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RB-Karten vor Verkaufsstart auf Schwarzmarkt – Verein belohnt Fans

Große Nachfrage RB-Karten vor Verkaufsstart auf Schwarzmarkt – Verein belohnt Fans

Am 8. August um 10 Uhr beginnt im Online-Verkauf das große Gerangel um Tageskarten für die ersten sechs RB-Spiele – allerdings nur für Mitglieder der Fanclubs. Tickets sind Mangelware, deshalb kursieren im Internet bereits vor dem Verkaufsstart Billets auf dem Schwarzmarkt.

Bisher wurden nur die Dauerkarten für die erste Bundesligasaison von RB Leipzg verkauft.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die Bundesliga weckt Begehrlichkeiten bei den Zuschauern – zum ersten Heimspiel am 10. September gegen Borussia Dortmund könnte RB Leipzig sicher auch das alte Zentralstadion mit 100.000 Fans füllen. Doch die für die WM 2006 umgebaute Arena fasst jetzt nur noch 42.959 Plätze. Mehr als die Hälfte dieses Kontingents ist rein rechnerisch bereits vergeben: 20.000 Dauerkarten, 1500 VIP-Tickets sowie 4000 Gästekarten. Um die 17.500 Tagestickets gehen also für das erste Heimspiel noch in den Verkauf.

Klar ist bereits vor dem Startschuss Anfang August: Wer noch nie bei einer Partie von RB Leipzig in der Red Bull Arena zu Besuch war, hat in der Bundesliga, zumindest bei den Topspielen, schlechte Karten. Der Verein belohnt treue Fans und unterteilt das Verkaufsprozedere in drei Phasen: am 8. und 9. August besitzen zunächst offizielle Mitglieder der Fanclubs ein Vorrecht. Vom 10. bis 14. August können Zuschauer Karten ergattern, die bereits im RB-Ticketsystem registriert sind. Das ist dann der Fall, wenn sie bei einem früheren Spiel der Roten Bullen eine Karte online gekauft haben oder sich beim Kauf eines Tickets am Stadion oder im Fanshop registrieren ließen. Dazu zählen auch Dauerkartenbesitzer.

Ab 15. August beginnt der freie Verkauf für alle anderen Interessenten – zumindest für die Partie gegen den Vizemeister BVB ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dann keine Karten mehr auf dem Markt sind. Maximal zwei Tickets können in allen Verkaufsphasen pro Person erworben werden. Ab 8. August wird der Onlineverkauf für die ersten sechs Partien auf der Homepage des Vereins freigeschaltet: Dynamo Dresden (Pokal), Hoffenheim (A), Dortmund (H), Hamburg (A), Gladbach (H), Köln (A). Die billigste Tageskarte kostet im Fanblock weiterhin zehn Euro, auf der Haupttribüne sind die Preise im Fußball-Oberhaus deutlich gestiegen. Musste ein Vollzahler in der 2. Bundesliga maximal 30 Euro berappen, kosten Tickets für die Spitzenspiele nun bis zu 75 Euro.

Verein wehrt sich gegen Schwarzmarkt

Kurioserweise werden bereits jetzt Tageskarten auf verschiedenen Onlineportalen im Netz feilgeboten, zu horrenden Preisen zwischen 95 und 210 Euro. Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) warnt vor solchen Käufen. „Jede Privatperson kann auf diesen Seiten Tickets einstellen, auch wenn es die noch gar nicht gibt“, sagt Sprecherin Janine Hartmann. Die VZS rät, sich generell nicht auf diese Geschäfte einzulassen, oder erst zu bezahlen, wenn die Ware auch da ist. RB Leipzig hat sich auf die Fahnen geschrieben, gegen gewerbliche Händler auf dem Markt vorzugehen.     

Bereits nach dem Verkauf der Dauerkarten, die übertragbar sind, blühte der Schwarzmarkt im Internet. RB Leipzig steurte gegen, in dem der Club Inhaber sperrte, die ihre Saisonkarten zu horrenden Preisen im Netz anboten. Die Fälle hielten sich aber bisher in Grenzen, nach Vereinsangaben sei die Anzahl der gesperrten Dauerkartenbesitzer im niedrigen zweistelligen Bereich gewesen – diese Tickets wurden dann von RB neu angeboten.

Anne Grimm

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