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RB Leipzig reist angeschlagen nach Hoffenheim: Klostermann und Keita fehlen

Bundesligapremiere RB Leipzig reist angeschlagen nach Hoffenheim: Klostermann und Keita fehlen

Das historische erste Bundesligaspiel steht vor der Tür: Doch Aufsteiger RB Leipzig kann in Hoffenheim nicht in Bestbesetzung antreten. Dafür sind alle drei Akteure mit TSG-Vergangenheit wieder fit.

RB Leipzig-Trainer Hasenhüttl und die Neuzugänge beim Trainingsauftakt im Juli. Keita wird gegen Hoffenheim fehlen.

Quelle: dpa

Leipzig. Sieben Jahre hat RB Leipzig auf die erste Bundesligapartie der Vereinsgeschichte hingearbeitet, am Sonntag (17.30 Uhr) ist es so weit. Ausgerechnet bei der TSG Hoffenheim, einem Club, den viele Fußballfans vor dem Aufstieg der Leipziger ins Oberhaus wegen seines Mäzens Dietmar Hopp als Feindbild Nummer eins sahen. Verantwortlich für die Ankunft beider Vereine im Oberhaus ist ein und dieselbe Person – Ralf Rangnick.

Der RB-Sportdirektor wollte sich vor dem heißen Duell nicht zu seiner Hoffenheimer Vergangenheit äußern. Eine knappe Woche vor Transferschluss hat der 58-Jährige noch allerhand zu tun. Schließlich lässt die erhoffte Verstärkung in der Verteidigung weiter auf sich warten. „Wir werden aber nicht unruhig und treiben die Sache aktiv voran“, versicherte Trainer Ralph Hasenhüttl.  

Dafür erinnert sich Marvin Compper, der nach muskulären Problemen wieder fit ist und auf einen Einsatz in der Startelf hofft, gern an seine erste Bundesligasaison mit Hoffenheim zurück, als der Aufsteiger überraschend Herbstmeister wurde. „Da hatten wir ein ähnlich junges Team und sind auf einer Welle geschwommen“, macht der inzwischen 31-jährige Routinier Parallelen aus.   

Coach Hasenhüttl muss vor seiner Bundesligapremiere mit RB Leipzig gezwungenermaßen einige Veränderungen vornehmen. Lukas Klostermann wird bis zum Sonntag nicht wieder fit. „Es ist bitter für ihn und für uns, aber die Belastung bei Olympia war vielleicht doch etwas viel.“ Auch Königstransfer Naby Keita plagen nach seiner Mittelfußprellung beim Pokalderby in Dresden zu viele Schmerzen. Immerhin kehrt Kapitän Dominik Kaiser pünktlich zum Auftakt nach einer Sehnenverletzung gegen seinen Ex-Verein zurück. Auch der dritte im Bunde mit Hoffenheimer Vergangenheit ist heiß auf einen Einsatz – Olympionik Davie Selke wird laut Hasenhüttl mindestens im Kader stehen.

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Duell der Systeme

In Hoffenheim trifft mit dem 29-jährigen Julian Nagelsmann  der jüngste Erstligatrainer aller Zeiten auf die jüngste Bundesligamannschaft, im Schnitt ist RB 23,7 Jahre alt. „Leipzig möchte und wird nach vorne spielen und die TSG früh unter Druck setzen. Dann wird es zum Duell der Systeme“, sagt der TSG-Coach voraus. Ähnliches hat Hoffenheim auch vor. Entscheidend wird sein, wer dem anderen sein Spiel überstülpen kann, oder ob es ein offener Schlagabtausch wird.

Hasenhüttl sieht die TSG in der Breite sehr gut aufgestellt und traut dem Kontrahenten mehr zu als in der vergangenen Saison. Nach dem Abgang seines besten Stürmers Kevin Volland zu Bayer Leverkusen legte der Club in der Offensive allerdings ordentlich nach und verpflichtete die Darmstädter Kante Sandro Wagner sowie den kroatischen Angreifer Andrej Kramaric vom englischen Meister Leicester City. Die Frage ist, wie gut die insgesamt neun Neuzugänge im Hoffenheimer Spiel bereits integriert sind und ob Leipzig aus seiner Eingespieltheit des Vorjahres Profit schlagen kann? „Wir müssen das in einen Vorteil für uns umbiegen“, sagt Compper. 

Zumindest spricht die Statistik dafür, dass der Aufsteiger am Sonntag wenigstens einen Punkt ergattert. RB hat noch nie ein Auftaktspiel in der Liga verloren. Die Hoffenheimer konnten seit Dezember 2014 keine Sonntagspartie in der Bundesliga mehr für sich entscheiden. Hasenhüttl sagt nach dem Aus im DFB-Pokal: „Wir wollen auch etwas zurecht rücken.“ Dafür soll seine Mannschaft vor allem nicht den Kopf verlieren, sowie es in Dresden zu Beginn der zweiten Halbzeit der Fall war – der Ausgang ist bekannt.

 Von Anne Grimm

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Hoffenheim
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