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RB-Coach Achim Beierlorzer spendiert freie Tage und freut sich auf den Betzenberg

RB-Coach Achim Beierlorzer spendiert freie Tage und freut sich auf den Betzenberg

eit als Motivationsspritze, Überzeugungsarbeit der Trainer und Gottvertrauen in Sportdirektor Ralf Rangnick, 56.

Zwei freie Tage mitten in der heißesten Phase der Saison. Genie oder Wahnsinn?

Ein freier Tag ist normal, den zweiten haben

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Völliges Vertrauen in Sportdirektor Ralf Rangnick: RB-Cheftrainer Achim Beierlorzer hat sich als erfolgreicher Coach der RB-U17 einen Namen gemacht und könnte zur Dauerlösung bei den Profis werden.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. eit als Motivationsspritze, Überzeugungsarbeit der Trainer und Gottvertrauen in Sportdirektor Ralf Rangnick, 56.

Zwei freie Tage mitten in der heißesten Phase der Saison. Genie oder Wahnsinn?

Ein freier Tag ist normal, den zweiten haben sich die Jungs mit einer Top-Leistung verdient. Letztendlich war es eine Prämie. Ich wollte vor Bochum eine zusätzliche Motivation schaffen, habe mit Daniel Frahn darüber gesprochen.

Und der Capitano sagte: Super Idee!

So ungefähr. Ganz frei ist übrigens nicht. Am Dienstag muss jeder einen Lauf machen. Mit Pulsuhr.

Es gibt Trainer, die denken nur an Fußball und fordern das von ihren Untergebenen. Sie sind anders?

Wir arbeiten alle mit viel Liebe zum Detail für den Verein. Aber es gibt auch ein Leben außerhalb des Fußballs. Man muss auch mal die Seele baumeln lassen. Ich freue mich sehr auf meine Frau, meinen Sohn, unseren Hund, die Zeit mit der Familie. Dass ich mit einem Sieg ins Fränkische komme, macht das Ganze noch schöner.

Sie sind immer freundlich, machen keine Wissenschaft aus Ihrem Job. Könnte es sein, dass die Aufgeregtheiten des Profi-Geschäfts selbst aus einem erdverbundenen Familienvater einen Sonderling machen?

Ich habe meiner Frau gesagt, dass Sie mir die Leviten liest, wenn ich mich verändere. Dazu wird es aber nicht kommen.

Am Montag geht es zum Hit auf den Betzenberg. Geht doch noch was im Aufstiegsrennen?

Jeder kann die Tabelle lesen. Wir haben uns mit zwei Siegen hintereinander eine Situation erarbeitet, in der es noch um etwas geht. Das und das Spiel auf dem legendären Betzenberg ist doch Klasse!

RB hat beim offensivstärksten Team der Liga gewonnen, weil?

Weil wir alles umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben. Bochum ist vor allem zu Hause eine Macht. Es gehört viel Mut dazu, diese Mannschaft so früh zu attackieren und insgesamt so hoch zu stehen. Wir haben unter der Woche intensiv am Pressing gearbeitet. Und das Trainerteam musste Überzeugungsarbeit leisten.

Mit welchen Ängsten gingen die Ungläubigen denn schwanger?

Manche fragten sich: Wenn ich vorne drauf gehe und den Ball nicht bekomme, bin ich abgesichert oder ist die Defensive entblößt? Wir haben das besprochen, trainiert und im Video analysiert, was gut und nicht gut war.

Ist die Visualisierung der letzte Schrei der Trainingslehre?

Sie gehört heutzutage absolut dazu. Wir halten keine stundenlangen Video-Sitzungen ab, suchen uns zentrale Sequenzen raus. Beispielsweise das Pressing gegen Ballbesitz.

Freistoß-Varianten werden neuerdings auch via Videobotschaft geboren. Siehe Dominik Kaisers fieses Tor zum 2:1-Sieg.

Im besten Fall auch das. Wir wussten, wie sich die Bochumer Mauer verhalten könnte.

Hat Emil Forsberg in Bochum seine besten 90 Minuten für RB geliefert?

Ja, er war präsent, hat viele Bälle festgemacht, einen entscheidenden Ball erobert und danach Yussufs Tor perfekt vorbereitet. Emil müsste sich jetzt auch mal belohnen. Mit einem eigenen Tor.

Yussuf Poulsen ist das Gesicht von RB, Torschützenkönig des Clubs und entsprechend begehrt. Klebt noch das Etikett „unverkäuflich“ auf seiner Turnhose?

Yussuf hat sich bei uns super entwickelt und lernt täglich dazu. Wir wissen, was wir an ihm haben - und dasselbe gilt umgekehrt. Wir können uns aus dem Markt aus Angebot und Nachfrage nicht rausnehmen. Unverkäuflich ist nicht mal Ronaldo. Ich gehe aber stark davon aus, dass wir noch lange mit Yussuf zusammen arbeiten werden.

Ihre Chancen auf Festanstellung als Cheftrainer steigen stündlich. Wie fühlt sich das an? Hat sich Ihr Boss diesbezüglich gemeldet?

Selbst wenn es so wäre, würde ich Ihnen das wohl kaum auf die Nase binden. Ich habe völliges Vertrauen in die Entscheidungen von Ralf Rangnick.

Wie läuft’s denn so mit Herrn Rangnick? Darf er mit in die Kabine? Klaut er Ihr Shampoo? Äußert er seine Vorlieben in Sachen Aufstellung und Taktik?

Die Aufstellung ist natürlich Sache des Trainers. Wir besprechen uns vor dem Spiel und kurz in der Halbzeit. Da ist auch mein Co-Trainer Tamas Bodog und unser Video-Analyst dabei. Vier Augenpaare sehen mehr als zwei. Ich wäre ja schön blöd, wenn ich diese Kompetenz nicht nutzen würde.

Guido Schäfer

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