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Patrick Bick: Mann der ersten RB-Stunde ist jetzt Physiotherapeut in Braunschweig

Patrick Bick: Mann der ersten RB-Stunde ist jetzt Physiotherapeut in Braunschweig

Der Vorverkauf für den Hit RB gegen Braunschweig (Sonnabend, 13 Uhr) läuft heiß, über 18000 Tickets (1500 an die Gäste) sind abgesetzt. Ja, die 25000er-Marke wird fallen.

Leipzig. Der Reiz der Partie zwischen fidelem Zweitliga-Aufsteiger und stolzem Bundesliga-Absteiger speist sich aus mehreren Zutaten.

- RB ist mit acht Punkten doppelt so gut gestartet wie die Eintracht.

- Die 2009 geschlüpften Rasenballer haben immer noch keine XXL-Tradition. Wird sich bis Sonnabend nicht ändern.

- Der Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht von 1895 e. V. (BTSV) kann neben diversen Meisterschaften im Damen-Hockey den Gewinn des Fußball-Titels 1967 vorweisen.

- Die Fans der Braunschweiger wurden in der Erstliga-Saison mal als beste, mal als allerbeste Fans gefeiert. Teile der Super-Fans möchten ihre Abneigung gegen RB via Stadion-Boykott kund zu tun.

- Liebling der BTSV-Anhänger ist Stürmer Harvard Nielsen. Dass der flinke 21-jährige Däne Red Bull gehört und an die Eintracht ausgeliehen ist, hat sich offenbar nicht rumgesprochen.

- Und da wäre noch Patrick Bick ...

Der ist seit gut einem Jahr Chef der Eintracht-Physiotherapie. Ein Rundumsorglospaket: Akupunkteur, Heilpraktiker und demnächst Osteopath.

Bick, 37, hat mit dem aktuellen Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht, 41, von 2004 bis 2007 zusammen beim BTSV gekickt. Lieberknecht lotste seinen Spezi 2013 zur Eintracht, sagte bei dessen Vorstellung: "Patrick ist ein Paradebeispiel dafür, wie man sich nach der Karriere einen neuen Weg ebnet. Er ist ein Vorbild für jeden Fußballer." Dass das Vorbild ein Gründungsvater der Roten Bullen ist, wurde nicht besprochen.

Bick stieß 2009 zu RB, stieg mit den Rasenballern und Coach Tino Vogel in die Regionalliga auf, wurde von Vogel-Nachfolger Tomas Oral rasiert und wechselte 2011 nach Markranstädt. 2013 zog er die Fußballschuhe aus und wurde Eintracht-Physiotherapeut.

Kurios: Bick (eine Frau, zwei Kinder) wohnt in Leipzig, pendelt täglich mit der Bahn. "Ich freue mich auf Samstag. Das wird ein Duell auf Augenhöhe. Wir wollen den Bock umstoßen und gewinnen." Mit wir meint er den BTSV von 1895.

RB? "Die Kontakte haben sich ausgedünnt. Ich telefoniere ab und zu mit Kläse, viele mehr ist nicht." Thomas Kläsener, 38, ist auch einer der Gründungsväter des Jahres 2009.

Bick hofft, dass mehr als die aktuell avisierten 1500 Eintracht-Fans mit nach Leipzig kommen. "Was soll ein Boykott bringen? Wir brauchen unsere Fans im Stadion, nicht auf dem Sofa."

Übrigens: Der Mann mit den heilenden Händen macht am Saisonende Schluss in Braunschweig und sich in Leipzig selbstständig.

Guido Schäfer

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