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RB Leipzig, Borussia Dortmund und Opernball: Getanzt wird eventuell später

Verschiebung möglich RB Leipzig, Borussia Dortmund und Opernball: Getanzt wird eventuell später

RB Leipzig rückt dank Aufstieg immer mehr in den Mittelpunkt des (medialen) Interesses. Das Erstligaduell zwischen der Hasenhüttl-Elf und Borussia Dortmund könnte jetzt zu einer Planänderung beim Leipziger Opernball führen. Denn gespielt und getanzt wird am selben Tag.

Zwischen den VIP-Gästen in der Red Bull Arena und dem Opernball-Publikum gibt es ein große Schnittmenge.

Quelle: Christian Modla / Leipzig report

Leipzig. Wenn Unabhängigkeit, Andersartigkeit, Erfolg und Lobbyarbeit zusammen kommen, sind Aufsehen und Quote garantiert. Siehe RB Leipzig.

Als die Rasenballer in der vierten Liga kickten, interessierte das außerhalb Leipzigs keinen Menschen. In der dritten Liga verhielt sich die Nummer schon anders, mit dem Aufstieg in die zweite Liga und Liveübertragungen von Sport1 und Sky war RB bundesweit Mode. Das Erreichen der Bundesliga toppt die Einschaltquote und steigert Gelüste auf Storys rund um den 2009 in die Markranstädter Prärie gepflanzten Club.

Die Zeit der bundesweiten Verrisse gehört der Vergangenheit an. Ein sichtbares Zeichen für die Salonfähigkeit der Roten Bullen senden der MDR, Servus TV, die ARD, der Bezahlsender Sky und die für den Spielplan zuständige Deutsche Fußball-Liga DFL. Der Titel der konzertierten Aktion könnte heißen: Die jüngste und zarteste Versuchung des deutschen Fußballs im medialen Epizentrum. Belege von eins bis sechs.

1.: BVB und Opernball. Keine Konkurrenz stört den Hit RB gegen Dortmund am Sonnabend, den 10. September, um 18.30 Uhr. Nun ja, fast keine. Den Spielplanern durch die Lappen gegangen: der Leipziger Opernball. Zwischen den Gästen, die das Tanzbein schwingen und jenen, die ein VIP-Ticket in der RB-Arena haben, gibt es eine große Schnittmenge. Opernball-Organisatorin Vivian Honert-Boddin arbeitet daran, die tanzenden Fußball-Fans glücklich zu machen. Königsweg: Der Ball beim Ball rollt später an – eine Mammutaufgabe.

2.: Spanische Vorspeise. Die Saisoneröffnung gegen Betis Sevilla am 14. August wird vom MDR und von Servus TV übertragen. Betis wird ohne Heiko Westermann einfliegen – der steht vor einem Wechsel zu Ajax Amsterdam.

3.: Heißes Sachsenderby. Die ARD lässt sich das DFB-Pokalspiel Dynamo – RB trotz Sicherheitsbedenken der Gastgeber und Behörden wohl nicht entgehen und sendet live.

4.: Brennglas am Sonntag. Das erste Bundesligaspiel der Bullen steigt am 28. August (17.30 Uhr) in Hoffenheim. Zeitgleich spielt keiner der Konkurrenz.

5.: Immer wieder sonntags: Auch beim RB-Spiel in Köln gibt es null Ablenkung (25. September, 17.30 Uhr).

6.: Helden in der Heldenstadt. Ein Leipziger Heimspiel der anderen Art steigt am 17. August. Dann ist die prominent besetzte Sky-Experten-Mannschaft in LE zugegen. Sebastian Hellmann, Lothar Matthäus, Heribert Bruchhagen, Ottmar Hitzfeld, Christoph Metzelder & Co. berichten, was sie in der Saison 2016/17 so alles vorhaben. Mit auf dem Podium werden wechselweise Protagonisten von RB sitzen. Oliver Mintzlaff, Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl.

Dass sich Sky im Fußball-Osten besonders ins Zeug legt, hat nicht nur mit den Aufstiegen von Leipzig, Dresden und Aue zu tun. Der Pay-TV-Sender hat in Sachen Ost-Abos Nachholbedarf. In der kommenden Rechte-Periode muss Sky pro Jahr 486 Millionen Euro an die DFL überweisen, danach 876 Millionen Euro. Das will refinanziert sein. Sexy Clubs, exklusive Spiele und Einblicke sollen die Abo-Front aufhübschen.

Am Mittwoch fand der DFL-Media-Day in Leipzig statt. Die TV-Porträts der RB-Werktätigen wurden in über 200 Ländern gesendet.

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