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Problembär Bruno: RB Leipzigs Supertechniker muss jetzt liefern

"Es liegt an ihm" Problembär Bruno: RB Leipzigs Supertechniker muss jetzt liefern

Er ist der beste Techniker im Kader von RB Leipzig. Dennoch musste Massimo Bruno am vergangenen Wochenende statt auf der Bielefelder Alm in der Regionalliga gegen den BFC Dynamo ran. Ein Warnschuss von Trainer Ralf Rangnick, der vom Millionen-Neuzugang mehr erwartet.

Nur mit Hacke und Spitze geht es nicht - RB-Offensivmann Massimo Bruno fehlt noch das Durchsetzungsvermögen.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Die 10000er-Schallmauer in Sachen Dauerkarten ist gebrochen, ein Aufstiegsplatz annektiert, die Schmach der Lautern-Pleite via Dreier-Import aus Bielefeld getilgt. 29 Punkte nach 16 Partien weisen Richtung Bundesliga. Zum Vergleich: In der Vorsaison hatten die Rasenballer erst nach 21 Spielen 29 Punkte. Die Lage war schon schlechter bei den Roten Bullen. Und doch ist nicht alles gülden, was glänzt. Warum gewinnt RB nie in lässiger Manier? Stattdessen: Zittersiege wie beim 1:0 auf der Alm. Wer ständig versäumt, das 2:0 nachzulegen, kassiert Irgendwann und irgendwo das 1:1.

Coach Ralf Rangnick muss lange überlegen, bis er auf eine (vermeintlich) früh entschiedene Partie stößt. Bei einer 3:0-Halbzeitführung gegen zehn Nürnberger wähnte sich der 57-Jährige auf der sicheren Seite. „Dann wurde ich eines Schlechteren belehrt.“ Der Club holte auf, hatte gegen Ende das 3:3 auf dem Fuß. Rangnick mit Blick auf die jüngeren Spiele: „Wir haben mehrfach verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Das müssen wir  verbessern.“

Mangelnde Effektivität: Sie spielen sich am und im Strafraum einen Wolf, treffen dort suboptimale Entscheidungen. Dribbling statt Abschluss, Flanke statt Dribbling, Schnittstellen-Pass, obwohl der angerührte Beton gar keine Schnittstelle aufweist. In vorderster Front sind Klarheit, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen gefragt.

Womit wir beim Italo-Belgier Massimo Bruno wären. Der 22-jährige Offensivmann ist Sinnbild fürs unkonkrete Handeln. Der beste Techniker im Kader kommt über wunderbare Ansätze nicht hinaus, bringt sein Tagwerk nicht zu Ende. Kein Tor, eine Vorlage  -  niederschmetternd für einen Mann dieser Klasse und in dieser Position. In Bielefeld fehlte Bruno erstmals aus Leistungsgründen, musste tags darauf im Regionalligateam gegen den BFC Dynamo ran (1:2). Rangnicks Expertise: „Es war ordentlich.“ Das ist mehr als zuletzt. „Die beiden letzten Wochen hat mir Massimo nicht so gut gefallen. Weder im Training noch im Test gegen Stettin. Da muss mehr kommen.“

Weil wenig kam, bekam der Mann, der je nach Lesart zwischen fünf und über sechs Millionen Euro gekostet hat, einen Schuss vor den Bug. Rangnick hofft, dass der Spielmacher den Schuss gehört hat. „Es muss jetzt eine Reaktion kommen. Er muss im Training alles rausholen und fighten.“ Eine Rückkehr ins aufgeräumte Salzburger Nest ist kein Thema. Vorerst.

Die Edel-Reservisten Rani Khedira, Anthony Jung und Yussuf Poulsen haben die Zeichen der Zeit erkannt und den Verlust des Stammplatzes richtig kanalisiert. Alle drei Sportkameraden heimsten nach ihren Einwechslungen in Bielefeld ein Lob vom Trainer ein. „Es ist extrem wichtig, dass wir wie in Bielefeld jederzeit Qualität einwechseln können.“

Übrigens: Manchester United und der FC Chelsea sind offenbar an Southamptons Stürmer Sadio Mané interessiert. Das wiederum macht Rangnick hellhörig. Beim Verkauf Manés von Salzburg nach Southampton wurde ein Nachschlag für den Fall eines gewinnbringenden Weiterverkaufs vereinbart. Dass Massimo Bruno in Bälde in Manier Manés durchstartet und sich refinanziert, hält Rangnick für möglich. „Es liegt an ihm.“

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