Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig erwartet Run auf Dauerkarten – Sperre für neue Fanclub-Mitglieder

Trotz Preiserhöhung RB Leipzig erwartet Run auf Dauerkarten – Sperre für neue Fanclub-Mitglieder

Montag beginnt bei RB Leipzig der Dauerkarten-Vorverkauf für Fanclub-Mitglieder. Der Verein rechnet mit einem Ansturm auf die Tickets für die erste Bundesliga-Saison. Für Diskussionen sorgt, dass neue OFC-Mitglieder vorerst keine vergünstigten Karten bekommen.

Für die Fanclub-Mitglider von RB Leipzig beginnt am Montag der Dauerkarten-Vorverkauf.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  RB Leipzig stellt sich auf eine große Nachfrage nach den Dauerkarten für die Premierensaison in der 1. Bundesliga ein. Der Verein rechnet damit, dass die 18.000 zur Verfügung stehenden Saisontickets für die Red-Bull-Arena in kurzer Zeit ausverkauft sein werden. „Es ist ein riesiges überregionales Interesse da. Das merken wir bereits bei den Anfragen, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben“, sagte Ulrich Wolter, der als Vorstand und Director Operations unter anderem für das Ticketing verantwortlich ist, am Freitag gegenüber LVZ.de. Die Fanszene strahle mittlerweile in einem Radius von gut 100 Kilometern aus, auch nach Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin.

Am Montag beginnt im Internet der vergünstigte Dauerkarten-Vorverkauf für die Mitglieder der 26 offiziellen Fanclubs (OFC) sowie Fördermitglieder. Die 3500 registrierten Anhänger dürfen in der ersten Verkaufsphase neben ihrem eigenen Ticket noch zwei weitere Dauerkarten zum regulären Preis erwerben. Ab Donnerstag können dann die insgesamt 12.500 Dauerkartenbesitzer der Vorsaison ihr Ticket verlängern und bis zu drei weitere kaufen. Erst am 17. Juni startet der freie Verkauf. Hier stehen die Chancen, in den beiden günstigsten Kategorien noch ein Ticket zu bekommen, jedoch schlecht. In den Hintertor-Sektoren B und D sei die Nachfrage so hoch, dass es inzwischen eine Warteliste „im hohen dreistelligen Bereich“ gebe, so Wolter.

 18000 der knapp 43000 Plätze in der Red-Bull-Arena werden an Dauerkarten-Inhaber verkauft

18.000 der knapp 43.000 Plätze in der Red-Bull-Arena werden an Dauerkarten-Inhaber verkauft.

Quelle: dpa

Neue Fans erhalten vorerst keine vergünstigten Tickets

Für Ärger unter einigen Anhängern sorgte eine von RB eingeführte Regelung für neue OFC-Mitglieder. Wer sich erst nach dem letzten Zweitliga-Heimspiel am 8. Mai einem Fanclub anschloss, profitiert in der nun kommenden Saison nicht von den Vergünstigungen und dem Vorkaufsrecht beim Ticketkauf. Da RB die Dauerkartenpreise zur neuen Spielzeit teilweise mehr als verdoppelte, gab es an dieser Maßnahme auch Kritik. Neu hinzugekommene Anhänger hätten das Nachsehen, hieß es in Fanforen. Für OFC-Mitglieder sind die Tickets je nach Kategorie zwischen 30 und 80 Euro billiger.

„Das Thema wurde kontrovers diskutiert“, bestätigt Oskar Gotter, Betreiber der Community-Webseite RB-Fans.de. „Denn die Preiserhöhungen sind teilweise schon enorm, vor allem im Sektor D, der als Familien-Fanblock etabliert werden sollte“, erklärt Gotter. Eine Analyse von RB-Fans.de hat ergeben: In Relation zur Kaufkraft in der Region kassiert RB Leipzig in seiner Premierensaison die teuersten Dauerkartenpreise aller Bundesliga-Clubs. In der abgelaufenen Saison hatte RB noch die günstigen Tickets der 2. Liga. Bei den absoluten Dauerkarten-Preisen liegt der Verein im Mittelfeld der 18 Teams.

Wolter: „Wollen treue Fans belohnen“

Wolter findet: „Die Preise sind absolut fair.“ Dauerkartenbesitzer würden je nach Kategorie zwischen 11 und 43 Euro pro Spiel zahlen. „Im Vergleich zum normalen Verkaufspreis sparen sie sich bis zu sechs Spiele“, hebt er die Vorzüge hervor. Den Registrierungsstopp begründet er gegenüber LVZ.de als Bonus für die treuen Fans. „Wir wollen diejenigen für ihr Engagement belohnen, die mit uns durch Dick und Dünn auf dem Weg durch die vierte, dritte und zweite Liga gegangen sind“, sagt Wolter. 

Zwischen 180 und 740 Euro für Vollzahler: Die Karten für die Dauerkarten bei RB Leipzig liegen im Bundesliga-Mittelfeld.

Quelle: RB Leipzig

Bei den alteingesessenen Fans sei die Maßnahme, die auch vor der letzten Zweiligasaison schon angewendet wurde, auf Zustimmung gestoßen, berichtet Community-Manager Gotter. „Es wird verhindert, dass Mitglieder beitreten, die nur von den Vergünstigungen profitieren wollen, aber nicht zum aktiven Fanclubleben beitragen.“

Dauerkarten-Aufstockung nicht ausgeschlossen

Dass die Roten Bullen mit den Ticketeinnahmen „auch Geld verdienen müssen“, steht für Wolter außer Frage. Bei der Preisgestaltung habe der Verein die Anhänger mit einbezogen, erzählt er. „Wir haben uns mit 60 Fanvertretern getroffen und ihnen das Konzept vorgestellt. Dabei wurden auch noch Vorschläge mit aufgenommen, wie die Extra-Ermäßigung für 7- bis 14-Jährige“, betont Wolter.

Die Dauerkarte, die im Scheckkarten-Format ausgegeben wird, ist übertragbar. Sollten diese innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sein, schließt Wolter eine Aufstockung über 18.000 hinaus nicht aus. „Darüber würden wir zeitnah entscheiden“, so der RB-Vorstand.

Von Robert Nößler

Red-Bull-Arena Leipzig 51.346323 12.348128
Red-Bull-Arena Leipzig
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr