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RB Leipzig erhofft sich von Trainer Rangnick „Signalwirkung“

Personalien RB Leipzig erhofft sich von Trainer Rangnick „Signalwirkung“

Die Trainersuche bei RB Leipzig ist beendet. Ralf Rangnick übernimmt: „Es ist in dieser Situation für uns alle die sinnvollste Lösung“, sagte der 56-Jährige. Co-Trainer wird Achim Beierlorzer. Außerdem kommt der Kapitän vom FCK.

Ralf Rangnick stellte sich in einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz am Freitag den Fragen der Journalisten zu seiner neuen Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor.

Quelle: dpa

Leipzig. Etwas überraschend kam die Nachricht in der Nacht zum Freitag schon: Ralf Rangnick übernimmt für eine Saison das Amt des Trainers bei RB Leipzig. „Es ist in dieser Situation für uns alle die sinnvollste Lösung. Wir haben dadurch die Möglichkeit, den ein oder anderen Spieler mehr für uns zu begeistern. Außerdem hat meine Erfahrung eine Rolle bei der Entscheidung gespielt“, sagte der 56-Jährige zu den Beweggründen. Der erste Coup gelang den Sachsen bereits mit der Verpflichtung von Kaiserslauterns Kapitän Willi Orban.

Rangnick fungiert auch weiter als Sportdirektor beim Fußball-Zweitligisten, wie er am Freitag bei einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz erklärte. Allerdings wolle er in dieser Funktion einige Aufgaben zunächst abgeben. Die Doppelrolle ist ihm bereits aus seiner Zeit beim SSV Ulm, der TSG Hoffenheim und Hannover 96 vertraut. Langfristig geplant sei der Schritt aber nicht gewesen. Vor drei Wochen hatte der Fußballprofessor noch kategorisch ausgeschlossen, sich wieder auf die Bank zu setzen.

„Wunschlösungen nicht bekommen“

Was ist seitdem passiert? „Klar hat die Entscheidung auch damit zu tun, dass wir unsere Wunschlösungen nicht bekommen haben“, gab Rangnick zu. Einige Trainer hätten nicht in die 2. Bundesliga kommen wollen, andere nicht von ihren Vereinen weg gewollt. Bis auf Thomas Tuchel nannte er keine konkreten Namen. „Wir sind nicht bereit gewesen, Kompromisse einzugehen. Deshalb ist das jetzt die 1a-Lösung“, sagte der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff. Auch Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz „hat gestrahlt, als er davon gehört hat“, meinte der neue Trainer, dessen Entscheidung für den Posten erst am Mittwoch gefallen sei.

Zwei Assistenten für Rangnick

Für Mintzlaff ist Rangnick der „sportliche Mastermind“ und so wertvoll, dass er unbedingt den bis 2016 datierten Vertrag mit ihm verlängern will. Das soll möglichst noch vor dem Trainingsstart am 15. Juni geschehen. Bis dahin soll auch der Großteil des Kaders stehen. Den dritten Neuzugang vermeldete RB bereits am Freitag: Innenverteidiger Willi Orban (22) wechselt von Kaiserslautern nach Leipzig. Der Kapitän der Roten Teufel kostet zwei Millionen Euro Ablöse und erhält einen Vierjahres-Vertrag. Der U21-Nationalspieler hat sich laut Rangnick für den Verein entschieden, weil er künftig Chefcoach ist. „Durch Ralf als Trainer erhoffen wir uns eine Signalwirkung für die Verpflichtung neuer Spieler“, meinte Mintzlaff.

Als Trainer wird er sich zwei Assistenten an seine Seite holen, einer davon ist der bisherige Interimscoach Achim Beierlorzer. Dass er sich zudem für den bisherigen Co-Trainer Tamas Bodog entscheidet, ist eher unwahrscheinlich. Noch wurde über diese Personalie nicht entschieden.

Umbruch nicht nur im Kader

Im Trainerstab dreht sich das Personal-Karussell auch auf anderen Positionen: Nicklas Dietrich (32) kommt vom Bundesligisten Hoffenheim und ersetzt Tim Lobinger als Athletiktrainer, der sich künftig um die Fitness der U23 kümmert. Zudem wird Frederik Gößling neuer Torwarttrainer. RB-Urgestein Perry Bräutigam rückt auf die Position des Torwart-Koordinators. „Ich möchte, dass einmal einer wie Manuel Neuer aus unseren eigenen Reihen kommt. Perry traue ich zu, dass er genau so einen für uns findet“, meinte Rangnick. Mintzlaff erklärte zu den vielen Veränderungen: „Wir sind auch ein Unternehmen und schauen immer, wo wir uns verbessern können.“

Negative Gedanken darüber, was passieren könnte wenn Rangnick in seiner Doppelrolle scheitert, scheint es nicht zu geben. Vielmehr meint der 56-Jährige mit Blick in die Zukunft: „Ich habe ein Bild davon im Kopf, was in dieser Stadt passiert, wenn RB wirklich eines Tages aufsteigt.“ Dann würde Rangnick wohl auch wieder die Trainerbank verlassen, denn er sagte: „Ich bin immer noch der Überzeugung, dass es langfristig besser wäre, wenn ich Sportdirektor bin.“

Anne Grimm

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Ralf Rangnick wird Trainer bei RB Leipzig

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