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RB Leipzig weiter im Umbruch - Mintzlaff: „Ständig in Bewegung“

Neues Personal in der Chefetage RB Leipzig weiter im Umbruch - Mintzlaff: „Ständig in Bewegung“

Noch ist der sportliche Weg in die Beletage des deutschen Fußballs holprig. Zweitligist RB Leipzig stellt aber bereits jetzt die Weichen. Nach der Verfeinerung des Kaders wird nun auch die Chefetage für höhere Ziele ausgerichtet. Für die globale Ausrichtung gibt es ebenfalls neues Personal.

Geschäftsführer Ulrich Wolter wird zu Beginn des neuen Jahres Head of Operation.

Quelle: Christian Modla

Leipzig/Salzburg. Erst wurde der Spieler-Kader zu Saisonbeginn mit 18,6 Millionen Euro exzellent aufgerüstet, nun wird der Umbruch in der Chefetage beim Aufstiegsaspiranten RB Leipzig vorangetrieben. Ab 1. Januar 2016 werden die Schaltzentralen beim ambitionierten Fußball-Zweitligisten teilweise neu besetzt sein. Zudem wird auch die globale Ausrichtung im Fußball auf ein höheres Level gehoben. Dafür beginnt Jochen Schneider als Koordinator ab 12. Oktober seine Arbeit beim Konzern um Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz in Salzburg.

Der ehemalige Sportdirektor und Geschäftsführer vom VfB Stuttgart soll Synergien zwischen den Standorten in Leipzig, in Sao Paulo/Campinas und in New York finden und die Aktivitäten weltweit vernetzen. Die globale Vermarktung übernimmt Andrea Peschke, die vom VfL Bochum kommt.

„Es war von Anfang an unser Ziel, das Global Soccer Team auch personell breiter aufzustellen, um dadurch die einzelnen Standorte noch besser miteinander zu vernetzen und unseren nachhaltigen Weg konsequent fortzusetzen“, sagte Oliver Mintzlaff, Red Bull Fußballchef und Vorstandsvorsitzender von RB Leipzig, am Mittwoch.

Nicht nur an der Salzach, auch an der Pleiße wird es personelle Veränderungen geben. Geschäftsführer Ulrich Wolter wird zu Beginn des neuen Jahres Head of Operation. Sein Geschäftsführerposten bei RBL wird zum 1. Januar neu besetzt. Auch der Marketing-Sales-Bereich soll personell neu aufgestellt werden. Nur die Finanzen bleiben bei Frank Zimmermann in bewährten Händen, nachdem der Bereich Kommunikation und Medien mit Florian Scholz bereits zu Saisonbeginn neu besetzt wurde.

„Wir sind ein junger, moderner Verein, der auf und neben dem Platz ständig in Bewegung ist. Durch die beiden Aufstiege innerhalb der letzten drei Jahre haben sich auch die Strukturen in dieser Zeit weiterentwickelt. Daran werden wir weiter arbeiten, um irgendwann auch für die Bundesliga gerüstet zu sein“, betonte Mintzlaff. Nach verbalen Tiefschlägen und zahlreichen Protestaktionen der bundesweiten Gegnerschaft schlägt Leverkusens Ex-Manager Reiner Calmund eine Bresche für den Verein aus der Gründerstadt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB/1900). „Leipzig investiert nicht nur in Beine, auch in Steine“, sagte Calmund, der an diesem Donnerstag das RB-Spiel gegen den SC Freiburg (20.15 Uhr) besucht. Er stellte aber klar: „Ich bin kein Freund des Clubs, aber ein Verteidiger.“

Die Unterstützung durch den Red Bull-Konzern, der „bestens in Infrastruktur und Personal investiert“, findet er im Vergleich zu den anderen Bundesligisten legitim. „Red Bull ist dabei ein zuverlässiger Partner, wie auch seit Jahren in den Winter- und Extrem-Sportarten oder im Motorsport“, betonte Calmund und lobte die Bedingungen der 35 Millionen Euro teuren Fußball-Akademie am Leipziger Cottaweg. „Am Ende ist es genauso wie bei adidas. Die gehen auch als Investor oder Sponsor rein und wollen am Ende nur Klamotten verkaufen.“ Auch an das letzte Erstliga-Spiel seiner Bayer-Werkself 1994 in Leipzig (3:2-Auswärtssieg) konnte er sich bestens erinnern. Immerhin schoss der heutige Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking ein Eigentor für die damals unter dem Namen VfB spielenden Leipziger.

Frank Kastner / Anne Grimm

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