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Nach Vorfällen in Karlsruhe: Liga-Versammlung befasst sich mit Aktionen gegen RB Leipzig

Nach Vorfällen in Karlsruhe: Liga-Versammlung befasst sich mit Aktionen gegen RB Leipzig

Die Vereine der 1. und 2. Bundesliga werden sich bei ihrer nächsten Vollversammlung am 26. März mit den jüngsten Fan-Ausschreitungen gegen RB Leipzig befassen.

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Christian Seifert ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der DFL.

Quelle: Arne Dedert

Leipzig. „Das wird bei der nächsten Liga-Versammlung in Frankfurt ein Thema sein“, sagte DFL-Chef Christian Seifert am Mittwochabend.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga sprach von einer „sehr bedauerlichen Entwicklung“. Es gebe „eine gewisse Klientel, da muss man nicht über Fanprojekte sprechen, nicht über Verständnis und nicht über Kommunikation, sondern da geht es in erster Linie darum, wie solche Leute aus dem Stadion ferngehalten werden können.“ Der Fußball könne dieses Problem allerdings nicht allein lösen, meinte Seifert. „Wenn sie aus dem Stadion ferngehalten werden, lebt es der eine oder andere auf der Straße aus.“

RB-Boss Mintzlaff nimmt DFL in die Pflicht

Nach den Vorfällen rund um das Spiel beim Karlsruher SC am Montag hatte RB Leipzig die DFL in die Pflicht genommen. „Wir sehen dringenden Handlungsbedarf. Ich fordere den Ligaverband auf, schnell, energisch und konsequent Position zu beziehen und dann unverzüglich zu agieren", sagte der RBL-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff am Donnerstag. Der Fußball habe ein offensichtliches Problem, dessen Lösung keinen Aufschub erlaube. "Den Verursachern darf kein Spielraum mehr gewährt werden. Dies kann nur unter Federführung des Ligaverbandes erfolgen“, so Mintzlaff.

Der von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz finanzierte Verein war in den vergangenen Wochen mehrfach in den Fokus von Fan-Protesten geraten. In Karlsruhe erreichten die Anfeindungen ihren Höhepunkt mit dem Blockieren des Mannschaftsbusses und des Autos von Sportdirektor Ralf Rangnick, einem geforderten Trikot-Rücktausch und dem Eindringen von 20 schwarz gekleideten Personen ins Mannschaftshotel.

„Ich lasse mir nicht sagen, dass das irgendetwas mit Kommerzkritik zu tun hat oder mit der Sorge, dass bald überall der Kommerz überhandnehmen könnte“, sagte Christian Seifert. „Aus meiner Sicht sind das Schattenargumente und ein Deckmantel, der letztlich irgendwelche Gewaltfantasien überhängt. Wenn es Leipzig nicht gäbe, würde es einen anderen Club treffen.“

Fortuna-Fans rufen zum Protest auf

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Der Vorstandsvorsitzende von RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, fordert den Ligaverband auf, "schnell, energisch und konsequent Position zu beziehen".

Quelle: Christian Modla

Der Leipziger Verein denkt nun darüber nach, künftig das Teamhotel von Sicherheitskräften überwachen zu lassen. Mintzlaff sehe aber nicht ein reines RBL-Problem: „Die Vorfälle in Karlsruhe waren nur eine Fortsetzung der vergangenen Wochen. In Stuttgart wurden Polizisten von Hooligans so sehr bedrängt, dass sie Warnschüsse abgeben mussten, in Gladbach stürmten Köln-Ultras den Platz. Es muss jetzt drastisch und konsequent gehandelt werden.“

Vor dem nächsten Heimspiel von RB Leipzig am kommenden Montag (20.15 Uhr) trommeln die Ultras des Gästevereins Fortuna Düsseldorf unterdessen zum Protest. Sie rufen zum Kauf von Förderkarten auf, deren Einnahmen dem Düsseldorfer Nachwuchs zugute kommen sollen. Anschauen wollen sich die Fortuna-Fans das Spiel nicht im Leipziger Stadion sondern in Düsseldorfer Kneipen. Voraussetzung: Es darf kein Red Bull ausgeschenkt werden. Ein Public Viewing im Flinger Broich wurde laut Medienberichtenm zuvor von der DFL untersagt. (mit dpa)

agri / nöß

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