Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig baut Siegesserie aus – Ralf Rangnick ist unzufrieden

2. Bundesliga RB Leipzig baut Siegesserie aus – Ralf Rangnick ist unzufrieden

Siegesserie ausgebaut, Platz zwei erobert und die Fans bestens unterhalten: RB Leipzig schwimmt auf einer Erfolgswelle. Trainer Ralf Rangnick dämpft die Euphorie und setzt nach dem Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf zur Kritik an.

Emil Forsberg feiert mit Maskottchen Bulli und den Fans seinen Geburtstag und den Sieg.

Quelle: Gepa

Leipzig. Ralf Rangnick ist ein Perfektionist. Seine Mannschaft hat am Freitagabend gerade den dritten Sieg in Folge geholt und bleibt im achten Spiel nacheinander ungeschlagen. Hinzu kommt ein Emil Forsberg in Topform, der von den Fans nicht nur zum Geburtstag ein Ständchen erhielt, sondern auch für seine Leistung gegen Fortuna Düsseldorf gefeiert wurde. Und was macht Rangnick? Er setzt nach dem Spiel zur Kritik an.

„Wir haben in der ersten halben Stunde nicht gut gespielt“, sagte der Trainer. Andere Übungsleiter wären froh über so eine Leistung. Nach 30 Minuten hatten die Statistiker schon vier Torgelegenheiten für die Gastgeber in ihren Notizbüchern notiert. Was Rangnick aber störte, waren nicht die vergebenen Chancen, sondern die Spielweise seines Teams.

RB Leipzig hat seine Serie ausgebaut und den dritten Sieg und das achte ungeschlagene Spiel in Folge eingefahren. Am Freitagabend (23.10.2015) gewannen die Gastgeber vor 24.095 Zuschauern in der Red-Bull-Arena gegen Fortuna Düsseldorf mit 2:1. Fotos: dpa

Zur Bildergalerie

RB Leipzig versuchte mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Diese Pässe stehen eigentlich bei den Roten Bullen auf dem Index. „Zu lange in der Luft, zu leicht ausrechenbar“, hatte Rangnick in der Vergangenheit immer wieder betont. Und auch gegen Düsseldorf brachte diese Variante keinen Erfolg. „Das waren untypische Mittel, die wir nicht auf dem Matchplan hatten“, sagte der Coach. Vier, fünf Bälle habe er beobachtet, die „longline“ gespielt wurden und dann im Toraus landeten. „Das kann einmal passieren, von mir aus auch zweimal. Spätestens der dritte, vierte oder fünfte Ball war einfach unnötig. Das muss man irgendwann auch mal selber merken“, kritisierte er seine Mannschaft.

Und auch Emil Forsberg bekam kein Extralob zum Geburtstag. „Ich habe ihn schon besser gesehen“, erklärte der Trainer. Dabei glänzte der Schwede mit seinem Tor kurz vor der Pause und Anspielen in der zweiten Halbzeit. Besonders vor dem 2:0 ließ er Fortunas Julian Koch nicht gut aussehen. Forsberg drehte im Mittelfeld eine Art Pirouette, schüttelte damit seinen Gegenspieler ab und zog sofort einen Sprint an. Anschließend hatte der 24-Jährige den entscheidenden Blick zu Marcel Sabitzer und spielte dem Österreicher genau im richtigen Augenblick den Ball in den Fuß. Das erkannte auch Rangnick an. „Was soll man sagen, wenn einer ein Tor vorbereitet und eines selbst schießt, dann sucht man das Haar in der Suppe“, meinte der Trainer schließlich. Und was sagte Forsberg zu seiner momentanen Situation? „Alles ist perfekt jetzt“, so der Nationalspieler.

Am Dienstag muss RB bei der SpVgg Unterhaching in der zweiten Runde des DFB-Pokals antreten. Was zählt, ist nur ein Sieg. In diesem Jahr wird auch noch das Achtelfinale ausgetragen, die Spieltermine sind der 15. und 16. Dezember. Mit einer großen Partiel gegen einen namhaften Gegner könnten die Roten Bullen ihren Fans ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk bereiten.

Ilsanker über Zwangspause sauer

In der 2. Bundesliga folgt dann am nächsten Wochenende das schwere Auswärtsspiel beim SV Sandhausen. Bitter für Stefan Ilsanker: Er muss nach seiner fünften gelben Karte zuschauen. Darüber war der Österreicher richtig sauer. Er hielt die Verwarnung für unberechtigt. „Ich habe gleich mit dem Schiedsrichter geredet und verstehe es nicht“, so Ilsanker. Für ihn stellte sich die Situation nach dem Anschlusstreffer in der 75. Minute so dar. „Wir haben Anstoß, ich nehme den Ball, der Gegner schlägt ihn mir mit der Faust aus der Hand und ich bekomme Gelb dafür“, beschreibt Ilsanker. Allerdings gab es auch ein kurzes Wortgefecht mit Düsseldorfs Mike van Duinen, der ebenfalls die gelbe Karte sah.

RB will sich jetzt auf dem Aufstiegsplatz einrichten. „Wir werden weiter hart arbeiten, wollen, dass es lange so anhält“, erklärte Sabitzer. Sein Kollege Diego Demme hatte gleich noch eine simple Erklärung für den derzeitigen Aufschwung der Mannschaft parat und musste anschließend selbst über seine Worte herzlich lachen: „Je eingespielter man ist, desto eingespielter ist man.“

Marvin Compper ordnete Platz zwei so ein: „Das entspricht der Wahrheit und unserem Leistungsstand“, meinte der Verteidiger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr