Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Noch kein Verdächtiger nach Feuerzeugwurf auf Schiedsrichter bei RB-Pokalspiel

Ermittlungen in Osnabrück Noch kein Verdächtiger nach Feuerzeugwurf auf Schiedsrichter bei RB-Pokalspiel

Die Osnabrücker Polizei hat bisher keinen Tatverdächtigen ermitteln können, der am Montagabend das Feuerzeug auf Schiedsrichter Martin Petersen geworfen hat. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius rief dazu auf, die Polizei bei der Suche nach dem Verursacher zu unterstützen.

Fans des VfL Osnabrück am Montag im Stadion an der Bremer Straße.

Quelle: dpa

Leipzig/Osnabrück. Nach der Attacke auf den Schiedsrichter beim DFB-Pokalspiel VfL Osnabrück hat die Polizei bisher keinen Tatverdächtigen ermitteln können. Das teilten die zuständigen Beamten am Dienstag mit. Szenekundige Beamten Fußball (SKB) werten derzeit externes und internes Videomaterial aus, um den Täter finden, hieß es. Zudem werden aktuell die Spuren auf den geworfenen Gegenständen gesichert. Die Polizei bittet Zeugen sich zu melden. Auch privates Filmmaterial solle zur Verfügung gestellt werden.

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius, der als Fan des VfL die skandalösen Vorfälle im Stadion selbst miterlebt hatte, rief die Fans auf, bei der Suche nach dem „Verursacher“ mitzuhelfen. „Jedem Stadionbesucher muss klar werden, dass solche Aktionen niederträchtig sind, und strafbar dazu“, sagte Pistorius in einer Mitteilung und forderte: „Die oder derjenige muss hart bestraft werden. Das ist Betrug am Fußball und an den Fans, die für ihre Mannschaft über 70 Minuten geschrien und gehofft haben, die sich den Abend freigenommen haben, auf die Sensation gehofft oder sich einfach auf ein tolles Spiel gefreut haben.“

factbox

Für den Fall eines Spielabbruchs sieht die Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bunds unter Paragraph 18, Punkt 4 folgendes vor: „Wird ein Bundesspiel ohne Verschulden beider Mannschaften vorzeitig abgebrochen, so ist es an demselben Ort zu wiederholen. Trifft eine Mannschaft oder ihren Verein oder beide Vereine ein Verschulden an dem Spielabbruch, ist das Spiel dem oder den Schuldigen mit 0:2-Toren für verloren, dem Unschuldigen mit 2:0-Toren für gewonnen zu werten. Hat der Unschuldige im Zeitpunkt des Abbruchs ein günstigeres Ergebnis erzielt, so wird dieses Ergebnis gewertet. Dies gilt entsprechend, wenn eine Tochtergesellschaft beteiligt ist.“ Über die Spielwertung entscheidet nach Angaben des DFB das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds.

Der Deutsche Fußball-Bund hat ebenfalls durch den Kontrollausschuss die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Partie gewertet wird, hat das Sportgericht des DFB zu entscheiden. „Daneben geht es um die sportrechtliche Sanktion gegen den Verein, dem der Vorfall zuzurechnen ist“, erklärte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Ob ein Wiederholungsspiel überhaupt möglich ist, blieb zunächst unklar.

VfL-Präsident Hermann Queckenstedt sprach noch auf dem Rasen vor den Zuschauern vom bittersten Tag seiner Amtszeit bei dem Verein. Er entschuldigte sich im Namen des VfL Osnabrück ausdrücklich bei Schiedsrichter Petersen. „Diese Aktion schadet dem VfL, diese Aktion schadet dem Fußball.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
VfL entschuldigt sich

Der VfL Osnabrück entschuldigt sich bei RB Leipzig für die Vorfälle am Montag. Die VfL-Verantwortlichen wehren sich aber gegen die Kritik aus der Messestadt an der Sicherheit während des abgebrochenen DFB-Pokalspiels.

mehr
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr