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RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl steht in der Kabine Fans Rede und Antwort

Exklusive Fragestunde RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl steht in der Kabine Fans Rede und Antwort

Wo sonst die Kicker von RB Leipzig sitzen und ihre Trikots ein letztes Mal zurecht zupfen, stand am Dienstag Bullen-Trainer Ralph Hasenhüttl 24 Fans Rede und Antwort. Moderiert wurde die Fragestunde von LVZ-Chefreporter Guido Schäfer.

Blick in die RB-Kabine: LVZ-Chefreporter Guido Schäfer (l.) neben Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl

Quelle: LVZ/ Moye

Leipzig. Mein Publikum ist hier sonst etwas jünger – und mit Verlaub, auch etwas fitter“, frotzelte Ralph Hasenhüttl am Dienstagabend zur Begrüßung. Übel nahmen es ihm die LVZ-Leser, die einen Platz für den exklusiven Kabinentalk in der Red Bull-Arena ergattert hatten, nicht – zumal der Vergleich mit seinen Profis die letzte Spitze bleiben sollte.

Über die restliche Fragestunde hinweg sammelte der RB-Erfolgstrainer mit österreichischem Charme und Offenheit Sympathiepunkte bei den 24 neugierigen Fragestellern. „Er ist wie im Fernsehen: offen und ehrlich und nicht überheblich“, schwärmte Sabine Weyde, die mit ihrem Sohn Tim gekommen war.

Aber ist das immer so? „Wie gehen Sie mit ihren jungen Spielern um, wenn es mal nicht so läuft?“ Das interessierte die LVZ-Leser besonders. „Es gibt Kollegen, die bei einem schlechten Spiel in der Halbzeit Flaschen wegschießen und ausfällig werden. Zu denen gehöre ich nicht. Meinen Jungs versuche ich immer respektvoll gegenüber zu treten. Individuelle Kritik gebe ich persönlich an den jeweiligen Spieler weiter, statt ihn vor allen rund zu machen.“

Ein Leser wollte danach wissen: „Müssen wir uns Sorgen um die Abwehr machen?“ „Wer sich bis jetzt keine gemacht hat, muss das auch nicht mehr. Langsam können wir uns auf ein paar Rückkehrer freuen, die aktuell noch nicht fit sind“, beruhigte Hasenhüttl und bekam postwendend eine Reaktion von Guido Schäfer: „Als ich Fußballer war, gab es viele von den heutigen Verletzungen noch gar nicht – entweder das Knie war kaputt oder eben nicht.“ Der LVZ-Chefreporter moderierte den Kabinentalk und sorgte mit Anekdoten aus seiner Profizeit für einige Lacher.

Link: Ein 360-Grad-Blick in den Umkleideraum der RB-Spieler

Zudem entlockte er Hasenhüttl die Geschichte, wie RB-Sportdirektor Ralf Rangnick den früheren Trainer des FC Ingolstadt von einem Wechsel nach Leipzig überzeugte. „Ich hatte Erfolg mit dem FCI, habe mich wohlgefühlt. Aber Ralf ist nicht bekannt dafür, ein ,Nein’ einfach hinzunehmen. Meine damalige Mannschaft hat dann gegen Berlin ein ganz schwaches Spiel gemacht und ich bekam das Gefühl, mit ihr eine Grenze erreicht zu haben. Diesen Zeitpunkt hat Ralf erwischt und mich überzeugt.“

Ein Thema, das die Fans seit der Gründung des Clubs beschäftigt, sind die öffentlichen Anfeindungen gegen RB. Wie geht die Mannschaft damit um, wollte ein Leser wissen. Hasenhüttl stellte schnell klar, dass ihm diese Form der Kritik keine Kopfschmerzen bereitet. „Die Mannschaft schweißt das noch viel mehr zusammen, wobei es ist längst deutlich besser geworden ist. Immer mehr Menschen erkennen und respektieren unsere klare und nachhaltige Philosophie. Auch bundesweit steigt unsere Akzeptanz stetig “, sagte der Coach. Auch einen Einblick in sein Privatleben gewährte der RB-Trainer: „Wenn ich Entspannung brauche, finde ich die am besten beim Klavierspielen.“

Nur eine Frage ließ Hasenhüttl unbeantwortet – die zum künftigen RB-Stadion: „Es wurde für Weihnachten eine Entscheidung angekündigt. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit“, vertröstete er die Fragenden.

Vor dem Kabinentalk hatten die 24 Gewinner zunächst eine Führung durch das brandneue RB-Trainingszentrum am Cottaweg bekommen. RB-Pressesprecher Benjamin Ippoliti gewährte dabei Einblicke in die Trainingshalle, den eigenen Medienbereich sowie in die Fitnessräume der Jugendspieler und Profis. Besonderes Highlight: Mittelfeldspieler Naby Keita kam just in diesem Moment vom Training und nahm sich Zeit für Fotos mit den RB-Fans. Danach ging es mit dem Mannschaftsbus zum Kabinentalk in der Red-Bull-Arena.

Insgesamt 800 Leser hatten sich bei der LVZ für den Kabinentalk Beworben. Zwölf wurden ausgewählt und konnten jeweils noch eine Begleitung mitbringen.

Anton Zirk

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