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RB-Leipzig-Trainer Rangnick stürzt bei Flucht vor Bierdusche

Feiern mit Tränen und Konfetti RB-Leipzig-Trainer Rangnick stürzt bei Flucht vor Bierdusche

Beim Aufstieg vor zwei Jahren blieb Ralf Rangnick als Sportdirektor noch von der Bierdusche verschont – diesmal musste er als Trainer daran glauben.

RB-Trainer Ralf Rangnick auf der Flucht vor der Bierdusche.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das tat weh: Der 57-Jährige RB-Trainer Ralf Rangnick versuchte den großen Bier-Humpen von Davie Selke und Stefan Ilsanker zu entkommen, rutschte dabei aus und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Auch Minuten später hielt er sich noch die Rückseite des Oberschenkels. Die Bundesliga dürfte die Verletzung schnell vergessen machen. Doch der Aufstiegsmacher musste kurz darauf behandelt werden, konnte nicht mit seinem Team vor den Fans feiern.
 
Auch auf der Pressekonferenz war der Chefcoach noch nicht wieder fit – die erste Diagnose: eine Muskelverletzung. Sein Assistent Achim Beierlorzer durfte ihn vor den Medien vertreten und sagte: „Natürlich werden wir feiern. Vielleicht auch bis morgen. Wir sind alles sehr erlöst und erleichtert.“ RB-Chef Oliver Mintzlaff bescheinigte: „Ralf Rangnick wird schon bis zum Abend wieder fit sein. Er kann auch gut feiern und das wird er heute sicher machen.“ Noch auf der Behandlungsliege hatte er seinem Team für die nächsten zwei Tage frei gegeben.

RB Leipzig empfing am 8. Mai den Karlsruher SC. Auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz und RB-Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff wollten live dabei sein. Das Leipziger Stadion war ausverkauft.

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Seine Spieler spürten aber nach dem Abpfiff nur noch Freude und die Jubelgesänge der euphorisierten 42.559 Zuschauer: „Zweite Liga war so schön, Zeit für uns zu gehen“, klang es immer wieder von den Rängen. Das glitzernde Konfetti regnete auf den Rasen. Dominik Kaiser ergriff das Mikro: „Diesen Nachmittag werden wir nie vergessen. Vielen Dank an euch alle. Wir haben unser großes Ziel erreicht und ihr habt einen riesen Anteil daran“, schrie der Kapitän mit heiserer Stimme und forderte das Stadion zur Uffta auf.
 
Die Selfie-Kamera hielt die geschichtsträchtigen Bilder des Teams fest. Marvin Compper genoss den Moment mit seinem Kind auf dem Arm. Die Spieler trugen Shirts mit der Aufschrift „Wir sind Eins“. Torhüter Fabio Coltorti sagte nach seinem dritten Aufstieg in vier Jahren mit den Fans: „Ich werde den Tag heute einfach genießen. Bin jetzt nach vier Jahren wieder dort wo ich her gekommen bin, in der Ersten Liga. Jetzt ist erstmal Feiern angesagt.“

Abfiff, Aufstieg, Jubel: Mit Tränen und Konfetti feierte das ganze Stadion den entscheidenden Saisonsieg von RB Leipzig gegen den KSC. Und RB-Coach Rangnick flieht vor der obligatorischen Bier-Dusche. Foto: Christian Modla

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Die Feierlichkeiten hatten bereits nach dem 1:0 von Emil Forbserg begonnen und waren nach dem 2:0 von Marcel Halstenberg bereits erstklassig. Keinen Fan hielt es mehr auf seinem Platz. Selbst Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und seine Frau beteiligten sich an der La-Ola-Welle. Nach dem Abpfiff fiel der Druck wie ein großer Stein vor allem auch vom Trainerteam ab. Ralf Rangnick und seine zwei Assistenten Zsolt Löw und Achim Beierlorzer lagen sich lange in den Armen. "Wir haben uns einfach gegenseitig beieinander für die tolle Saison bedankt", verriet Beierlorzer. Es war auch die eine oder andere Träne zu sehen.

Nach dem bewältigten Aufstieg feiern Fans und Spieler gemeinsam auf Leipzigs Straßen. Mit dem Bus ging es vom Stadion zum Trainingsgelände im Cottaweg. (Bilder: Dirk Knofe)

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Nach fast einer halben Stunde Feierlichkeiten hielten die Spieler dann auch endlich ihre Frauen und Verwandten in den Armen. Es wird wohl noch ein langer und emotionaler Abend werden… Mit einem großen Bus und umgeben von tausen Fans auf der Straße ging es ab 19 Uhr vom Stadion über die Jahnallee zum Trainingszentrum am Cottaweg. In einer Leipziger Diskothek wird die Nacht für die Aufstiegshelden dann zum Tag.

Von Anne Grimm

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Leipzig, Am Sportforum
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