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RB Leipzig: Stadion-Entscheidung bis Jahresende – Dauerkarten werden begrenzt

Fußball-Bundesliga RB Leipzig: Stadion-Entscheidung bis Jahresende – Dauerkarten werden begrenzt

Bis Ende 2016 will RB Leipzig über den Verbleib als Mieter im ehemaligen Zentralstadion oder den Neubau einer Heimstätte am Rand der Stadt entscheiden. Dauerkarten wird es in der Bundesliga nur in begrenzter Zahl geben.

Die Red Bull Arena war im letzten Heimspiel gegen den Karlsruher SC bereits Wochen vorher ausverkauft.

Quelle: dpa

Leipzig. RB-Chef Oliver Mintzlaff rechnet in der Bundesliga mit fast nur ausverkauften Spielen in der Red-Bull-Arena, die aktuell eine Kapazität von 42 959 Zuschauern hat. Eine bereits abgeschlossene Machbarkeitsstudie besagt: Das Stadion könnte für bis zu 57 000 Fans ausgebaut werden. Doch die Frage ist, ob es überhaupt so weit kommt. Geprüft wird auch ein Neubau außerhalb Leipzigs, nahe der Autobahn 14 bei Schkeuditz. Die Entscheidung soll bis zum Ende des Jahres fallen.

Laut Mintzlaff will sich der Verein unter anderem die Zuschauerentwicklung zu Beginn der ersten Bundesligasaison anschauen. Nur die Tradition des ehemaligen Zentralstadions und die Nähe der für 33 Millionen Euro neugebauten Trainingsakademie am Cottaweg sprechen für einen Verbleib. „Es ist ja kein Stadion, das für den Ligabetrieb, sondern für die Weltmeisterschaft gebaut wurde. Das merkt man in der täglichen Nutzung“, meint der RB-Vorstandsvorsitzende.

VIP-Logen so gut wie ausverkauft

Ein Grund für einen Neubau dürfte unter anderem der bereits ausgeschöpfte Platz für VIP-Logen sein. Diese bringen dem Verein hohe Einnahmen, um sich unabhängiger vom Red-Bull-Geld zu machen. Nächste Saison sind die Plätze bereits so gut wie ausverkauft, eine enorme Steigerung der Erlöse wird es durch die Verdopplung der Preise für VIP-Karten geben. Um diese Goldgrube weiter auszuschöpfen, bräuchte RB eine eigene Heimstätte.  

Für die Stadt käme der Umzug einer Katastrophe gleich. OBM Burkhard Jung (SPD) betonte nach dem Aufstieg im LVZ-Interview: „Ich bin überzeugt, dass wir mit den vorhandenen Möglichkeiten plus Ausbau ein sehr gutes Stadion haben. Ich glaube, innerstädtische Stadien sind ein Zukunftsmodell. Wenn ich ein Stadion außerhalb auf die grüne Wiese baue, kommen damit verbundene Effekte nur noch sehr gering in der Stadt an. Ich spreche von Gastronomie, Hotellerie, Dienstleistungen.“ RB ist bis 2020 vertraglich an die Red-Bull-Arena gebunden, könnte nach Ablauf des Mietvertages umziehen.

Trotz ungewisser Zukunft des Stadions in der Innenstadt: Einige Umbauarbeiten gibt es im Sommer trotzdem. Die Presseplätze werden erweitert. Zudem müssen neue Stromleitungen von Seiten des Elsterbeckens verlegt werden, da das Stadion aktuell nur von einer Seite versorgt werden kann. Für die vielen Fernsehkameras in der Bundesliga reicht die aktuelle Stromversorgung nicht aus.

Bald Entscheidung über neue Ticketpreise

Klarheit werden die Fans zumindest bald über die Ticketpreise und die Vergabe der Karten in der ersten Bundesliga-Saison haben. Fest steht bereits: Der Verein wird die Anzahl der Dauerkarten begrenzen. Kommende Woche setzen sich die Verantwortlichen mit Vertretern der offiziellen Fanclubs zusammen. Das ist seit 2013, als die Fans nach dem Aufstieg in die 3. Liga gegen die Erhöhung der Ticketpreise rebellierten, inzwischen Tradition geworden.

„Wir vertrauen darauf, dass RB die Preise nicht exorbitant anhebt“, sagte ein Fanclub-Vertreter gegenüber LVZ.de und fügte hinzu: „Ich glaube, der Verein hat auch ein Gespür dafür bekommen, dass Leipzig nicht die finanzstärkste Region ist.“ In der 2. Bundesliga zahlten die Zuschauer im Vergleich zu anderen Vereinen die günstigsten Eintrittspreise. Die billigste Tageskarte kostete bisher zehn Euro im Fanblock, auf der Haupttribühne musste ein Vollzahler 30 Euro berappen.

Anne Grimm

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