frisch und musste am Freitag von einem Internisten untersucht werden. Dagegen deutet bei Emil Forsberg einiges auf ein Blitzcomeback hin. Der Schwede hat seine Zahn-OP und ebenfalls eine Viruserkrankung überstanden und trainiert wieder komplett mit der Mannschaft. Bei ihm lautet die Frage: Startelf oder Einwechslung? Es bleibt noch die Innenverteidigung. Willi Orban ist nach der fünften gelben Karte gegen seine ehemalige Mannschaft aus der Pfalz gesperrt. Tim Sebastian macht sich Hoffnung. Rangnick hat aber auch Atinc Nukan und Ilsanker als Vertreter im Blick.

RB muss gegen Kaiserslautern erstmals eine neue Rolle ausfüllen: Die Mannschaft wechselt als Spitzenreiter die Seiten vom Jäger zum Gejagten. Für Rangnick ist das kein Problem. „Im Training war die Stimmung gut, alle waren locker aber auch sehr fokussiert“, so der Übungsleiter. Und Rangnick hält es wie Rani Khedira, der die Tabellenführung wie ein Baby behandeln will. „Du willst sie verteidigen und nicht mehr hergeben“, so der Mittelfeldspieler.

Mit dem FCK kommt ein angeschlagener Gegner. In den vergangenen vier Spielen holten die Roten Teufel keinen Punkt und schossen auch kein Tor. „Davor haben sie aber in Bochum verdient gewonnen“, warnt Rangnick. Unterschätzen ist verboten. „Da wären wir auch schön blöd nach unserer Aufholjagd“, so der Coach.

Von Matthias Roth

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