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RB Leipzig orientiert sich vor dem BVB-Spiel an Monaco und Madrid

Bundesliga-Spitzenspiel in Dortmund RB Leipzig orientiert sich vor dem BVB-Spiel an Monaco und Madrid

Die mehr als zwei Jahre anhaltende Heimserie der Borussia wirkt beängstigend. Aber Trainer Ralph Hasenhüttl glaubt daran, dass die Dortmunder auch in der Bundesliga im eigenen Stadion schlagbar sind.

Naby Keita von RB Leipzig im Spiel gegen Dortmund (Archivbild)

Quelle: Gepa

Leipzig. Eine inzwischen ungewohnte Rolle für RB Leipzig: Beim Pokalsieger und Tabellenführer Borussia Dortmund ist der Vizemeister am Samstag in dieser Bundesligasaison erstmals Außenseiter. Denn die Schwarz-Gelben weisen eine beeindruckende Heimbilanz auf. Seit 41 Partien ist der BVB im deutschen Fußball-Oberhaus vor den eigenen Fans ungeschlagen. RB-Coach Ralph Hasenhüttl meint aber: „Jede Mannschaft hat Schwachstellen, wenn man es schafft, sie aufzuzeigen.“

In der Bundesliga gelang es in dieser Saison noch keinem Team, den BVB unter dem neuen Coach Peter Bosz zu bezwingen. Mit 19 Punkten und einem beachtlichen Torverhältnis von 21:2 Treffern thront Dortmund ganz oben, mit fünf Zählern Vorsprung auf den Meister aus München. In der Außenseiterrolle fühlt sich RB Leipzig vor dem Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) recht wohl: „Wir haben nichts zu verlieren, weil kein Mensch erwartet, dass wir nach Dortmund fahren und gewinnen. Deswegen ist es eine wunderschöne Ausgangssituation für uns“, sagt Hasenhüttl.

Keitas besondere Rolle

Der 50-Jährige rechnet sich aber auch beim Spitzenreiter Chancen aus: „Man muss den Jungs vermitteln, dass wir gegen keinen Gegner spielen, der unschlagbar ist. International hat man gesehen, dass man diese Mannschaft zu Hause auch bezwingen kann.“ Deshalb hat Hasenhüttl samt Trainerteam in der Vorbereitung auch die Siege von Monaco sowie Madrid gegen den BVB in der Königsklasse als Anschauungsmaterial herangezogen. Vielleicht wird er seinen Kickern zur Motivation noch einmal Bilder dieser Partien zeigen.

Nach drei Spielen Rotsperre darf Naby Keita wieder im Mittelfeld von RB Leipzig wirbeln und ist für den Coach ein extrem wichtiger Faktor: „Ich kann mich an das letzte Spiel in Dortmund erinnern, da war er mit Abstand unser bester Mann. Naby hat teilweise gegen drei Mann spielen müssen, weil die alle auf ihn aufgepasst haben. Wenn das morgen wieder der Fall ist, dass er viel Aufmerksamkeit erfährt, haben wir vielleicht neben ihm viel Platz und können den nutzen.“ Zudem dürfte dem Guineer der 1:0-Erfolg im Hinspiel vergangene Saison im Gedächtnis geblieben sein, als er mit seinem späten Treffer für den ersten Bundesligasieg in der Leipziger Vereinsgeschichte sorgte.

Klostermann und Ilsanker wackeln

Ein paar Fragezeichen gibt es noch in der Startelf der Gäste. Denn nicht alle Nationalspieler sind heil von den Länderspielen zurückgekommen. Stefan Ilsanker hat bis zum Freitag wegen seines gebrochenen kleinen Zehs nicht trainiert. „Aber wer Ilse kennt weiß, dass er Schmerzen ganz gut verträgt. Es kann also sein, dass er mitfährt“, meint Hasenhüttl. Nicht ganz so positiv sieht der RB-Coach die Situation bei Verteidiger Lukas Klostermann, der sich mit Oberschenkelproblemen herumplagt. Möglich ist auch, das Bruma im Signal-Iduna-Park für Emil Forsberg beginnt. Der Schwede kam erst am Mittwoch vom Nationalteam zurück und hat zwei intensive Begegnungen in den Knochen.

Trotz der erneut angekündigten Proteste der BVB-Fans und den Vorfällen mit verletzten Polizisten sowie RB-Fans im Februar, sagt Hasenhüttl: „Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl dahin, weil ich weiß, dass alles dafür getan wird, dass wir und unsere Fans sicher ins Stadion kommen.“ Sein Trainerkollege Peter Bosz meint: „Ich hoffe wirklich, dass morgen alles friedlich ist und wir uns auf den Fußball konzentrieren können.“

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