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RB Leipzig bei Union ist Duell der Gegensätze – „Erwarten keine freundliche Atmosphäre“

RB Leipzig bei Union ist Duell der Gegensätze – „Erwarten keine freundliche Atmosphäre“

Aufstrebender Aufsteiger gegen sieglose Sorgentruppe, Zweiter gegen Vorletzter, Kommerz gegen Tradition. Es ist nicht nur ein Ost-Duell zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin, sondern auch ein Aufeinandertreffen der Gegensätze.

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RB-Trainer Alexander Zorniger sieht sein Team für die Partie im Hexenkessel der Alten Försterei gewappnet.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nach den angekündigten Protesten der Union-Fans sagte RB-Trainer Alexander Zorniger: „Uns erwartet keine furchtbar freundliche Atmosphäre.“

Eigentlich ist dem 46-Jährigen aber die Lust vergangen, Woche für Woche die Anfeindungen von außen zu kommentieren. „Die sollen doch alle machen, was sie wollen.“ Seine Truppe habe sich bisher immer gut gegen jegliche Widerstände durchgesetzt. Das erwartet er auch am Sonntag in der Alten Försterei.

Die Brust wird immer breiter beim Aufsteiger. Seit saisonübergreifend 20 Punktspielen ist RB Leipzig ungeschlagen. Dabei spielen die Neuzugänge, mit Ausnahme von Rani Khedira, bisher kaum eine Rolle. „Dafür, dass viele in unserem Team die ersten Schritte in der zweiten Liga machen, ist es bisher super gelaufen für uns“, sagt Torhüter Benny Bellot. Der junge Keeper verspürt Vorfreude auf das Duell bei Union und hat großen Respekt vor deren Anhang: „Was der Verein mit den Fans auf die Beine gestellt hat, ist schon beachtlich.“ Damit meint er die gemeinsame Renovierung des Stadions in Berlin-Köpenick.  

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Benjamin Bellot kassierte im Tor von RB Leipzig bisher nur einen Gegentreffer in der 2. Bundesliga.

Quelle: Christian Modla

Bellot wird auch in der Hauptstadt den RB-Kasten hüten. Stammkeeper Fabio Coltorti steigt laut Zorniger erst am Montag wieder richtig ins Mannschaftstraining ein. Bis auf die Rückkehr des gelb-rot gesperrten Clemens Fandrich verändert sich der Kader im Vergleich zum 3:1-Erfolg gegen Braunschweig kaum. Joshua Kimmich und Yussuf Poulsen (Pferdekuss) sind zwar nicht 100 Prozent fit, werden aber spielen. Am ehesten aus dem Krankenlager in das Aufgebot zurückkehren könnte in der anstehenden englischen Woche noch der kroatische Nationalstürmer Ante Rebic.

Zorniger will sich allerdings nicht in die Karten schauen lassen, ob er wie gegen Braunschweig auf ein 4-3-3 oder auf das alt bewährte 4-3-1-2 setzt. Nur so viel: „Wenn ich mit zwei Stürmern spiele, ist Dominik Kaiser natürlich die erste Wahl hinter den Spitzen.“

Zieht man die Statistik zu Rate, dürfte gegen das Kellerkind am Sonntag nichts anbrennen. Das Team von Norbert Düwel erzielte in fünf Partien drei Treffer, ist mittlerweile seit zwölf Pflichtspielen ohne Sieg. Auch in der Fairness-Tabelle belegen die Berliner den letzten Platz. Die Unparteiischen verteilten an Union bereits 14 Karten und zwei Platzverweise. Hinzu kommt: Die Berliner haben bisher die schlechteste Laufleistung aller Teams. 545 Kilometer stehen 599 von RB Leipzig gegenüber – bester Wert der 2. Bundesliga.   

Trotz angekündigten Protesten und Abneigungs-Bekundungen ist die Partie gegen RB Leipzig bei den Berlinern heiß begehrt. Das Köpenicker Stadion ist schon seit fast einer Woche mit 21.717 Plätzen ausverkauft. Nur für den Leipziger Gästeblock gibt es noch 200 Restkarten ab 12 Uhr an der Tageskasse zu kaufen.

Anstoß ist am Sonntag 13.30 Uhr. LVZ-Online überträgt die Partie im Live-Ticker.

Anne Grimm

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