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RB Leipzig: Mit dreckigem Sieg zur Aufstiegsquote

2. Bundesliga RB Leipzig: Mit dreckigem Sieg zur Aufstiegsquote

Nicht schön anzusehen, aber erfolgreich. Die Fans von RB Leipzig wurden am Montag beim Spiel gegen den Karlsruher SC auf eine Geduldsprobe gestellt. Ein Blick auf die Punktstatistik entschädigt sie.

Jubel über einen „dreckigen Sieg“.
 

Quelle: Gepa

Leipzig.  Nicht überzeugt, aber die Punktequote weiter nach oben geschraubt: RB Leipzig hat mit dem 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC nicht nur das Polster auf Rang drei vergrößert, sondern segelt mit ordentlich Rückenwind auf Aufstiegskurs. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick hat im Schnitt genau zwei Punkte aus den bisherigen 16 Saisonspielen geholt und liegt damit deutlich besser als die jetzigen Erstligisten Ingolstadt (1,88 Punkte) und Darmstadt (1,7 Punkte) zum Ende der vergangenen Spielzeit. Und die Ansetzungen im Dezember meinen es gut mit den Roten Bullen.

Am kommenden Sonntag ist der Tabellenletzte vom MSV Duisburg und in der Woche darauf der FSV Frankfurt in Leipzig zu Gast. Es folgt zum Jahresabschluss die Auswärtspartie bei der SpVgg Greuther Fürth. Zumindest von der Papierform sind weitere Zähler kein Hexenwerk.

Ein Selbstläufer wird es freilich nicht. Das findet auch Torhüter Fabio Coltorti. „Unsere 32 Punkte sind schön, wir müssen unser Spiel gegen Karlsruhe aber analysieren, um gegen Duisburg besser auszusehen“, sagte der Keeper. Gewonnene Zweikämpfe, Ballkontakte, erfolgreiche Pässe: In allen Statistikdaten war der KSC überlegen. Nur eine Sache verseumten die Gastgeber: Sie schossen keine Tore. Und nur für Treffer gibt es am Ende auch Punkte.

In einer heftig umkämpften Partie begegneten sich der Karlsruher SC und RB Leipzig auf Augenhöhe.

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Einen „dreckigen Sieg“ nannten viele RB-Spieler den Erfolg in Baden. In der ersten Halbzeit lief nämlich reichlich wenig bei den Leipzigern zusammen. Karlsruhe agierte gefällig, ohne aber in Führung zu gehen. Ein klares Handspiel von Marvin Compper im eigenen Strafraum übersah Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen und ließ weiterspielen. Bei Diego Demme hat der Unparteiische ein Stein im Brett. „Der Schiedsrichter hat einen guten Job gemacht, ich kann mich an keine Szene erinnern, die komplett falsch war“, so der Mittelfeldspieler.

Coltorti lenkt sich beim Schiri ab

In der zweiten Hälfte zeigte Hartmann dann nach einem umstrittenen Foul von Compper doch noch auf den Strafstoßpunkt. „Ich habe gleich mit dem Schiedsrichter gesprochen, um mich abzulenken. Dann war ich bereit für den Elfmeter“, beschrieb Coltorti die Situation vor dem Strafstoß. Den anschließenden Schuss vom gefoulten Karlsruher Dimitris Diamantakos parierte der Schweizer. „Es war auch Glückssache, dass ich in die richtige Ecke gesprungen bin. Danach war es nicht mehr so schwierig, den Ball zu halten“, so Coltorti.

Rangnick stellte schließlich seine Taktik um und spielte mit drei Mann im defensiven Mittelfeld und freute sich schließlich über den Siegtreffer von Marcel Sabitzer. „Wir müssen das Spiel als glücklichen Arbeitssieg einordnen“, meinte der Trainer. RB kann sein Punktekonto bis zum Jahreswechsel auf 41 Zähler ausbauen. Zum Vergleich: Ingolstadt sammelte im vergangenen Jahr 40 und Darmstadt 33 Punkte.

Von Matthias Roth

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