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RB Leipzig: Stadionausbau liegt auf Eis - Sebastian wechselt nach Paderborn

Planänderungen RB Leipzig: Stadionausbau liegt auf Eis - Sebastian wechselt nach Paderborn

Planänderungen bei RB Leipzig: Die Spielstätte der Rasenballer wird in diesem Jahr nun doch nicht mehr um- und ausgebaut. Die Pläne liegen bis 2017 auf Eis. Auch neu: Verteidiger Tim Sebastian wechselt nun doch nicht nach New York, sondern heuert beim SC Paderborn an.

Die RB-Fans müssen auf den Ausbau der Red-Bull-Arena noch warten. Es bleibt vorerst bei einer Kapazität von 44.500 Zuschauern.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Während sich die RB-Fußballer zumindest offiziell unbändig aufs Spiel gegen Bischofswerda (Donnerstag, 16 Uhr, Cottaweg) und das zehntägige Trainingscamp in Belek (16. bis 26. Januar) freuen, wird der Club hinter den Kulissen bettfein für die Beletage des Fußballs gemacht.

Strippenzieher der Optimierungsmaßnahmen: Oliver Mintzlaff. Der schlanke RB-Boss, der seinen Hauptwohnsitz von Bonn nach Leipzig verlegt hat, geht dabei mit einem Problem schwanger: Die Tage haben auch für ihn nur 24 Stunden. Weil der gestresste 40-Jährige zig Stellschrauben justiert (Suche nach einem Verkaufs- und Marketingleiter, Gespräche mit Trainer-Kandidaten, potenziellen Sponsoren, leitenden Mitarbeitern et cetera), hat er weder Zeit gefunden, eine Wohnung zu suchen noch sich auf dem Amtsgericht als neuer Geschäftsführer eintragen zu lassen.

Eine Entscheidung von herausragender Bedeutung haben die Club-Granden Mintzlaff, Ulrich Wolter und Falk Jänicke nach LVZ-Informationen intern gefällt: Der Ausbau der Red-Bull-Arena von 44500 auf 57000 Zuschauer erfolgt definitiv nicht in diesem Jahr! Das Vorhaben liegt auf Eis und bleibt dort unabhängig von der Ligazugehörigkeit zumindest bis 2017.

Bisher kursierte diese Denke aus der RB-Kommandozentrale: Wenn wir aufsteigen, rennen uns die Fans die Bude ein, werden die Kopfseiten aufgefüllt, rücken die Tribünen näher ans Grün.

Die diesbezüglichen Pläne sind vom bekannten Wiener Architekten Albert Wimmer (www.awimmer.at/jart/prj3/wimmer/main.jart) bereits zu Papier gebracht. Ein Großteil der Arbeiten würde in eine Sommerpause passen.

Doch warum bleibt Wimmers Werk vorerst in der Schublade?

Bevor Fertigbauteile bestellt werden und Bagger rollen können, muss ein Bauantrag her. Eine komplizierte Angelegenheit, bei der alle möglichen und unmöglichen Bedenken wie Brandschutz, Schallschutz, Wohlbefinden der Bewohner des Waldstraßenviertels bedacht werden müssen. Ein Bauantrag mit allen Schikanen nimmt runde zwei Monate in Anspruch.

Die Prüfung durchs städtische Bauamt dauert danach im Idealfall drei weitere Monte. Selbst wenn diese Punktlandung gelingen würde, harren weitere Hürden. Am 1. Juni tritt AC/DC in der Red-Bull-Arena auf, am 25. und 26. Juni verbreitet Udo Lindenberg Panik und Frohsinn. Die zweite Liga beginnt am 5. August, die Bundesliga am Wochenende 26./28. August.

Wir halten fest: Der Ausbau 2016 ist terminliches Ding der Unmöglichkeit. Außerdem bleibt ohnehin abzuwarten, ob Bundesliga-Heimspiele (so sie ab Sommer steigen) gegen Mainz, Hoffenheim, Stuttgart, Hannover oder Freiburg überhaupt größere Kapazitäten benötigen. Und vielleicht tritt ein Gewöhnungsprozess seitens der Fans ein, am dessen Ende die RB-Bosse feststellen: 44500 Zuschauer reichen uns in der Bundesliga völlig!

Übrigens tut sich in Sachen Parkhaus auf dem Stadionvorplatz herzlich wenig. Für einen Privat-Investor würde sich die 1200 Stellplätze fassende Bude nicht rechnen. Und die Stadt kann/will sich diesen Klotz nichts ans Bein binden.

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