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Nach Fan-Protesten: Stuttgarter Kickers sagen Juli-Partie bei RB ab

Neuer Gegner nötig Nach Fan-Protesten: Stuttgarter Kickers sagen Juli-Partie bei RB ab

RB Leipzigs Sportdirektor und Trainer Ralf Rangnick muss sich nach einem neuen Testgegner umsehen. Nach LVZ-Informationen werden die Stuttgarter Kickers die für den 1. Juli geplante Begegnung absagen. Grund sind einmal mehr Fan-Proteste.

Wen werden die RB-Fans am 1. Juli als Gegner begrüßen können?

Quelle: Christian Modla

Leipzig. An erstklassigen Testgegnern mangelt es den Rasenballern nicht, im Österreich-Camp (6. bis 14. Juli) geht es gegen die just verpflichteten Topteams FC Southampton und Rubin Kazan zur Sache. Für das Zustandekommen dieser Partien sorgte RB-Macher Ralf Rangnick. Als der 2010 Trainer in Hoffenheim war, hat er den Brasilianer Carlos Eduardo für 20 Millionen Euro an Kazan verkauft. Southampton kennt Rangnick vom Sadio-Mané-Transfer. Der Stürmer war 2014 für 15 Millionen Euro von Salzburg auf die Insel gewechselt.

Fixiert sind zudem Spiele gegen Bautzen (24. Juni in Grimma), Nordhausen (27. Juni in Markranstädt) und Liberec (4. Juli in Grimma). Eine Woche vorm Saisonstart erwartet RB am 18. Juli in der Red Bull Arena Hapoel Tel Aviv zur Generalprobe. Das ist der Ex-Arbeitgeber von RB-Stürmer Omer Damari.

Alles schön, gut und ambitioniert. Doch ein Termin wackelt plötzlich. Und zwar der gegen den Vierten der dritten Liga, die Stuttgarter Kickers. Dieses Spiel sollte am 1. Juli im Markranstädter Stadion am Bad steigen. Ein reizvolles Spiel für alle Beteiligten. Die Kickers-Chefs Horst Steffen (Coach) und Michael Zeyer (Sportdirektor) freuten sich auf den Höhepunkt ihrer Vorbereitung. Auch Ralf Rangnick freundete sich schnell mit dem Gedanken ans Duell gegen die starken Männer aus dem Degerloch an. Doch jetzt kommt wohl alles anders. Nach LVZ-Informationen werden die Kickers absagen. Grund: Die Fans des Drittligisten wollen ihre geliebten Blauen nicht auf einem Grün mit dem verhassten Feindobjekt RB Leipzig sehen.

Auf die Proteste der Anhänger hatte Stuttgarts Präsident Rainer Lorz zunächst mit einem offenen Brief reagiert. Der Beweggrund für die Vereinbarung des Testspiels sei „rein sportlicher Natur gewesen“, die Partie eine „echte Herausforderung“ fürs neu formierte Team der Blauen. „Maßnahmen der Ausgrenzung sehen wir als nicht zielführend an. Botschaft: Wir treten am 1. Juli in Markranstädt an.

Nach einem Treffen mit Fan-Vertretern ist Lorz in sich gegangen und hat neu nachgedacht. Der angedrohte Liebesentzug der Fans steht im Raum und einer erfolgreichen Kickers-Saison im Weg. Der Ausweg heißt: Absage. Hessen Kassel, Union Berlin, Aue, Offenbach, Nürnberg, 1860 München, jetzt die Stuttgarter Kickers. Die Angst vorm Dosen-Teufel geht um, und die Club-Chefs knicken reihenweise ein.

Mit der Absage geht auch ein Wiedersehen mit Hans Felder flöten. Der war RB-Pressesprecher der ersten RB-Stunde, firmiert seit 2013 unter Leiter Medien und Marketing bei den Kickers. Dass RB Leipzig an Besar Halimi dran sind, ist einstweilen nur ein Gerücht. Der 20-jährige Mittelfeld-Rastelli spielt für die Kickers Stuttgart. Wobei: Verdient hätten sie es schon, die Blauen...

Keine Bewegung gibt es beim Leipziger Ringen um Verteidiger Marc-Oliver Kempf, 20. Bundesliga-Absteiger SC Freiburg will den Mann unbedingt halten, geht aus diesem kühlen Grunde keinen Cent runter von der Vier-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel. RB will/wird diese Summe nicht zahlen.

Guido Schäfer

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