Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig und Benjamin Bellot: Ende der Beziehung steht bevor

Mann der ersten Stunde RB Leipzig und Benjamin Bellot: Ende der Beziehung steht bevor

Nur noch ein Akteur der ersten RB-Leipzig-Stunde steht nach wie vor im Kader des Zweitligisten. Doch jetzt, wo der Aufstieg ins Fußball-Oberhaus näherrückt, nähert sich womöglich der Abschied von Benjamin Bellot. Denn der will nicht dauerhaft in der U23 ran.

RB Leipzigs Urgestein Benjamin Bellot vertrat mehrmals Fabio Coltorti in Liga zwei - wie im Spiel beim FSV Frankfurt im August 2014.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Die Männlein und Weiblein der ersten RB-Stunde 2009 dünnen sich aus, wie das Deckhaar bei Männern ab 50. Ein paar Mohikaner aus dem administrativen Bereich haben sich aus der Gründerzeit in die Neuzeit gerettet, ein einziger Fußballer ist seit Sommer 2009 ein Roter Bulle. Das sportive Resthaar heißt Benjamin Bellot.

Doch auch an dieser Stelle blinkt schon die Vollglatze!

Nach Informationen dieser Zeitung könnte am Saisonende die Ära Bellot enden – trotz Vertrages bis 2018. Grund: Bellots Perspektiven auf die Torhüter-Positionen eins oder zwei sind überschaubar, man könnte auch sagen: schlecht. Selbst die von ihm aktuell ausgefüllte Nummer drei dürfte ab kommender Saison flöten gehen, denn: RB Leipzig wird einen weiteren Torhüter verpflichten. Womit die Schlange vorm Tor lang und länger wird. Hinter der neuen potenziellen Nummer eins sortieren sich in der Saison 2016/2017 Peter Gulacsi, 25, und Fabio Coltorti, 35, ein.

Bellot will nicht versauern

Auf ein jahrelanges Dasein in der U23 hat der zweitligagestählte Bellot keine Lust, das Aussitzen seines Vertrages kommt im besten Torhüter-Alter eh nicht in Frage. Wenn er den Absprung zu einem Zweit- oder Drittligisten wagen will, muss der Markt zeitnah sondiert werden. Die Clubs setzen in diesen Tagen ihre Kaderplanungen um, führen Gespräche, besetzen Positionen.

Benny Bellot entstammt einer Leipziger Torhüter-Dynastie, stieß vor knapp sieben Jahren aus der Jugend des FC Sachsen Leipzig zu RB, firmiert dort längst unter Urgestein. Die Bilanz des Sportmanagement-Studenten litt unter seiner Rolle als Edel-Reservist, kann sich trotzdem sehen lassen. Bellot feierte drei Aufstiege (2010, 2013, 2014) und zwei Sachsenpokalsiege (2011, 2013). In der zweiten Liga stand er 13 Mal im Tor. Eins drunter absolvierte er insgesamt elf Spiele. Dazu gesellen sich drei Regionalligaspiele, ein Oberligaspiel und in jüngerer Vergangenheit 17 Partien für die hauseigene U23.

Meist zog RB Leipzig ältere Keeper vor

Benny Bellots Rolle hat auch mit dem Propheten in den eigenen vier Wänden zu tun. Dem vertraut man bekanntermaßen nicht immer und vollumfänglich das Tafelsilber an. Und so bekam der junge Mann alle Jahre wieder ältere Herren vor die Nase gesetzt. Sven Neuhaus kam 2009, Pascal Borel 2011, Fabio Coltorti 2012. Spielen durfte Bellot nur, wenn die Arrivierten unpässlich waren.

Dann stand er seinen Mann, wies in jeder Liga Konkurrenzfähigkeit nach. Dass ein Mann, der Zweitligaluft geschnuppert hat, nicht in der Regionalliga alt werden will, ist nachvollziehbar.

Sein neuer Verein könnte sich auf einen Keeper freuen, der unter den RB-Torwarttrainern Perry Bräutigam und Frederik Gößling sowie seinem väterlichen Freund Fabio Coltorti zu einem integeren Klassemann gereift ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr