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RB Leipzig auf Bundesliga-Kurs: Das sind die fünf Gründe für den Erfolg

Nach 4:2 gegen Duisburg RB Leipzig auf Bundesliga-Kurs: Das sind die fünf Gründe für den Erfolg

RB Leipzig beendet die Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga auf Tabellenrang zwei, einem direkten Aufstiegsplatz. Die millionenschweren Investitionen zahlen sich aus. Die Gründe für den Erfolg sind vielschichtig - einer davon heißt Ralf Rangnick.

Emil Forsberg (links) und Nils Quaschner jubeln nach dem 4:2-Treffer gegen Duisburg.

Quelle: dpa

Leipzig. Im zweiten Anlauf scheint RasenBallsport Leipzig nicht zu stoppen zu sein: Mit dem 4:2-Sieg am Sonntag gegen Schlusslicht MSV Duisburg ist der Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz nach der Hälfte der Saison auf komfortable acht Punkte angewachsen. Das Ziel Fußball-Bundesliga rückt näher. „Wir sind auf Kurs“, sagt Ralf Rangnick, dessen Team einen Schnitt von 2,1 Punkten aufweist. Die Gründe für den Erfolg sind vielschichtig, ein entscheidender Faktor ist der 57-jährige Coach und Sportdirektor Rangnick selbst.

Trainer: Rangnicks Entscheidung, den Trainerposten in dieser Saison neben dem des Sportdirektors zusätzlich zu übernehmen, war gewagt, hat sich aber bewährt. Seine Personalie war für Neuzugänge wie Davie Selke oder Willi Orban entscheidend, um nach Leipzig zu kommen. Spieler wie Emil Forsberg, Lukas Klostermann oder Diego Demme haben unter seiner Leitung noch einmal einen Sprung nach vorn gemacht. „Er ist ein Toptrainer, ich habe großen Respekt vor seiner Arbeit“, sagte MSV-Coach Ilia Gruev am Sonntag nach der Niederlage bei RB.

Das wäre fast ins Auge gegangen: RB Leipzig hat sich mit einer Aufholjagd gegen den MSV Duisburg noch den Sieg geholt. Innerhalb der letzten fünf Minuten erzielten die Gastgeber drei Tore und machten ihren Fans doch noch ein Nikolausgeschenk. Fotos: Christian Modla

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Spielweise: Der Ball läuft nicht immer so schön wie gewünscht, dafür ist das Team erfolgreich. Stürmer Yussuf Poulsen sagt: „Wir haben auch dreckige Siege mitgenommen. Das ist ein großer Unterschied zur Vorsaison.“ Rangnicks schnelle, kompakte Spielweise mit hohem Gegenpressing hat sein Team noch nicht bis in die Haarspitzen verinnerlicht. „Wir wissen, dass bei unseren Leistung noch Platz nach oben ist“, sagt Innenverteidiger Orban. Das spiegelt sich in den knappen Ergebnissen wieder: Bei zehn Siegen gewann Leipzig siebenmal mit nur einem Tor Unterschied. Dafür ist die Abwehr um Torhüter Fabio Coltorti Basis des Erfolgs, kassierte mit 16 Gegentreffern weniger als ein Tor pro Spiel.

Investitionen und Kader: Die teuerste Neuverpflichtung namens Selke (acht Millionen Euro) zahlte sich mit sieben Treffern bereits aus. In der Defensive haben Orban sowie Marcel Halstenberg eingeschlagen und sind gesetzt. Aber auch die beiden von Red Bull Salzburg nach Leipzig gelotsten österreichischen Nationalspieler Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer überzeugen. Gegen Duisburg trafen mit Poulsen, Quaschner und Nukan zuletzt drei Akteure, die bisher eher einen schweren Stand hatten. Rangnick hebt die Ausgeglichenheit seines Kaders hervor. Vergleich vergangene Saison: Im Vorjahr stand die Mannschaft nach der Hinrunde mit 27 Zählern auf Rang sechs. Ein Jahr später sind es zum gleichen Zeitpunkt bereits 35 Punkte.

Die Moral in der Truppe stimmt: So wie beim 4:2 am Sonntag gegen den MSV Duisburg, als Leipzig innerhalb von fünf Minuten drei Tore erzielte und zwei Rückstände drehte. Doppeltorschütze Poulsen erklärt: „Das kommt auch durch Rangnick, weil er immer an uns glaubt.“ Zudem ist RB Leipzig das beste Auswärtsteam der Liga und hat in dieser Saison noch nicht auf fremden Plätzen verloren. In der vergangenen Spielzeit entführten die Sachsen aus der Ferne mickrige drei Siege.

Umfeld: Die Leipziger haben mit 29.300 Zuschauern pro Heimspiel den besten Zuschauerschnitt der Liga. Im Falle eines Aufstiegs könnte die Kapazität im Stadion von aktuell 43.000 Plätzen auf bis zu 57.000 erhöht werden. Mit der Fertigstellung des 35 Millionen Euro teuren neuen Trainingszentrums sind die Bedingungen für Profis und Nachwuchs bereits erstklassig.

Von Anne Grimm

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