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Kölmel und RB Leipzig einigen sich auf Verkauf der Red Bull Arena

Stadtrat muss noch im Oktober zustimmen Kölmel und RB Leipzig einigen sich auf Verkauf der Red Bull Arena

Die Leipziger Red-Bull-Arena wird aller Voraussicht im Oktober den Eigentümer wechseln. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, haben sich Michael Kölmel und die Red Bull GmbH sowie Bundesligist Rasenballsport Leipzig über den Kaufvertrag geeinigt.

Quelle: LVZ-Archiv

Leipzig. Die Leipziger Red-Bull-Arena wird aller Voraussicht im Oktober den Eigentümer wechseln. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, haben sich Erbauer Michael Kölmel, die neuen Eigentümer: die Red Bull GmbH und der Rasenballsport Leipzig e.V.; sowie die Stadt Leipzig auf einen Kaufvertrag geeinigt. In ihrer Sitzung im Oktober soll die Ratsversammlung noch über die Zustimmung zur Veräußerung der Besitzgesellschaft entscheiden, hieß es.

Nach bisherigen Schätzungen dürfte die Summe unter dem Vertragsabschluss etwa 70 Millionen Euro betragen. Kölmel ließ sich über sein Gesamtengagement im Leipziger Zentralstadion in der Vergangenheit entlocken: „Es wäre blöd, wenn man aus so einem Projekt ohne Gewinn herausgehen würde.“ RB und Kölmel waren sich bereits seit Ende vergangenen Jahres einig, die Abwicklung des Geschäfts hing jetzt noch an der Zustimmung der Stadt.

„Die wichtigste Botschaft für die Leipzigerinnen und Leipziger: Das Stadion bleibt im Herzen unserer Stadt. RB Leipzig ist ein Glücksfall für den Fußball in Leipzig“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstag. Er sei davon überzeugt, dass das Stadion mit Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und als Ort der Begegnung auch zukunftsfähig sei. Zugleich dankte Jung auch dem bisherigen Eigentümer, der mit privatem Engagement die Entwicklung des Stadions vorangetrieben habe: „Es war Michael Kölmel, der mit Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2000 das Stadion übernahm – zunächst ohne Aussicht auf erstklassigen Fußball und ökonomischen Erfolg.“

Stadion soll Veranstaltungsort bleiben

Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) hatte die Verhandlungen zwischen Kölmel und Red Bull für die Kommune begleitet und Garantien für die künftige Nutzung auch außerhalb des Vereinsbelange erhalten. „So bleiben Bund und Stadt beispielsweise wie bisher Nutzungen von Stadion und Festwiese eingeräumt. Es ist zugesagt, dass das Stadion – auch im Falle eines Umbaus zu diesem Zeitpunkt – für das Internationale Deutsche Turnfest 2021 zur Verfügung gestellt wird. Sollte die Besitzgesellschaft ab 2040 die Nutzung als Fußball-Stadion beenden wollen, wird der Kommune ein zeitlich befristetes Sonderwiederkaufsrecht ohne Anrechnung von Grund- und Bodenwert eingeräumt“, teilte die Stadtverwaltung mit.

Das bestätigte auch RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: „Durch die zukünftige, enge Partnerschaft mit Dr. Kölmel wird die Red Bull Arena neben Fußballspielen und Sportevents auch weiter ein wichtiger Veranstaltungsort für nationale und internationale Musiker sein.“ Der studierte Mathematiker erhält zudem eine Loge auf Lebenszeit.

Mintzlaff lobte die Rolle der Leipziger Stadtverwaltung beim Zustandekommen des Vertrages. „Wir wissen, dass die Entscheidung zum Kauf für unsere Fans, für unsere Mannschaft, aber insbesondere auch für viele Menschen in Leipzig und Umgebung einen hohen symbolischen Wert hat. Für uns ist das auch ein klares und nachhaltiges Bekenntnis zum Standort Leipzig und zu einem Stadion im Herzen der Stadt“, sagte der RB-Geschäftsführer am Dienstag.

RB Leipzig habe die Stadt nach vielen Jahren in die Bundesliga und darüber hinaus auch international zurück auf die Landkarte des Fußballs gebracht. Im nächsten Schritt soll das Stadion im Dialog mit Kommune und Anwohnern modernisiert und weiterentwickelt werden. Im Gespräch ist unter anderem eine Erweiterung der Kapazität zunächst auf 50.000 Zuschauer.

RB prüfte Alternativen vor den Stadttoren

Die Alternative zum bestehenden Stadion wäre für den Leipziger Bundesligisten ein Neubau für einen dreistelligen Millionenbetrag gewesen. Darüber hatten sich die Verantwortlichen im Jahr 2016 ebenfalls intensive Gedanken gemacht und diese Variante, die 60.000 Zuschauern Platz geboten hätte, auch von einem Architekturbüro durchplanen lassen.

Am Ende standen zwei Grundstücke zur Auswahl: laut Mintzlaff an der Neuen Messe und ein Stück weiter am Flughafen. Eine Arena mit 70.000 oder gar 80.000 Plätzen sei damals zeitig verworfen worden, weil sie dann bei einigen Heimspielen voraussichtlich nicht ausreichend gefüllt gewesen wäre.

mro / mpu

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