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RB-Kicker in der Eistonne und Rangnick in Plauderlaune

Videos aus dem Trainingslager RB-Kicker in der Eistonne und Rangnick in Plauderlaune

RB Leipzig macht sich im Trainingslager im idyllischen Leogang fit für den Aufstiegskampf. Zwischen den Einheiten gab es für die Spieler am Dienstag ein Bad in der Eistonne und Ralf Rangnick plauderte im LVZ-Video über die Wettquoten für den Bundesliga-Aufstieg.

RB Leipzig macht sich seit Montag in Leogang fit für die neue Saison.

Quelle: Gepa

Leogang. Nein, im Charter-Jet ins Camp-Glück waren keine Plätze fürs Fußvolk übrig. Und selbst wenn: Die 40-köpfige RB-Delegation hätte keinen mitfliegen lassen, der nicht kicken, kochen, massieren, Elektrolyte mixen oder Übungen erklären kann.

Der/die Bombardier Dash 8 Q 300 der Firma Intersky (Friedrichshafen/Bodensee) setzte am Montag nach einem Stündchen auf dem Salzburger Airport auf, weitere 60 Busminuten später wurde der Zweitliga-Meister in spe von krachledernen Bediensteten des Hotels Kirchenwirt in Leogang begrüßt. Einchecken, Mittagessen.

Zu dieser Zeit arbeiteten sich eine Hand voll Berichterstatter und ein paar RB-Fans noch stundenlang an den 600 Autobahn-Kilometern ab. Spätestens beim Kauf der Vignette in Holzkirchen und dem sich danach immer anschließenden Stau auf der A8 dachte man: Fußballer müsste man sein.

Wobei: Das Pensum von Fußballern im Trainingslager braucht kein Mensch. Coach Ralf Rangnick wird bis zum nächsten Dienstag 20 Einheiten durchziehen. Dazu kommen Taktikbesprechungen, Vorträge, Fototermine und so weiter.

Die Kicker von RB Leipzig sind am Montag im Trainingslager in Leogang angekommen und absolvierten gleich die ersten Einheiten.

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Trainingslager sind der natürliche Feind des Profis. An der Pforte des Camps wird die Lebensberechtigungskarte eingezogen, geht es nur ums Eine: Übungen für Körper und Geist. Manchen Kickern begegnet der Lager-Koller auf dem Hinweg, andere kennen den Stimmungskiller nur aus Erzählungen, wieder andere freuen sich auf Kasteiung in der Abgeschiedenheit der Berge. Weil dort keine Kinder quengeln, keine Gattin Hausarbeit oder Gespräche erwartet.

Dominik Kaiser gehört zu dieser Randgruppe. Der Ex-Hoffenheimer kehrte am Montag zu einer alten Liebe zurück, war schon 2010 in Leogang. Mit einem Trainer namens Rangnick. „Super Bedingungen. Unser Hotel ist keine Wellness-Oase, dafür gemütlich-rustikal“, erinnert sich der 26-jährige Mittelfeldspieler gerne an sein erstes Trainingslager als Profi im 1326 eröffneten Kirchenwirt. Und, ganz wichtig für einen Sportler in Zeiten der Konzentration aufs Kerngeschäft: „Die Leute sind freundlich, das Essen ist sensationell und die Plätze sind top gepflegt.“

Kaiser will in den Tagen im Schatten der Leoganger Steinberge (das Birnhorn ist und bleibt mit 2634 m Spitzenreiter) Werbung für sich machen. Als Stammkraft und Kapitän. Kein leichtes Unterfangen angesichts des besten und teuersten RB-Kaders der Club-Historie. „Wir haben unglaubliche Qualität dazubekommen, der Kampf um die Plätze wird hart wie nie.“

Kaiser ist nach dem Weggang von Daniel Frahn und der Erbfolge gehorchend, logischer Spielführer. Problem: Die Binde bekommt nur ein Mann, der auch mit zwei eingegipsten Füßen gesetzt ist. Diesbezüglich könnten Willi Orban und Stefan Ilsanker bessere Karten haben. Das Camp wird auch hierüber Aufschluss geben.

Was sonst noch war, ist und sein wird: Davie Selke steigt nach Blitzheilung am Dienstag oder Mittwoch ins Teamtraining ein. Sein Sturm-Kollege Terrence Boyd ist in Leipzig geblieben und schwitzt mit Physiotherapeutin Anja Strobel (Frau der ersten RB-Stunde) am Comeback.

Ohne Bestimmung der CK-Werte (Creatinkinase) geht auch in diesem Camp nichts. Grob erklärt: Wenn zu viel CK in den Adern wummert, ist der Fußballer überlastet, drohen Zerrung und Aussegnungshalle. Früher war nicht alles besser, aber alles einfacher. Da sagte der Spieler zum Trainer: „Es zieht unten rum.“ Trainer zum Spieler: „Franzbranntwein!“ Spieler: „Einreiben oder trinken?“

Übrigens: Die Bombardier Dash 8 Q 300 ist für 55 Passagiere ausgelegt. Es hätte alles so schön und völkerverbindend sein können.

Ex-Aue Trainer Tomislav Stipic hospitiert im Trainingslager eine Woche lang bei Ralf Rangnick

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