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RB Leipzig boykottiert Coca-Cola: Club fehlt auf 84 Millionen Sammeleditionen

Wegen Red Bull RB Leipzig boykottiert Coca-Cola: Club fehlt auf 84 Millionen Sammeleditionen

Zum Bundesliga-Start verkauft Coca-Cola wieder Sammeldosen und -flaschen mit Logos der Fußball-Erstligisten. Als einziger Verein fehlt RB Leipzig – stattdessen ist auf den Getränkebehältern eine Meisterschale abgebildet.

Werbung für die neue Coca-Cola-Sammeledition: RB Leipzig fehlt. als einziger der 18 Bundesliga-Clubs.
 

Quelle: Coca-Cola

Leipzig.  Mit Boykottaktionen kennt man sich in Leipzig gut aus. Immer wieder rufen Fans gegnerischer Teams zum Protest von Spielen bei RB auf, zuletzt die Ultras von Vizemeister Borussia Dortmund. Nun nimmt der Bundesliga-Aufsteiger – ausgerechnet bei einer PR-Aktion der Deutschen Fußball-Liga (DFL) – selbst die Verweigerungshaltung ein.

Pünktlich zum Saisonstart bringt Bundesliga-Sponsor Coca-Cola wieder Sammeldosen und -flaschen von allen Vereinen heraus. Insgesamt 84 Millionen Stück werden nach Unternehmensangaben produziert. In der ab 5. September erhältlichen Fanedition, die seit dieser Woche in Zeitungen groß beworben wird, fehlt von den 18 Clubs jedoch einer: RB Leipzig.

Meisterschale statt RB-Logo

Wie Coca-Cola am Donnerstag auf Anfrage von LVZ.de erklärte, sei auf den 35 Dosen, die in zwei Varianten mit Vereinslogos und Stadionbildern in den Regalen stehen, statt RB-Motiven eine Meisterschale zu sehen. Bei den Plastikflaschen, die in 187 verschiedenen Varianten alle Trikots der Bundesliga-Stammspieler zeigen, werde der Aufsteiger einfach weggelassen.

Zur Begründung teilte ein Coca-Cola-Sprecher mit: „Unser Fußball-Engagement richtet sich an alle Fans. Deshalb setzen wir auf Partnerschaften mit sämtlichen Bundesliga-Clubs. Bei RB Leipzig ist dies aufgrund des Engagements eines Wettbewerbers nicht möglich. Die 18. Dose zeigt deshalb das Bild der Meisterschale.“

RB verweist auf Exklusiv-Sponsoring durch Red Bull

Die Entscheidung darüber fällten die Clubchefs in Leipzig selbst. Der Verein könne die Aktion des Getränkekonkurrenten nicht mit dem österreichischen Energydrink-Hersteller vereinbaren, der hinter RB steht, heißt es. „Red Bull ist Hauptsponsor von RB Leipzig und genießt daher Exklusivität in diesem Segment“, teilte RB auf Twitter mit. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen, ließ Sprecher Benjamin Ippoliti wissen.

„Wir akzeptieren das natürlich. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass es so etwas schon mal gab“, so der Coca-Cola-Sprecher. Der US-Getränkeriese aus Atlanta, einer der Hauptkonkurrenten von Red Bull, sponsert die Bundesliga bereits seit der Gründung im Jahr 1963, ist seit 1981 auch Partner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Häme und Spott im Netz

Die Rasenballer, die ihr Vereinswappen erst 2014 wegen zu starker Ähnlichkeit mit dem Red-Bull-Logo ändern mussten, sehen sich wegen ihrer Verweigerungshaltung ebenso wie Coca-Cola nun Häme und Spott im Netz ausgesetzt. Von manchen Fans erntete der Verein aber auch Verständnis. „Jetzt gibt’s bald Bundesligadosen von Red Bull... ratet mal, welche 17 Klubs fehlen“, postete ein Fan bei Facebook. Ein anderer schrieb: „Zum Glück unterscheidet sich ja Coca-Cola erheblich von Red Bull. Die haben wenigsten keinen Fußballclub oder ähnliches gekauft, sondern nur den Weihnachtsmann...“

Von Robert Nößler

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