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RB Leipzig und Osnabrück nehmen Stellung nach Spielabbruch

Urteil bis Freitag erwartet RB Leipzig und Osnabrück nehmen Stellung nach Spielabbruch

Nach dem Spielabbruch zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig sind nun die beiden Vereine am Zug. Sie müssen bis Donnerstag beim DFB Stellung nehmen. In einer Umfrage von LVZ.de spricht sich eine Mehrheit dafür aus, RB die Punkte am Grünen Tisch zuzusprechen.

Schiedsrichter Martin Petersen hält sich nach dem Feuerzeug-Wurf den Kopf.

Quelle: LVZ

Leipzig. Entscheidung am Grünen Tisch oder Wiederholungsspiel? Wenn es nach den Usern von LVZ.de geht, kann RB Leipzig für die zweite DFB-Pokalrunde planen. Eine Mehrheit von 49 Prozent der rund 4500 Teilnehmer unserer Online-Umfrage spricht sich – Stand Mittwochabend – dafür aus, die abgebrochene Partie beim VfL Osnabrück am Grünen Tisch zugunsten des Zweitligisten zu werten. 36 Prozent sind für eine Wiederholung, nur 15 Prozent wollen das Spiel mit dem Zwischenstand beim Spielabbruch werten – 1:0 inklusive einer saftigen Strafe für die Gastgeber.

RB-Spiel abgebrochen

Wie soll das Pokalspiel gewertet werden?

Nach dem Abbruch der Erstrundenpartie im DFB-Pokal wegen eines Feuerzeugwurfs auf Schiedsrichter Martin Petersen sind nun die beiden Vereine am Zug. Bis Donnerstagmittag sollen sie Stellungnahmen beim Sportgericht abgeben. Es wird erwartet, dass dieses bis Freitagmittag eine Entscheidung fällt, denn am Abend steht im Anschluss an den Bundesliga-Auftakt zwischen Bayern München und dem Hamburger SV bereits die Auslosung der zweiten Pokalrunde an. Ein Doppellos wäre hier nicht möglich, denn die beiden Klubs wären aufgrund ihrer Liga-Zugehörigkeit in unterschiedlichen Töpfen.

Entscheidung für RB wahrscheinlich

Ein Sieg am Grünen Tisch für RB Leipzig erscheint aus rechtlicher Sicht wahrscheinlich. In der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB heißt es kurz gefasst: Wenn eine Mannschaft oder ein Verein ein Verschulden an einem Spielabbruch trägt, ist das Spiel der gegnerischen Mannschaft mit 2:0 für gewonnen zu werten.

Ein Wiederholungsspiel wäre lediglich in einer Konstellation möglich, wenn keinem Verein ein Verschulden an dem Abbruch nachgewiesen wird. In diesem Fall würde die Partie an demselben Ort wiederholt. Allerdings können Vereine für ihre Fans zur Haftung gezogen werden. Dies ist in der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB geregelt. Dort heißt es dazu: „Der gastgebende Verein und der Gastverein bzw. ihre Tochtergesellschaften haften im Stadionbereich vor, während und nach dem Spiel für Zwischenfälle jeglicher Art.“

Auslosung muss bei Einspruch verschoben werden

Die Betroffenen können innerhalb von 24 Stunden nach Zugang des Urteils beim Sportgericht Einspruch einlegen. Wird diesem stattgegeben, kommt es zu einer mündlichen Verhandlung. Dies würde im konkreten Fall definitiv zu einer Verlegung der am Freitag geplanten Auslosung der 2. Pokalrunde führen.

Beim DFB wurde auch ein zweites Verfahren eingeleitet, das sich auf die Sanktionen bezieht. Die Entscheidung trifft das Sportgericht im Einzelrichterverfahren, und das dürfte noch einige Tage dauern. Der DFB kann dabei eine Geldstrafe bis zu 100.000 Euro verhängen. Möglich sind aber auch eine Platzsperre oder ein Ausschluss beziehungsweise Teilausschluss der Zuschauer. (mit dpa)

Dramatischer Moment: Nachdem der VfL Osnabrück 70 Minuten lang die Partie gegen RB Leipzig dominiert, wird Schiedsrichter Martin Petersen von einem roten Feuerzeug am Kopft getroffen. Danach wird die Partie abgebrochen.

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