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Neuer Trainerstab, neue Methoden, neue Spieler, verfeinertes RB-System

100 Tage Ralf Rangnick Neuer Trainerstab, neue Methoden, neue Spieler, verfeinertes RB-System

Seit 100 Tagen hat Ralf Rangnick bei RB Leipzig neben dem Amt des Sportdirektors auch das des Chef-Trainers inne. Seitdem hat sich Einiges verändert beim Zweitligisten, auch wenn es in Sachen Punktausbeute zuletzt deutlich stockte.

Ist seit 100 Tagen als RB-Trainer im Amt: Ralf Rangnick.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick schlüpfte vor 100 Tagen in den Trainingsanzug. Und er startete in neuer Doppel-Funktion mit neuem Stab, neuen Spielern und Trainingsmethoden neu durch. 100 Tage Rangnick - eine Bilanz.

Nur 100?  Der 57-jährige Schwabe ist länger coachend unterwegs, gab schon unter der Leitung von Interimscoach Achim Beierlorzer die Richtung vor. Alsdann wanderten Nachrichten von der Tribüne an den Spielfeldrand. 

Stühlerücken in der Trainerkabine:  Co-Trainer Tamas Bodog, Torwarttrainer Perry Bräutigam und Athletik-Coach Tim Lobinger (Hochkaräter) wurden durch Hochkaräter ersetzt. Stunde null. Aber wer diskutiert auf Augenhöhe mit dem Chef? Reibung erzeugt Energie. Wer reibt sich mit Rangnick? Keiner. 

Neue Fußballer, neues Glück:  Der coachende Sportdirektor hat viel Geld in die Hand genommen. Und er hat auf der Pirsch seinen Namen in die Waagschale geworfen. Die anderweitig gefragten Willi Orban, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer, Massimo Bruno, Atinc Nukan, Davie Selke, Peter Gulacsi und Marcel Halstenberg sagten ja. Orban, Ilsanker, Bruno, Selke, Sabitzer und Halstenberg sind Stammspieler. Formidable Quote.

Soll/Haben:  Ilsanker ist ein Tier mit fußballerischen Defiziten. Orban hat in zwei Spielen mehr Fehler gemacht als in zwei Jahren Kaiserslautern. Bruno fehlt, was Ilsanker hat: Body und Power. Selke hat den Rückwärtsgang gefunden und vier Tore geschossen. Sabitzer ist Unruheherd. Manchmal auch fürs eigene Team. Siehe München. Halstenberg ist eine Bank, Gulacsi sitzt auf selbiger.

System:  "Zur Ball-Jagd gibt es für uns keine Alternative", sagt Rangnick. Das unter Alexander Zorniger etablierte System wurde verfeinert. RB presst nicht mehr ohne Rücksicht auf Verluste. Zwischen die Mannschaftsteile passt kein Bus mehr. Das Team steht kompakt. 

Aufwand/Ertrag:  RB läuft mehr als fast alle Gegner, schießt öfter als fast alle aufs Tor. Insofern sind 14 Punkte und 12 Tore mehr Hohn als Laune der Natur. Offensive gewinnt Spiele, Defensive Titel. Gilt das eigentlich heute noch?

Neue Heimat:  Rangnick hat im Waldstraßenviertel eine Bleibe gefunden und die LVZ abonniert. Stiftet Identität.

Weg vom 100-Tage-Coach, hin zum Sonntag-Gegner:  Gast Nürnberg begegnet den Roten Bullen um 13.30 Uhr auf Augenhöhe. Ruhe herrscht seit seligen Pokalsieger-Zeiten unter Hans Meyer (2007) selten bis nie beim neunfachen Meister. Auch die jüngsten Verwerfungen hatten hohen Unterhaltungswert. So dirigierte Manager Martin Bader den Mannschaftsbus nächtens an eine Autobahnraststätte, um dort eine Aussprache zwischen erzürnten Fans und den FCN-Profis abzuhalten. Bader steigt demnächst bei Hannover 96 ein. Der geschasste Nürnberger Fußball-Chef Wolfgang Wolf warf dem Verein Stillosigkeit vor. Jetzt soll Andreas Bornemann, Ex-Manager von Holstein Kiel, Frieden stiften. Dessen erste Amtshandlung: Der zur U23 delegierte Stürmer Stefan Kutschke hat seine Klage auf Teilnahme am Training mit Profi-Coach René Weiler zurückgezogen, mengt wieder mit.

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