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RB Leipzig geht mit Selbstvertrauen ins Spiel gegen Fürth

Rasenballer mit Bleifuß RB Leipzig geht mit Selbstvertrauen ins Spiel gegen Fürth

Ohne Personalsorgen und mit Selbstvertrauen geht Rasenballsport Leipzig sein erstes Montagsspiel der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Bis auf die Langzeitverletzten Compper und Boyd sowie den gesperrten Torhüter Gulacsi hat Trainer Rangnick alle Mann an Bord. Nach der Pressekonferenz am Freitag ging es für die Spieler zum Fahrsicherheitstraining.

Torhüter Fabio Coltorti (l.) und Trainer Ralf Rangnick bei der RB-Pressekonferenz.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Knick in der Optik - oder ist er es wirklich? Der drahtige Herr, der auf einer schwarzen Vespa vorm Hotel Steigenberger Gas gibt, sieht aus wie Ralf Rangnick. Auch die Vespa-Taille weist auf den RB-Coach hin. Ja, der 57-Jährige hat sich Freitagfrüh seinen 125ccm-Roller aus Backnang bringen lassen. Rangnick fährt Roller. Ökonomisch und auch sonst allerliebst.

Wenn es weiter als um die Ecke geht und/oder kühler wird, steigt der Mann um auf Porsche. Dienstwagen gehören zu den Annehmlichkeiten der Fußballszene. VW und Porsche stellen bei RB den Fuhrpark, sind im Stadion präsent, geben in der Nachwuchsförderung Gas. Ein Geben und Nehmen: Die Pressekonferenz rund ums Fürth-Gastspiel (Montag, 20.15 Uhr) steigt im Porsche-Zentrum. RB will dem 1:0 in Frankfurt überraschender Weise einen weiteren Sieg folgen lassen. Bis zum Freitag waren bereits rund 20.000 Eintrittskarten für die Partie verkauft. Rangnick warnt vorm Gegner, findet Musik/Lautstärke in der RB-Kabine gewöhnungsbedürftig (das Gegenteil vom Holzmichl) und hinterlässt im klimatisierten P-Turm auch noch diese Botschaft für die Ewigkeit: "Immer dann, wenn wir kein Tor bekommen, reicht eins, um zu gewinnen."

Von der Pressekonferenz zur Testfahrt: Die Zweitliga-Fußballer von RB Leipzig stiegen am Freitag auf der Teststrecke von Porsche in die PS-Boliden - für die Kicker ein unterhaltsamer Abend zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Fotos: Christian Modla

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„Wir freuen uns riesig auf den Heimauftakt am Montag und wollen an den Erfolg in Frankfurt anknüpfen“, sagt Torhüter Fabio Coltorti. Greuther Fürth hatte zum Saisonauftakt mit 1:0 gegen den spielstarken Karlsruher SC gewonnen. Daher warnt Rangnick vor den Franken. „Fürth ist eine aktive Mannschaft, die eher agiert als zu nur zu reagieren und fußballerisch richtig stark ist“, erklärt der Trainer und Sportdirektor des Aufstiegsaspiranten und fügte an: „Speziell im offensiven Mittelfeld sind die Fürther richtig gut aufgestellt. Uns erwartet ein spannendes Spiel.“

Nach der Pressekonferenz geht es zum Fahrsicherheitstraining auf die Piste. Davie Selke und Rani Khedira haben keine Lust auf Volkswagen, steigen in einen 911er. VW und Porsche kooperieren seit 2014 mit RB. Eine heiß diskutierte Eheschließung. Noch ist es "nur" geldwerter Vorteil und ideeller Honig, den der Club saugt. Das soll sich ändern. Die Einnahmenseite hinkt der Ausgabenseite hinterher. Wenn der Club international spielt, greift Financial Fairplay und beschränkt die Alimentierung von Investoren. RB muss unabhängiger vom reichen Onkel Mateschitz werden.

Hinter den Kulissen wird an einer eigenständigen Zukunft gewerkelt. Mit Premium-Partnern, die nicht auf den Namen Red Bull hören. Der von RB-Präsident Oliver Mintzlaff eingetütete Deal mit dem Sportartikler Nike kann diesbezüglich als Fanal betrachtet werden. Sportwettenanbieter Tipico ist unlängst auf den noch langsam fahrenden Zug aufgesprungen. Lok-Führer Mintzlaff und sein wachsendes Team an Fahrkartenverkäufern sind in der Spur.

Transfererlöse stehen bei den Roten Bullen keineswegs auf dem Index. Rangnick betont, dass seine Transfers im Idealfall einen sportlichen und finanziellen Mehrwert nach sich ziehen. Einstweilen ist der Club noch in der Lage, ein 15-Millionen-Euro-Angebot für Yussuf Poulsen (aus England) abzulehnen. RB will sich attraktiv machen für attraktive Partner. Und richtig sexy wird es erst in der Bundesliga. Mit Poulsen und einem Team, das durchstartet und auch werbliche Fantasien beflügelt.

Übrigens: Nach der letzten Pressekonferenz im P-Zentrum setzte es eine 0:4-Heimpleite gegen Sandhausen.

(mit dpa)

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