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RB Leipzig bereitet sich mit aggressivem Training auf MSV Duisburg vor

Pferdeküsse und Blutergüsse RB Leipzig bereitet sich mit aggressivem Training auf MSV Duisburg vor

Bei RB Leipzig wird im Training mit offenem Visier gespielt. Vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg ließ Coach Ralf Rangnick aggressiv üben. Die Folge: Sechs Profis meldeten sich mit Pferdeküssen und Blutgergüssen bei Physiotherapeut Alexander Sekora.

Will die nächsten drei Spiele gewinnen und freut sich auf die EM: Stefan Ilsanker.

Quelle: GEPA pictures

Leipzig. Bei RB Leipzig ging es im Training zuletzt ordentlich zur Sache. „Da war Feuer drin“, berichtete Trainer Ralf Rangnick am Freitag. Nach der fünften gelben Karte ist Kapitän Dominik Kaiser gesperrt und damit wird für das Spiel gegen den MSV Duisburg am Sonntag ein Platz frei. Die Bewerber stehen Schlange. Zsolt Kalmar, Massimo Bruno und Yussuf Poulsen sind die ersten Kandidaten.

Bei Rangnick zählen aber keine Namen, sondern die Leistungen in den Übungseinheiten. „Wir hatten dann am Donnerstag ein sehr aggressives Training“, bekannte der Coach. Physiotherapeut Alexander Sekora musste danach ordentlich zupacken. Sechs Spieler ließen sich bei ihm mit Pferdeküssen und Blutergüssen behandeln. Für Rangnick ist das kein Problem. „Ich rechne mit keinen Ausfällen gegen Duisburg“, erklärte er.

Rangnick erwartet eine deutliche Steigerung seiner Spieler. Die Punktausbeute stimmte nach den jüngsten Partien, die Art und Weise der Siege aber nicht. „Wir müssen wieder kompakter attackieren und positive Läufe und Sprints ansetzen und nicht nur darauf hoffen, dass Fabio Coltorti uns hinten die Punkte sichert“, forderte der Übungsleiter. Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker bringt es auf den Punkt: „Die letzten drei Partien in diesem Jahr wollen wir gewinnen.“ Die Roten Bullen würden dann eine Quote von 2,15 Punkten pro Partie aufbieten und dem Trainer das Weihnachtsfest versüßen. „Vielleicht schaue ich unter dem Baum mal auf die Tabelle. Wenn wir dann zwei Punkte pro Spiel geholt hätten, wäre es top“, so Rangnick.

Psychotricks bei Duisburg

Die Partie am Sonntag gegen den Tabellenletzten hat es zunächst einmal in sich. Duisburg schwimmt sich unter dem neuen Trainer Ilia Gruev Stück für Stück frei. Am vergangenen Wochenende besiegten die Zebras den SV Sandhausen mit 3:0. Zuvor holten sie gegen Tabellenführer Freiburg einen Punkt. „Die Mannschaft ist mit dem Team von vor drei Wochen nicht mehr zu vergleichen“, sagte Rangnick. Neues Selbstbewusstsein und Spiellaune mache den MSV jetzt aus. Deshalb erwartet der RB-Coach auch kein defensives Team, das an der eigenen Strafraumgrenze nur auf Konter lauert. „Gegen Düsseldorf standen sie mit ihrer Vierkette an der Mittellinie“, so der Trainer.

Gruev hatte mit seiner Mannschaft eine Art Wette abgeschlossen. Jeder Spieler musste eine Prognose abgeben, wie viele Punkte die Mannschaft noch bis Weihnachten holt. Als Motivation hängt das Papier jetzt in der Kabine.

Zu einer Rückkehr in die alte Heimat wird die Auswärtsreise der Duisburger für Kevin Scheidhauer und Matthias Kühne. Scheidhauer stammt aus der Jugend des 1. FC Lok und wechselte im Sommer aus Wolfsburg zu den Zebras. Kühne war ebenfalls im Nachwuchs der Probstheidaer aktiv und später auch beim FC Sachsen, bevor er über Elversberg sowie Babelsberg beim Zweitligisten landete. Sie dürfen sich erneut auf eine stattliche Kulisse freuen. Bis zum Freitagvormittag hatten die Roten Bullen 23.000 Tickets abgesetzt. Die Blöcke B und D sind ausverkauft. Eine Ticketaktion mit dem SC DHfK Leipzig soll zusätzliche Fans anlocken. Bei Vorlage einer Handballkarte vom Spiel gegen Wetzlar (Anwurf 17.15 Uhr) kostet der Eintritt fünf Euro weniger. Die Aktion gilt auch umgekehrt.

Nach dem Spiel sind die Gedanken von Stefan Ilsanker ganz bei der Nationalmannschaft von Österreich. In der nächsten Woche werden nämlich am Sonnabend die Vorrundengruppen für die Europameisterschaft ausgelost. Die Alpenrepublik könnte dann gegen Deutschland, Schweden (mit Emil Forsberg) und die Türkei (möglicherweise mit Atinc Nukan) spielen. Wunschgegener hat der 26-Jährige nicht. „Ich freue mich brutal, jede Auslosung ist für mich eine Traumauslosung. Die EM wird mein Karriere-Highlight“, so Ilsanker.

Von Matthias Roth

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