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RB-Keeper Gulacsi: "Wir haben jetzt sieben Finalspiele"

Leipzig in Bedrängnis RB-Keeper Gulacsi: "Wir haben jetzt sieben Finalspiele"

RB Leipzig ist seit Mitte Dezember Tabellenführer der Zweiten Fußball-Bundesliga. Doch die Big Points im Aufstiegsrennen ließ das Rangnick-Team in der Rückrunde bei allen drei Spitzenspielen liegen. Jetzt wird es noch einmal eng.

RB-Keeper Peter Gulacsi.

Quelle: Gepa

Leipzig. RB Leipzig gerät in der Schlussphase der Saison im Bundesliga-Aufstiegskampf noch einmal in Bedrängnis. Der Grund: Die Sachsen verpassen beim 1. FC Nürnberg erneut, Big Points gegen einen direkten Konkurrenten zu sammeln. Mit der 1:3-Niederlage gegen den Verfolger verlor das Team von Trainer Ralf Rangnick auch das dritte Spitzenspiel der Rückrunde, nachdem es ein 0:1 bei St. Pauli und ein 1:2 in Freiburg setzte. Die Folge: Der Dreikampf um den direkten Weg ins Fußball-Oberhaus ist eröffnet.

„Es kann sich keine Mannschaft da oben sicher fühlen", beschreibt Nürnbergs Torschütze Niclas Füllkrug die Tabellensituation. Der drittplatzierte FCN arbeitete sich mit dem Erfolg am Sonntag auf drei Punkte an Leipzig heran. Freiburg kann RB mit einem Sieg am Montag gegen den Karlsruher SC erstmals seit Mitte Dezember vom Platz an der Sonne verdrängen. „Es sind jetzt sieben Finalspiele für uns“, veranschaulicht RB-Torhüter Peter Gulacsi den Ernst der Lage. Trainer Ralf Rangnick gibt zu: „Die Niederlage gegen Nürnberg hat sicher weh getan. Aber es ist nach wie vor so, dass wir alles in unseren eigenen Händen haben. Nach der Länderspielpause gilt es, an unsere Heimserie von sechs Siegen anzuknüpfen.“ 

Ein Blick auf das Restprogramm spricht für eine gute Ausgangssituation von RB Leipzig. Bis zum Saisonende tritt das Rangnick-Team viermal zu Hause und dreimal auswärts an. Dabei hat es zwar die Partie nach Ostern gegen den Tabellenfünften VfL Bochum in sich. Die restlichen Duelle bestreitet der Aufstiegsaspirant aber als klarer Favorit. Mit Sandhausen, Bielefeld und Karlsruhe kommen noch drei Teams aus der unteren Tabellenhälfte in die Messestadt. Auswärts warten mit Düsseldorf, Kaiserslautern und Duisburg Kellerkinder auf die Sachsen.

In Nürnberg sah sich auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung das Spiel an. Nach der Begegnung war er sich sicher: Beide Mannschaften werden aufsteigen.

Die Leipziger schienen nach der Grippewelle der vergangenen zwei Wochen am Sonntag beim 1. FC Nürnberg nicht zu 100 Prozent fit. Zudem fehlten ohne den kranken Kapitän Dominik Kaiser und den gelbgesperrten Diego Demme die Ideen aus dem Mittelfeld. Coach Rangnick wollte das aber nicht als Ausrede dafür gelten lassen, dass die beste Defensivmannschaft der Liga erstmals in der Saison drei Gegentore kassierte. „Um mit mindestens einem Punkt nach Hause zu fahren, hätten wir disziplinierter verteidigen müssen“, sagt der 57-Jährige. Willi Orban stimmt der Einschätzung zu: „Wir haben einen Tick weit zu unreif gespielt und viele Ballverluste gehabt.“

Der 23-jährige Verteidiger Orban sagt: „Ich glaube, die Pause tut uns jetzt ganz gut, um körperlich und mental nochmal Kraft zu tanken.“ Um in der Länderspielpause nicht aus dem Rhythmus zu kommen, bestreitet RB am Donnerstag ein Testspiel im heimischen Trainingszentrum gegen den Tschechischen Erstligisten Bohemians Prag (Anpfiff 16 Uhr).

Gleich sieben Nationalspieler werden dann fehlen. Drei von Ihnen wollen sich für die Europameisterschaft im Sommer bei ihren Nationalteams in Szene setzen: Stefan Ilsanker (Österreich), Emil Forsberg (Schweden) sowie Peter Gulacsi (Ungarn). Davie Selke und Lukas Klostermann spielen bei der deutschen U21-Auswahl, Idrissa Touré bei der U18. Stürmer Yussuf Poulsen ist beim Lehrgang des dänischen Nationalteams. Marcel Sabitzer sagte den Lehrgang mit der österreichischen Auswahl kurzfristig wegen eines entzündeten Zahns ab.

Anne Grimm

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