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RB Leipzig-Coach Zorniger: „Meine Jungs machen einen fantastischen Job!"

RB Leipzig-Coach Zorniger: „Meine Jungs machen einen fantastischen Job!"

Nürnberg war keine Reise wert. Die Autobahnen rund ums Grundig-Stadion waren verstopft, auf dem Spielfeld ging es zwischen Ruhmreich und Reich  ähnlich beengt zu.

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Ondrej Petrak und Yussuf Poulsen im Kampf um den Ball. GEPA pictures/ Citypress24

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Wo der Ball war, versammelten sich Häscher, jagten einander den Ball ab. Die 90-minütige Rudelbildung war für die 28517 Zuschauer (1300 aus Leipzig) fast so spannend wie der nervenzerfetzende Heimatfilm „Die Lindenwirtin vom Donaustrand“ (1957).

Erst mit Alessandro Schöpfs 1:0-Führung für die Clubberer kam Stimmung in die Bude. Klasse hatte die Partie nie. Und so brummte Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick auf dem Weg zum Kfz etwas von „Not gegen Elend“ und ließ sich nach Salzburg chauffieren. Mit im A8 auf der A8 saß Oliver Mintzlaff. Der sagte nichts. Der smarte Macher sagt öfter nichts. Dabei ist das, was er macht, alles andere als nichtssagend. Der RB-Präsident und „Head of Global Soccer“ koordiniert die Marketing-Aktivitäten der Red-Bull-Fußball-Standorte, verhandelt TV-Verträge et cetera, hat Nike, VW und Porsche an Land gezogen.

Nach der Nürnberg-Pleite war für einige RB-Werktätige vor dem Opernball. Dort wurde es Coach Alexander Zorniger, Kapitän Daniel Frahn und Co. warm ums Herz, gab es Applaus, Umarmungen und Maracujasaft. Hier spürte Zorniger die Wertschätzung, die er in vermeintlich gut interessierten (Journalisten-)Kreisen vermisst. Angesprochen auf zwei Punkte aus drei Spielen (Negativ-Novum seit 2009), flog dem Mann fast die Smoking-Fliege davon. „Hat jemand von Euch Super-Experten gedacht, wir marschieren durch diese ausgeglichene Liga?“

Zweifel am eingeschlagenen Weg gibt es für den Fußball-Lehrer keine. „Wir waren in Frankfurt und in Nürnberg nicht gut, ansonsten machen meine Jungs einen fantastischen Job.“ Das riskante und hundsgemein anstrengende Gegen-Pressing bleibt Stilmittel und in dieser Konsequenz bundesdeutsches Alleinstellungsmerkmal. Der Coach: „Das ist unser Fußball, damit haben wir uns bundesweit Respekt erarbeitet.“

Zorniger will vor der Freitag-Partie gegen Bochum (18.30 Uhr, RB-Arena) sehen, wie es um die Köpfe/Beine seiner Spieler bestellt ist. Erste Maßnahme: Die hoch belasteten Yussuf Poulsen und Jo Kimmich bekamen einen zweitägigen Heimaturlaub. Hinter dem Einsatz von Abwehrmann Marvin Compper (Adduktoren-Zerrung) steht ein Fragezeichen. Der 29-Jährige musste in Nürnberg nach einer Stunde runter. Compper: „Wenn es klappt, wird es eine Punktlandung.“

Wenn es nicht klappt, könnte Neuzugang Lukas Klostermann, 18, gefragt sein. Klostermann kam im Sommer vom VfL Bochum. War ein geräuschvoller Wechsel. Vor der Bank von VfL-Coach und RB-Chefkritiker Peter Neururer sollte unbedingt ein Fläschlein Klosterfrau Melissengeist stehen. Beruhigt.

Guido Schäfer

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