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„Nicht mehr der perfekte Coach" - Klopp verlässt den BVB und hält sich Zukunft offen

„Nicht mehr der perfekte Coach" - Klopp verlässt den BVB und hält sich Zukunft offen

Trainer Jürgen Klopp verlässt im Sommer Borusssia Dortmund. Das gaben Coach und Verein am Mittwoch bekannt. „Wir haben in den vergangenen Tagen Gespräche geführt und eine gemeinsame Entscheidung getroffen“, sagte BVB-Geschäftsfüher Hans-Joachim Watzke.

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Trainer Jürgen Klopp wird den BVB verlassen.

Quelle: Federico Gambarini

Dortmund/Hamburg/Leipzig. Die Initiative für die Unterredung sei vom Trainer ausgegangen. Klopp und auch Watzke traten den Journalisten emotional gegenüber. „Das hat uns sehr angefasst“, gab der Geschäftsführer auf einer Pressekonferenz zu.

Der Coach könne sicher sein, „dass dir der ewige Dank aller Borussen zuteilwird“, sagte Watzke an Klopp gerichtet. „Das einzige, was mich in diesen Momenten ein Stück weit tröstet, ist, dass unsere Freundschaft mit Sicherheit bestehen wird.“

Klopp bekannte: „Ich habe mir als Mensch gewünscht, dass es nicht zu Ende geht.“ Als Fußballlehrer bekannte er aber auch, nicht mehr der perfekte Coach für den BVB zu sein. Für den 47-Jährigen sei die Saison noch nicht zu Ende. „Noch einmal mit dem Lastwagen um den Borsigplatz fahren, das wäre ziemlich lässig“, so Klopp. Mit einem möglichen Pokalsieg wäre das durchaus drin. In der Liga wolle er den bestmöglichen Platz herausholen.

Der Coach bekannte zudem, dass er nicht müde sei. Eine freiwillige Pause wolle er deshalb nicht einlegen. „Ich habe nicht geplant, ein Sabbatical zu machen, aber im Trainerjob kann es sein, dass ich es machen muss“, sagte Klopp. Seine Zukunft ist derzeit völlig offen. „Ich habe keinen Kontakt mit einem anderen Verein, habe nichts in der Hinterhand“, so der gebürtige Stuttgarter.

Kommt jetzt Tuchel?

Über einen Nachfolger machte Borussia Dortmund keine Aussagen. "Sicherheit geht über Schnelligkeit", erklärte Watzke. Seit dem Vormittag wird der Name von Thomas Tuchel hoch gehandelt. Am Morgen hatte der Hamburger SV mit Bruno Labbadia einen neuen Trainer verkündet. Der 49-Jährige erhält nach Angaben des Clubs einen Vertrag über 15 Monate, der ligaunabhängig ist.

Damit war auch eine Verpflichtung von Tuchel vom Tisch. Der ehemalige Mainzer Coach war von den Hanseaten heftig umworben worden und hatte auch deshalb RB Leipzig eine Absage für die neue Saison erteilt. Ein Engagement in der 2. Bundesliga könne er sich nur „schwer vorstellen“, ließ Tuchel über seinen Berater mitteilen.

„Wir hatten mehrere Gespräche, haben aber keine Einigung erzielen können. Darum haben wir uns entschieden, die Gespräche zu beenden“, sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer. Kolportiert wurde ein Jahresgehalt von 3,2 Millionen Euro.

Tuchel ist schon einmal erfolgreich in die Fußstapfen von Klopp getreten. Er hatte 2009 den FSV Mainz 05 vom glücklosen Jörn Andersen übernommen, der zuvor Klopp gefolgt war.

Spekulation um Rangnick

Während die Hanseaten nun Planungssicherheit besitzen, erhält die Trainerdiskussion bei RB Leipzig neue Nahrung. Sportdirektor Ralf Rangnick schließt eine Rückkehr auf den Trainerstuhl nicht komplett aus. „Aber ich bin für den Cheftrainer-Posten nicht meine Wunschlösung“, sagte der 56-Jährige im Interview mit der Sport Bild. Diese Variante gilt aber als unwahrscheinlich. Rangnick ist für das Große und Ganze zuständig, würde als Coach ein Hamsterrad besteigen.

„Für den offensiven, schnellen Fußball, für den wir stehen, gibt es nicht so viele Trainer, die im Profibereich schon Erfahrungen gesammelt haben“, ergänzte Rangnick gegenüber der Sport Bild. Und weiter: „Wir werden sehen, ob wir eine optimale externe Lösung finden.“      

Naheliegend ist auch eine interne Lösung. Achim Beierlorzer könnte die Mannschaft über die Saison hinweg betreuen. „Wir haben das nie ausgeschlossen. Am Ende zählt die Qualität der Arbeit. Wenn wir ihm den Job nicht zutrauen würden, hätten wir ihm die Aufgabe im Februar auch nicht anvertraut“, so Rangnick. (mit dpa)

gs/mro/lvz

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