Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB-Leipzig-Olympioniken Klostermann und Selke weiter in der Schwebe

DFB verschiebt Nominierung RB-Leipzig-Olympioniken Klostermann und Selke weiter in der Schwebe

Der DFB hat die Nominierung des Kaders für die Olympia in Rio um einen Tag verschoben. RB Leipzig hat sein Ja zur Abstellung von Lukas Klostermann und Davie Selke vom Verhalten der anderen Bundesligaclubs abhängig gemacht. Dort scheint es Probleme zu geben.

Voriger Artikel
DFB-Pokal-Hit Dynamo gegen RB Leipzig steigt am Samstag
Nächster Artikel
RB Leipzig: Idrissa Toure und Vitaly Janelt erhalten Profiverträge

Noch ist unklar, ob sich RB Leipzigs Yussuf Poulsen und Davie Selke in Rio begegnen werden.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Novum in der Geschichte des am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründeten Deutschen Fußball-Bundes: Der Verband, der seit 116 Jahren in Termin-Sachen wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, hat die Olympia-Nominierung für die Spiele in Rio (4. bis 20. August) um einen ganzen Tag auf Freitag verschoben.

DFB-Sportdirektor Hansi Flick und Olympia-Coach Horst Hrubesch kämpfen bei der Zusammenstellung des 18-Mann-Kaders seit Wochen an vielen Fronten, müssen Probleme lösen, Befindlichkeiten beachten und zu einer allgemeinverträglichen Lösung kommen. Das schaffte das Duo nicht bis zur Donnerstag-Deadline.

RB Leipzig ist dabei nach LVZ-Informationen nicht der Hemmschuh. Lukas Klostermann (20) und Davie Selke (21) stehen auf der DFB-Wunschliste für Rio und verpassen, so sie am 30. Juli den Olympia-Flieger besteigen, die Vorbereitung auf ihren Job bei den Rasenballern. Falls die Olympioniken bis ins Finale vordringen, ist der Pokal-Drops für Leipzigs Teilnehmer gelutscht. Das Endspiel und die DFB-Erstrunden-Partie Dynamo Dresden gegen RB Leipzig steigen am 20. August.

Am Montag küren die Dänen ihre Reisegruppe. Dass RB-Ass Yussuf Poulsen (22) berufen wird, gilt als gesichert. Vorbereitung aufs Haifischbecken Bundesliga ohne drei potenzielle Stammspieler? Erteilen die RB-Entscheider Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl Absolution?

Wen stellen die anderen Bundesliga-Clubs für Olympia ab?

Deren Ja-Wort ist abhängig vom Vorgehen der anderen Vereine. Womit wir mittendrin im Fischerboot von Hrubesch und Flick sind. Schalke 04 hat schon mitgeteilt: Leon Goretzka darf mit nach Brasilien. Max Meyer und Johannes Geis? Eher weniger. Bayer Leverkusen stellt Julian Brandt und Lars Bender ab.

Eine Abstellungspflicht gibt es nicht. Eine Teilnahmepflicht auch nicht. Wollen die Nominierten überhaupt mit allem, was sie haben nach Rio und damit ihren Start-Platz bei den Clubs riskieren?

Hrubesch will unbedingt. Mit seinen 18 Männern den Zuckerhut stürmen, Gold holen. Der passionierte Angler und sein Vorgesetzter Hansi Flick fischen bei der Zusammenstellung ihres Kaders in einem alles andere als klaren Gewässer.

Die Eintrübungen sehen so aus: Es steigen keine EM-Fahrer in den Olympia-Jet. Womit Hrubeschs Herzblatt Jo Kimmich (Bayern) wegfällt.

Transferspieler wie der just vom VfB Stuttgart zu RB Leipzig gewechselte Timo Werner und Kevin Volland (von Hoffenheim nach Leverkusen) bleiben ebenfalls unberührt. Der besseren Eingewöhnung wegen.

Außerdem dürfen sich Hrubesch/Flick maximal zwei Profis pro Club angeln. Komplett verschont von der Rute sollen Mannschaften bleiben, die in internationalen Qualifikations-Wettbewerben um Ruhm und Kohle spielen. Zum Beispiel Gladbach (Champions League) und Hertha BSC (Europa League).

Eine deutsche Olympia-Auswahl wurde schon länger nicht mehr bei den Herren der Ringe vorstellig. 1988 holte die von Hannes Löhr trainierte Mannschaft in Seoul Bronze. Es stürmten Stars wie Jürgen Klinsmann, Frank Mill, Wolfram Wuttke und Thomas Häßler. Klinsmann war hinterher beseelt und sprach von einem einmaligen Erlebnis.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr