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Emotionales Wiedersehen: Hasenhüttl reist mit RB Leipzig nach Ingolstadt

Fußball-Bundesliga Emotionales Wiedersehen: Hasenhüttl reist mit RB Leipzig nach Ingolstadt

Nach dem Wechsel von Ralph Hasenhüttl gen Leipzig ging es mit Ingolstadt zunächst steil bergab. Die Rückkehr zu seinem alten Verein wird für den Trainer eine besondere sein – zumal sein Sohn auf der Tribüne sitzt.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl steht am Wochenende ein Wiedersehen mit seinem alten Club bevor.

Quelle: dpa

Leipzig. Es war ein Abschied mit Tränen, es wird eine emotionale Rückkehr als Tabellenführer werden. Ralph Hasenhüttl tritt mit seinem neuen Verein RB Leipzig am Samstag das erste Mal bei seinem alten Club FC Ingolstadt an. Mit den „Schanzern“ feierte der Österreicher seine bisher größten Erfolge als Trainer – den Aufstieg ins Oberhaus und den überraschend souveränen Klassenerhalt in der Bundesliga. „Klar kommt man als Gegner dahin, aber ich habe dort sehr viele positive Momente erlebt“, sagt der 49-Jährige, dem der Zwiespalt der Gefühle bereits im Vorfeld anzumerken ist.
 
Nicht nur der Gang in die andere Kabine wird für ihn eine Herausforderung. Auch die Entscheidung, wie sich der Trainer nach einem Tor von RB Leipzig verhalten wird. Den Kontakt mit ehemaligen Spielern und Kollegen vermied Hasenhüttl im Vorfeld – dabei gibt es sonst einen regen Austausch und Glückwünsche per SMS. „Den innigsten Kontakt habe ich aber zu meinem Sohn“, meint Hasenhüttl mit einem Lächeln. Denn der 19-jährige Patrick wohnt weiter an seinem alten Arbeitsort, ist Stürmer in der Regionalliga für die zweite Mannschaft des FCI und wird sich das Spiel seines Vaters am Samstag nicht entgehen lassen.
 
Als Spion hat er das Familienmitglied im Vorfeld aber nicht losgeschickt – dafür kennt Hasenhüttl Senior den nächsten Gegner viel zu gut. Die Analyse habe sich nicht sehr von den Vorbereitungen auf andere Kontrahenten unterschieden: „Ich habe mich eher etwas zurückgenommen, dass ich die Spieler nicht mit zu vielen Informationen zuschütte“, sagte Hasenhüttl.

Neuer Coach Walpurgis baut auf Ex-RB-Spieler Jung 

Dass Ingolstadt tief im Abstiegskampf steckt, ist an Hasenhüttl nicht spurlos vorüber gegangen. Dabei will er die aktuelle und die vergangene Spielzeit nicht vergleichen: „Man kann die letzte Saison in Ingolstadt nicht als Maßstab nehmen. Wir haben so radikal gespielt wie zuvor noch nie eine andere Mannschaft und danach wohl auch nicht wieder.“
 
Dabei ist das Ingolstädter Team nahezu identisch mit dem aus der vergangenen Saison – fand aber erst nach dem zehnten Spieltag und der Trennung von Trainer Markus Kauczinski in die Spur. Dessen Nachfolger Maik Walpurgis installierte einen neuen Stil. „Die haben mit mehr Überzeugung, Geschlossenheit und Aggressivität in drei Spielen vier Punkte geholt“, sagt der RB-Trainer.
 
Im Gegensatz zu Hasenhüttl hat RB Leipzig gegen Walpurgis schon einige Schlachten geschlagen: Der Trainer dürfte keine guten Erinnerungen an Duelle mit den Bullen haben. Im Sommer 2013 scheiterte er in der Relegation für die 3. Liga mit den Sportfreunden Lotte gegen RB. Anderthalb Jahre später flog er mit dem VfL Osnabrück in der ersten Runde des DFB-Pokals raus, obwohl sein Team bis zur 71. Minute 1:0 führte. Das Spiel wurde damals wegen des Feuerzeugwurfs eines VfL-Fans auf den Schiedsrichter abgebrochen und anschließend am grünen Tisch für die Leipziger entschieden.

Noch kein Sieg gegen Ingolstadt 

Der Kreis der alten Bekannten schließt sich letztlich in der Personalie Anthony Jung, der im Sommer für ein Jahr mit Kaufoption zu den „Schanzern“ ausgeliehen wurde. Unter dem neuen Trainer Walpurgis durfte der 25-Jährige zuletzt dreimal von Beginn an ran – wenn auch nicht auf seiner angestammten Verteidigerposition, sondern weiter vorn auf der linken Außenbahn. Vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club sagte er: „Klar werden wir vor dem Spiel mal quatschen, aber in den 90 Minuten geht es dann darum, Punkte hier zu behalten. Ich denke, es wird ein gutes Spiel und teilweise vielleicht sogar ein offener Schlagabtausch, weil Leipzig auch sehr gut im Pressing unterwegs ist.“ Hasenhüttl warnt davor, den FCI, der gerade einmal sechs Punkte auf dem Konto hat (RB schon 33), zu unterschätzen: „Wer die Tabelle als alleiniges Merkmal nimmt, dem ist nicht zu helfen. Dass der BVB dort fast gestrauchelt ist, sagt aus, wie schwer es ist, in Ingolstadt zu gewinnen.“
 
Dass die Ingolstädter in den beiden bisher einzigen Duellen kein gutes Pflaster für die Leipziger waren, ist bekannt - doch die zwei Niederlagen in der Zweiten Bundesliga (0:1 und 1:2) mehr als anderthalb Jahre her. Um auch zum vierten Mal in Folge am Ende des Spieltags Spitzenreiter der Bundesliga zu sein und vor dem FC Bayern München zu stehen, reicht am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) sogar schon ein Remis. Der Rekordmeister spielt zeitgleich zu Hause gegen den schwächelnden VfL Wolfsburg.
 
Anne Grimm

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