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RB Leipzig: Notstand in der Kreativabteilung – Zorniger pariert Neururers Giftpfeile

RB Leipzig: Notstand in der Kreativabteilung – Zorniger pariert Neururers Giftpfeile

Alexander Zorniger überlegt noch. Wie soll er am Sonnabend gegen Eintracht Braunschweig spielen lassen. „Klar habe ich einen Matchplan, den verrate ich aber nicht“, sagte der Trainer von RB Leipzig am Donnerstag.

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RB-Trainer Alexander Zorniger

Quelle: GEPA

Leipzig. Er schwankt noch zwischen dem eingespielten 4-3-1-2- oder einem 4-3-3-System. Viel wird davon abhängen, welche Spieler in den kommenden beiden Tagen fit werden. In der Kreativabteilung hat Joshua Kimmich im Training einen Schlag auf den Fuß bekommen. Zorniger rechnet zwar mit seinem U-19-Europameister. Zunächst muss Kimmich aber noch einmal untersucht werden. Ein Ausfall wäre bitter für die roten Bullen.

Dominik Kaiser trainiert zwar nach seiner Verletzung wieder mit der Mannschaft, ein Einsatz in der Startelf kommt für ihn laut Zorniger noch zu früh. Clemens Fandrich ist nach seiner gelb-roten Karten in Frankfurt für ein Spiel gesperrt. Bleiben also noch Rani Khedira und Diego Demme als gesetzte Spieler im Mittelfeld. Für mindestens einen weiteren Platz empfehlen sich Zsolt Kalmar und Stefan Hierländer.

Im Lazarett von RB gibt es aber auch Hoffnung. Stürmer Terrence Boyd könnte schneller als erwartet wieder auf dem Platz stehen. Der Neuzugang von Rapid Wien hatte sich im Test gegen die Queens Park Rangers das vordere Kreuzband angerissen und sollte eigentlich bis Mitte Oktober ausfallen. Boyd trainiert wieder. „Er ist in der Endphase“, so Zorniger. Mit der Mannschaft übt auch Fabio Coltorti, er sei in den nächsten beiden Wochen aber noch kein Thema. Die Prognose für Niklas Hoheneder: Fortschritte sind deutlich zu sehen, der Termin für seine Rückkehr ist noch unklar.

Zorniger spricht sich mit Rebic aus

Bleibt noch Ante Rebic. „Er hat im Fußgewölbe eine Schwachstelle“, berichtete Zorniger. Damit ist der Kroate gegen Eintracht Braunschweig ebenfalls kein Thema. „Schade, Ante hat einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte sein Übungsleiter. Trainer und Spieler haben sich nach dem Frankfurt-Match, als Zorniger seinen Schützling erst ein- und nach 21 Minuten wieder auswechselte, ausgesprochen. „Ich habe ihm erklärt wie ich funktioniere“, sagte Zorniger. Es sei ein gutes Gespräch gewesen. Und Zorniger machte dem Nationalspieler klar: Es reicht nicht aus, wenn man als größtes kroatisches Stürmertalent gilt. Der Trainer will Leistung sehen, auch in der Arbeit nach hinten. „Ante muss jetzt trainieren und braucht Spielpraxis“, so Zorniger. In der vergangenen Saison habe er gerade 110 Minuten auf dem Platz gestanden.

Gespielt hat dafür Lukas Klostermann mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft gegen England und musste in dem Spiel kräftig einstecken. „Nach einem Ellenbogencheck musste seine Lippe mit 15 Stichen genäht werden, auch ein Zahn ist locker“, berichtete Zorniger. Damit rücken die verbalen Giftpfeile, die Klostermanns ehemaliger Trainer Peter Neururer diese Woche via Sportbild aus Bochum nach Leipzig abfeuerte, in den Hintergrund. Der 59-Jährige bekannte, dass er die Aktivitäten von Red Bull in Leipzig „zum Kotzen findet“.

Und zum Wechsel von Klostermann an den Cottaweg: „Bei uns hätte er einen Weg eingeschlagen, von dem ich sage, der führt bis in die Nationalmannschaft.“ Zorniger bleibt trotz der markigen Worte gelassen. „Peter ist ein eigener Typ, das finde ich gut“, so der Bullencoach. Zu den Aussagen sagte Zorniger: „Wenn er jetzt vor seiner Fankurve tanzt, kommt er bestimmt gut an damit.“ Außerdem: Neururer trete öffentlich auch nicht kommerzfrei auf, sagte Zorniger und spielte damit auf die Werbebuttons an Neururers Anzug bei TV-Terminen an.

Eintracht Braunschweig war am Donnerstag auch Thema bei RB. „Die sind spielstark, haben jeden Menge Qualität, das wollen wir bearbeiten“, kündigte der Übungsleiter an. Abwehrkante Tim Sebastian will gern die Serie ohne Gegentor halten. „Dann verlieren wir das Spiel nicht“, hat er ausgerechnet. Mit einem 3:2 könnte er aber auch leben. „Dann haben wir drei Punkte und alles ist in Ordnung.“

Trotz des Fanboykotts der Niedersachsen entwickelt sich die Partie zu einem weiteren Kassenschlager. Aktuelle Zahl der verkauften Tickets: 20.500. Anstoß ist am Sonnabend um 13 Uhr.

Matthias Roth

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