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RB-Königstransfer Davie Selke: „Hier ist alles erstklassig“

Interview RB-Königstransfer Davie Selke: „Hier ist alles erstklassig“

Der 20-jährige RB-Neuzugang Davie Selke spricht im Interview über Glück im Unglück nach seiner Verletzung, Trainer Ralf Rangnick, nötigen Muskel-Aufbau, die Lebensqualität in der Messestadt Leipzig und seine Wohngemeinschaft mit dem Papa.

Feierte im Trainingslager ein Blitz-Comeback: Davie Selke.

Quelle: Picture Point

Leogang. Die Europameisterschaft 2016 in Frankreich kommt für Davie Selke ein Jährchen zu früh, bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland könnte der Königstransfer der Roten Bullen, die acht Millionen Euro an Werder Bremen überwiesen, aber ein Kandidat sein. Mittelstürmer seiner Bauart sind rar gesät, Joachim Löw trauert immer noch dem ewigen Miroslav Klose nach. Der 20-jährige Selke über Glück im Unglück nach seiner Verletzung, RB-Trainer Ralf Rangnick, nötigen Muskel-Aufbau, die Lebensqualität in Leipzig und seine Wohngemeinschaft mit dem Papa.

Eine Ihrer ersten Trainingseinheiten für RB endete im Computer-Tomografen. Was dachten Sie, bevor Sie in die Röhre geschoben wurden?

Ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet, der ersten längeren Pause meiner Karriere. Als ich im Training weggerutscht bin, hat es im Knie geknackt und es tat höllisch weh.

Das Durchleuchten förderte eine freundliche Diagnose zu Tage.

Gott sei Dank. Das Innenband war nur gedehnt, eine Operation und eine lange Pause waren vom Tisch.

Nach wenigen Tagen waren Sie schon wieder am Ball. Gutes Heilfleisch oder die heilenden Hände von Alexander Sekora?

Beides. Alex ist ein besonderer Physiotherapeut. Der hat Griffe drauf...

Die im Wortsinn dahin gehen, wo es weh tut.

Ja, und das mit Erfolg. Ich bin absolut schmerzfrei.

Der Mittelstürmer Selke geht auch dahin, wo es weh tut. 83 Kilo bei 1,92 Meter: Drei, vier Kilo mehr Muskeln würden Ihnen dabei gut zu Gesicht stehen.

Die will ich auch drauf packen. Das ist nicht ganz einfach. Ich darf dabei nicht meine Dynamik verlieren.

Sie können mit beiden Füßen kicken, sind schnell und vor dem Tor frühreif abgezockt. Wo ist noch Luft nach oben?

In allen Bereichen, vor allem beim Kopfball. Da muss ich besser werden. Es reicht nicht aus, ein Kopfball-Duell zu gewinnen. Der Ball muss ins Tor.

Topfavorit auf den Aufstieg ist RB Leipzig.

Wir haben selbst den Anspruch, aufzusteigen. Der Kader, das Trainerteam, das gesamte Umfeld bis hin zur Ernährung ist erstklassig. Dass man uns nicht durchwinken wird, wissen wir.

Ihnen eilt der Ruf voraus, extrem selbstbewusst zu sein.

Ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein. Wenn du als Stürmer an dir zweifelst, kannst du dir gleich einen anderen Job suchen. Das merkt dann auch dein Verteidiger. Wenn ein Ball nicht rein geht, geht eben der nächste rein.

Ralf Rangnicks System ist hoch anspruchsvoll für Körper und Geist. Ist Gegen-Pressing trotzdem genau Ihr Ding?

Als Jugendspieler in Hoffenheim habe ich das Spiel der Profis bewundert. Da war Tempo drin, da gab es Chancen im Minutentakt. Das war das Werk von Herrn Rangnick. Und der ist jetzt mein Trainer. Ich laufe gerne, komme bei unserem Spiel oft zu Abschlusshandlungen. Ja, das ist genau mein Ding.

Wie wirkt der Coach auf Sie?

Wir alle haben einen riesigen Respekt vor ihm. Er war mit seinem Fußball extrem erfolgreich, hat bewiesen, was er kann. Wenn er etwas erklärt, hört man zu.

Wie wohl fühlen Sie sich mittlerweile in Leipzig?

Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass die Stadt so schön ist. Es ist alles da, was man zum Glück braucht. Super Innenstadt, Wald und Wiese, Seen - perfekt.

Sie bilden eine WG mit Ihrem Vater Teddy. Ungewöhnlich für einen jungen Fußballer.

Mein Papa ist zusammen mit Akeem Adewunmi auch mein Berater und mein bester Kumpel. Wir verstehen uns super und wohnen im Musikviertel zusammen.

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