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Perfekt: Timo Werner kommt für knapp 10 Millionen Euro zu RB Leipzig

Von Stuttgart an die Pleiße Perfekt: Timo Werner kommt für knapp 10 Millionen Euro zu RB Leipzig

Nachdem die Fans von RB Leipzig wochenlang auf Personalnews warten mussten, geht es jetzt Schlag auf Schlag. Der Bundesligaaufsteiger hat Timo Werner vom VfB Stuttgart verpflichtet. Knapp 10 Millionen Euro Ablöse wurden fällig. Der 21-Jährige erhält einen Vertrag bis 2021.

Timo Werner, hier noch im Trikot des VfB Stuttgart, wird künftig für RB Leipzig auflaufen.

Quelle: dpa

Leipzig. VfB-Turbo Timo Werner & RB Leipzig – die Liebenden haben das Aufgebot bestellt und endlich zueinander gefunden. Der 20-jährige Stuttgarter unterschreibt bis 2021, kostet 9,99 Millionen Euro plus Nebengeräusche, die bei einem Weiterverkauf, Einsätzen in der A-Nationalmannschaft, Leipziger Ehrenbürgerschaft und so weiter hörbar werden. Ursprünglich standen über 15 Millionen Euro Ablöse in der Tiefe des Raumes. Die RB-Einkäufer Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff waren nicht bereit, den in Branchenkreisen irrlichternden Red-Bull-Aufschlag zu zahlen.

Wenn man mal Bröndby Kopenhagen ausklammert, bleibt festzuhalten: Viele hätten Timo Werner mit Kusshand genommen. Der Mann hat alles, was Mann braucht. Blutjung, kann es mit rechts und links, bleibt beim Dribbling gegen vier Mann nicht am ersten hängen, willig, wohlerzogen.

Und er besitzt eine Gabe, die der liebe Gott selten verteilt. Werner geht mit Ball am Fuß ab wie Benno Schmitz’s Katze, zündet mittenmang den Nachbrenner. Diese Beschleunigung kennen deutsche Verteidiger vom Darmstädter Marcel Heller. Diesbezügliche deutsche Nummer eins aller Zeiten ist nach Einschätzung von Ex-Nationalspieler Thomas Doll übrigens Andreas Thom. „Der Andy hatte eine Rakete im Hintern, das war einmalig!“

Wird Rakete Werner zu Thom II?

Doch wer ist der Mann, der sich mit Männern wie Yussuf Poulsen, Davie Selke, Marcel Sabitzer und Emil Forsberg um einem Stammplatz bei RB balgt?

Klein-Timo stößt mit sechs Jahren zum VfB, durchläuft alle Jugendmannschaften, ist in jedem Jahrgang der Schnellste und schießt die meisten Tore. Sein Vater ist bei allen Spielen dabei, die Mutter sorgt für den familiären Zusammenhalt. Timo wird im August 2013 mit 17 Jahren jüngster Pflichtspiel-Debütant der VfB-Geschichte, macht an guten Tagen den Unterschied, wird von Joachim Löw beobachtet, bekommt vom VfB das Etikett „unverkäuflich“ verpasst.

Erste Risse im Herbst 2015. Timo schießt das 2:2 gegen Hoffenheim und wirft Handküsse Richtung Tribüne. Kurz später versemmelt er das 3:2. Trainer Alexander Zorniger ist auf 180, wirft dem Stürmer Handküsse und infantiles Verhalten vor. Einfühlungsvermögen gehört nicht zu Zornigers hervorstechenden Eigenschaften.

Werner hatte seinem Vater Geburtstagsgrüße übermittelt.

An jenem Tag reift im Stuttgarter Bub der Gedanke, dass er nicht für immer beim VfB bleibt und die Zeit für einen Auszug aus heimischen Gefilden gekommen ist.

Da fügte es sich gut, dass Werners Berater Karl-Heinz Förster (58) dickte Tinte mit Rangnick (57) ist. Förster und Rangnick kickten 1976 zusammen im Nachwuchs des VfB Stuttgart.

Ein Timo geht, ein anderer bleibt beim VfB. Der bei RB gehandelte Innenverteidiger Timo Baumgartl (20) peilt mit den Stuttgartern den Bundesliga-Aufstieg an.

Ja, der Salzburger Naby Keita (21) ist Nummer eins auf der Wunschliste von RB-Neu-Coach Ralph Hasenhüttl (48) fürs zentrale Mittelfeld. Rangnick/Mintzlaff werden ihm diesen Wunsch erfüllen. Und: Dass Manchester United ins Rennen um den Baseler Breel Embolo (19) eingestiegen sein soll, könnte eine Ente sein. Die RB-Offerte steht.

Abschließend: Das RB-Trainingslager geht an den Chiemsee.

Der erste Testgegner steht fest: Am 27. Juli empfängt RB den Drittliga-Aufsteiger Lotte.

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