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RB Leipzig verkleinert seinen Kader - Poulsen und Kaiser fallen gegen FSV Frankfurt aus

RB Leipzig verkleinert seinen Kader - Poulsen und Kaiser fallen gegen FSV Frankfurt aus

Niedriger Etat, wenig Fans, sehr familiär. Anthony Jung überlegt nicht lang, wenn er seinen nächsten Gegner beschreiben soll. Mit RB Leipzig muss er am kommenden Freitag beim FSV Frankfurt (Anpfiff: 18.30 Uhr) antreten.

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Yussuf Poulsen (links), hier im Zweikampf mit Aues Thomas Paulus, fällt gegen den FSV Frankfurt aus.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Den Verein aus dem Stadtteil Bornheim kennt er bestens. Der heute 22-Jährige ist im 40 Kilometer entfernten Wiesbaden aufgewachsen und gab vor zwei Jahren beim FSV sein Zweitligadebüt. „Deshalb ist das auch ein besonderer Verein für mich“, sagt Jung. Dennoch: Geschenke wird er nicht verteilen, auch wenn rund ein Dutzend Freunde und Verwandte im Stadion sein werden.

Jung ist mit seinen pfeilschnellen Antritten und gefährlichen Standards gefragt. RB-Trainer Alexander Zorniger baut auf seinen Linksfuß, zumal er die Mannschaft voraussichtlich gleich auf vier Positionen verändern muss. Für den verletzten Niklas Hoheneder rückt Marvin Compper in die Startelf. Ausfallen werden auch Dominik Kaiser und Yussuf Poulsen. Kaiser leidet noch immer an den Folgen eines Pferdekusses. „Das Risiko ihn zu bringen, wäre zu groß“, so Zorniger. Stürmer Poulsen ist nach einer Zerrung nicht fit. Wackelkandidat ist Joshua Kimmich. Sein Einsatz soll sich nach den nächsten Trainingseinheiten entscheiden.

„Jetzt können sich die empfehlen, die in der letzten Woche noch schmollend auf der Bank saßen“, erklärt der Bullen-Coach. Wen er damit konkret meint, lässt sich schnell herausfinden: Matthias Morys. Der Stürmer hatte gegen 1860 München zum 2:0 getroffen, durfte eine Woche später gegen Aue aber nicht auf den Rasen und war entsprechend unzufrieden. Zorniger hat dafür kein Verständnis: „Matze sollte sein Karriere beleuchten und nicht immer alles negativ sehen“, findet er. Gegen den FSV setzt er wieder auf die Dienste des 27-Jährigen und gibt ihm eine Chance in der Startelf.

Nach einer hochgelobten Vorbereitung, bietet sich für Morys nun eine weitere Gelegenheit zur Präsentation. Die Möglichkeiten dafür könnten in den kommenden Wochen weniger werden. Das Duo Daniel Frahn und Poulsen hat bei Zorniger derzeit einen Vorsprung. Der Coach vertraute dieser Kombination in den ersten drei Partien. Hinzu kommt, dass Terrence Boyd sich nach seiner Knieverletzung im Training bereits wieder ordentlich engagiert. „Er will sogar schon wieder gegen den Ball schlagen, das darf er aber noch nicht“, berichtet der Trainer. Mit dem kroatischen Nationalspieler und WM-Teilnehmer Ante Rebic drängt ein weiterer Stürmer ins Team.

Bullen geben Spieler ab

RB wird in dieser Woche noch Spieler aus seinem 30-köpfigen Aufgebot abgeben. „Der Kader wird sich verkleinern“, bestätigte Zorniger. Namen wollte der Trainer ausdrücklich nicht nennen. Mit den betroffenen Jungs habe er aber bereits gesprochen. Spekulationen um wen es sich handelt, überließ er den Medien. Nach den jüngsten Neuzugängen haben zumindest Mikko Sumusalo, Tobias Willers und die jungen Patrick Strauß, Smail Prevljak und Federico Palacios wenig Aussicht auf regelmäßige Spielanteile.

Vor allem bei den Jungbullen sind Leihgeschäfte denkbar. Patrick Strauß spielte in der vergangenen Saison noch unter dem damaligen U-19-Trainer Jens Härtel, der ihn an die erste Mannschaft heranführte und inzwischen in der Regionalliga Chefcoach des 1. FC Magdeburg ist. Bei seinem Abschied im Sommer aus Leipzig sagte Härtel: „Vielleicht können wir den einen oder anderen Spieler nach Magdeburg ausleihen.“ Offiziell plant der 1. FCM keine Verstärkungen mehr bis zum Transferschluss am kommenden Sonntag. „Im Fußball sollte man aber niemals nie sagen“, so FCM-Sprecher Matthias Kahl. Denkbar ist aber auch ein Wechsel in die zweite Mannschaft von RB.

Prevljak erschien am Mittwoch bereits auf der Transferliste, wechselt voraussichtlich zum Salzburger Ausbildungsteam vom FC Liefering in die zweite Liga Östereichs.

In der kommenden Woche werden voraussichtlich die Zweitliga-Spiele im Oktober und November terminiert. RB hat mit seinem Spitzenplatz in der Tabelle nun auch sportlich die bundesweite Wahrnehmung auf sich gezogen. Gut möglich, dass somit auch ein von Sport 1 live im TV übertragenens Montagsspiel unter Flutlicht in den Spielplan rückt. Heißeste Kandidaten sind die beiden Heimbegegnungen gegen Bochum und Kaiserslautern.

Matthias Roth

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