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RB Leipzig weiter Auswärtsschreck - Khedira: Führung wie ein Baby

Nach dem Sieg in Sandhausen RB Leipzig weiter Auswärtsschreck - Khedira: Führung wie ein Baby

Neun Spiele ohne Niederlage - das bringt RB Leipzig Selbstvertrauen und Platz eins in der 2. Liga. Auswärts sind die Sachsen noch ungeschlagen und wollen die Spitzenposition nun so lange wie möglich verteidigen.

Rani Khedira (rechts) will die Tabellenführung nicht mehr hergeben.
 

Quelle: Gepa

Leipzig. Das Tänzchen vor den 250 mitgereisten Fans ließ sich RB Leipzig am Sonntag im Hardtwaldstadion nicht entgehen: Als neuer Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga hatten die Sachsen auch allen Grund zum Feiern. Dabei war der 2:1-Sieg gegen den SV Sandhausen „von uns sicher keine Glanzleistung“, wie Kapitän Dominik Kaiser zugab.

Aber die Leipziger erlaubten sich auch keine groben Schnitzer. „Wir haben gerade das Selbstvertrauen und in den Spielen das Quäntchen Glück, um den Sieg dann auf unsere Seite zu ziehen“, meinte Mittelfeldmotor Kaiser nach dem vierten Erfolg in Serie. Rani Khedira, der in Sandhausen für den gelbgesperrten Stefan Ilsanker und erstmals in dieser Saison 90 Minuten in einem Ligaspiel auflaufen durfte, fand für die neu errungene Spitzenposition einen Vergleich: „Mit der Tabellenführung ist es so, wie wenn du ein kleines Baby hast. Du willst sie verteidigen und nicht mehr hergeben. Letztendlich ist es aber wichtig, am Ende oben zu stehen.“

Am Sonntagnachmittag ließen sich die Roten Bullen beim SV Sandhausen auch durch einen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, gewannen durch Tore von Dominik Kaiser und Marcel Halstenberg mit 2:1.

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Vor allem die Stärke auf fremden Plätzen hat Leipzig an die Spitze der Liga katapultiert. War RB in der vergangenen Saison noch eines der auswärtsschwächsten Teams, kassierte das Rangnick-Team in dieser Spielzeit noch keine Niederlage. Auch Sandhausen war bis zum Sonntag daheim noch ungeschlagen. „Ich glaube nicht, dass viele Mannschaften hier gewinnen werden. Das waren Big Points“, meinte deshalb ein zufriedener Trainer Ralf Rangnick.

Auf den Coach prasselte nach der 0:3-Niederlage im DFB-Pokal und der Rotation mit neun neuen Spieler jede Menge Kritik ein. Diesmal bewies der 57-Jährige ein goldenes Händchen. Mit Yussuf Poulsen, der mit seinem Kopfball den 2:1-Endstand vorbereitete, wechselte Rangnick den Impuls zum Siegtor ein. Der junge Ken Gipson kam nach einer halben Stunde für den verletzten Lukas Klostermann und blieb in der Verteidigung tadellos.

Erstmals gewann RB Leipzig in dieser Saison durch zwei Standards. „Das gehört dazu und wir haben uns vor dem Spiel auch vorgenommen, dass das eine Waffe sein kann“, freute sich Elfmeter-Torschütze Kaiser nach dem Sieg gegen den schwer zu bespielenden SVS.

Ein schöner Nebeneffekt: Nach dem 0:0 vergangene Saison in Sandhausen und der 0:4-Klatsche daheim ist Leipzig die Revanche und der erste Erfolg gegen das Team von Alois Schwartz gelungen. Einziger Wermutstropfen: Willi Orban sah in Sandhausen seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit ausgerechnet am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen seinen ehemaligen Verein aus Kaiserslautern. „Es ist natürlich sehr bitter für mich, aber als Verteidiger bekommt man ab und zu Gelbe Karten. Ich vertraue den Jungs, sie werden auch ohne mich eine sehr gute Leistung zeigen. Ich bin überzeugt davon, dass wir auch zu Hause gegen Lautern gewinnen können.“

Das sieht auch Coach Rangnick so, forderte nach dem Erfolg in Sandhausen: „Wir wollen unsere Serie fortsetzen“ und warnte gleichzeitig: „In der 2. Liga bekommt man nichts geschenkt. Es wird jetzt definitiv kein Selbstläufer.“ Torschütze Marcel Halstenberg meinte: „Die Saison ist noch lang. Aber wir hauen uns weiter voll rein und wollen natürlich aufsteigen.“

Von Anne Grimm

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