Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig über friedlichen Pokal-Verlauf erleichtert – Eklat um Rindskopf

Mintzlaff: "Lassen uns nicht verbiegen" RB Leipzig über friedlichen Pokal-Verlauf erleichtert – Eklat um Rindskopf

RB-Vorstand Oliver Mintzlaff äußerte sich erleichtert, dass die brisante Pokal-Partie bei Dynamo Dresden weitgehend friedlich über die Bühne ging. Für einen Eklat im Nachhinein sorgten am Sonntag allerdings Fotos von einem abgetrennten Rindskopf am Dynamo-Fanblock.

Dominik Kaiser nach seinem vergebenen Elfmeter / RB-Vorstandchef Oliver Mintzlaff.

Quelle: dpa / Christian Modla

Leipzig/Dresden. Der Vorstandschef des Fußball-Bundesliga-Aufsteigers RasenBallsport Leipzig, Oliver Mintzlaff, hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass die brisante Pokal-Partie bei Dynamo Dresden ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist. „Ich bin froh, dass alle Fans vernünftig an- und abreisen konnten. Dafür wurde ein großer Aufwand von beiden Vereinen und vor allem von der Polizei betrieben. Ich bin froh, dass nichts passiert ist, aber so sollte es ja auch Normalität sein“, erklärte Mintzlaff am Sonntag.

Im Vorfeld der Partie hatte es von Dresdner Seite Sicherheitsvorschläge gegeben, die RB so nicht akzeptieren wollte. „Es kann nicht im Sinne des Fußballs sein, dass eine Mannschaft nicht mit dem eigenen Bus anreisen soll oder ihre sportliche Vorbereitung nicht so durchführen kann, wie es notwendig ist. Deshalb sind wir auf die Sicherheitsvorschläge von Herrn Minge und Herrn Born nicht eingegangen“, bemerkte Mintzlaff. Die Probleme, die andere Vereine mit ihren vereinzelten Fan-Gruppierungen hätten, ließe man nicht auf RB übertragen. „RB Leipzig lässt sich nicht verbiegen und geht den Weg unbeirrt weiter“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

RB-Vorstand: Müssen Lehren aus Niederlage ziehen

Mintzlaff äußerte sich abermals zu Vorurteilen und Klischees, die vor der Partie wieder aufgekommen waren. „Wir werfen nicht mit Geld um uns, haben eine Gehaltsobergrenze. Die Anfeindungen uns gegenüber nehmen weiter ab und betreffen eine kleine Anzahl an Fangruppierungen“, sagte er.

RB hatte die Partie in Dresden mit 4:5 im Elfmeterschießen verloren. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 (2:0) gestanden. „Die Niederlage in Dresden tut weh, sehr weh sogar. Aber wir haben den jüngsten Bundesliga-Kader und da wird es weitere schmerzliche Erfahrungen geben. Wir müssen damit umgehen und nicht alles infrage stellen, sondern die Lehren daraus ziehen“, sagte Mintzlaff.

Abgetrennter Rinderkopf – RB-Fan zündet Nebeltopf

Während der Partie am Samstag gab es aber offenbar auch einen handfesten Eklat - der nicht im Polizeibericht erwähnt ist und erst am Sonntag bekannt wurde. Im Netz tauchten Fotos auf, die einen abgetrennten Rinderschädel vor dem Fanblock der Dynamo-Anhänger zeigen. Vermutlich handelte es sich dabei um eine Protestaktion gegen RB, die sich selbst auch die „Roten Bullen“ nennen. Bisher ist unklar, wie der Tierkadaver überhaupt ins Stadion gelangen konnte und warum er bisher nicht erwähnt wurde.

Darüber hinaus blieb es weitgehend ruhig beim Spiel der gegensätzlichen Fußballwelten. Wie die Polizei mitteilte, wurden im Vorfeld insgesamt 28 Personen mit T-Shirts festgestellt, die mit gegen die Sicherheitsbehörden gerichteten Parolen bedruckt waren. Die Beamten nahmen deshalb Personalien auf und leiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Bei der Anreise zündete ein 15-jähriger Anhänger von RB einen Nebeltopf am Dresdner Hauptbahnhof. Dadurch wurden vier Bundespolizisten leicht verletzt. Während der Partie wurden zudem mehrfach Becher auf das Spielfeld geworden. Zwei Werfer wurden von der Polizei identifiziert, ein 22-jähriger und ein 25-jähriger Dresdner.

LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr