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RB Leipzig will Auswärtskrise beenden – in Sandhausen fehlen Kimmich und Khedira

RB Leipzig will Auswärtskrise beenden – in Sandhausen fehlen Kimmich und Khedira

Ohne den verletzten Joshua Kimmich und den gelbgesperrten Rani Khedira reist RB Leipzig am Sonntag zum SV Sandhausen. Der Zweitligafünfte will dabei nach fünf sieglosen Partien seine Auswärtsschwäche überwinden.

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Alexander Zorniger, Trainer von RB Leipzig, sieht sein Team beim Auswärtsspiel in Sandhausen nicht als Favorit.

Quelle: dpa

Leipzig. „Es ist klar, dass wir nicht als großer Favorit dorthin fahren“, sagte Trainer Alexander Zorniger am Freitag bei der Pressekonferenz. Er setzt auch beim Tabellen-14. (13.30 Uhr / Live im Sportbuzzer-Ticker) wieder auf drei Sturmspitzen und hofft auf zahlreiche mitreisende Fans. Die Mannschaft spendiert den Anhängern die Adventsauswärtsfahrt mit Bussen – Anmeldungen sind noch bis Samstag, 20 Uhr, im RB-Shop möglich.

 

Nach dem 4:1-Heimsieg gegen den FC St. Pauli und eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den FC Ingolstadt in der Red-Bull-Arena erwartet Zorniger einen wichtigen Prüfstein für seine Mannschaft. „Sandhausen ist zu Hause eine Macht“, weiß der Bullencoach. Gegen Nürnberg feierte das Team um den Ex-Leipziger Nicky Adler (29) zuletzt einen 2:1-Sieg. Elf ihrer 15 Punkte holte die Mannschaft von Trainer Alois Schwarz (ehemals Erfurt, Kaiserslautern) daheim. Gegen RB werden rund 8000 Zuschauer im Hardtwaldststaion erwartet – fast doppelt so viele wie sonst üblich. „Klar ist in Nürnberg oder Darmstadt mehr los“, sagt Außenverteidiger Georg Teigl, „aber dort ist es mindestens genauso schwer, Punkte zu holen.“

„Haben auswärts nicht den Zugriff“

SVS-Coach Schwarz fordert, dass sein Team genauso entschlossen aufspielt wie gegen Nürnberg. „Um die drei Punkte am Hardtwald zu behalten, müssen wir Leidenschaft, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke zeigen“, sagte er. Mit einem Sieg könnte sich RB wieder einen Aufstiegsplatz zurückerobern. „Wir brauchen die Punkte und wollen oben dran bleiben“, brennt Teigl auf den ersten Auswärtssieg seit dem 10. August bei 1860 München (3:0). In den letzten Spielen habe die Mannschaft vieles nicht so umgesetzt, wie sie sich das vorgenommen hatte, so Teigl. „Wir haben auswärts nicht den Zugriff wie zu Hause“, analysiert der 23-Jährige. Das soll sich am Sonntag ändern – mit Unterstützung der Fans.

„Je mehr Leute am Sonntag dabei sind, desto einfacher wird es für uns. Wir brauchen die Fans, wie sie uns brauchen“, meint der Sprinter und betont, dass die kostenlose Auswärtsfahrt, die aus der Mannschaftskasse bezahlt wird, eine Idee aus dem Team war. „Wir wollen was zurückgeben“, so Teigl. Wie viele Fans sich bislang angemeldet haben, hält der Verein noch geheim. Maximal können 1500 Supporters kostenlos auf die rund 500 Kilometer weite Reise mitkommen  – so viele passen in den Sandhausener Gästeblock.

Chance für Hierländer oder Kalmar

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Georg Teigl (r.) würde auch in Heidenheim gern jubeln. "Es wird Zeit für einen Dreier in der Ferne", sagt er.

Quelle: dpa

Nicht mitreisen wird Rani Khedira, der nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist, sowie Joshua Kimmich. Der Mittelfeldspieler hat Beschwerden mit der unteren Bauchmuskulatur und könnte frühestens gegen Ingolstadt wieder ins Team zurückkehren. Als Alternative stehen Stefan Hierländer und Zsolt Kalmar bereit. Dominik Kaiser oder Diego Demme könnten laut Zorniger die Lücke im defensiven Mittelfeld füllen.

Im Sturm gibt es für den RB-Trainer wenig Grund zur Veränderung. Mit zusammen drei Toren machten Terrence Boyd und der unter der Woche angeschlagene Yussuf Poulsen ihre Aufgabe mehr als gut, das erfolgreiche Experiment mit Daniel Frahn hinter den Spitzen soll seine Fortsetzung finden. „Die Frage ist natürlich immer: Säbel oder Florett. Aber warum sollten wir von dem System weggehen, wenn es funktioniert?“, sinniert der Trainer.

Zorniger will nicht auf den Grill

Unter der Woche stürzte sich der Trainer in die Leipziger Kulturszene – und traf dabei auf einige seiner Spieler. Bei der Comedy Roast Show im Täubchenthal, bei der Handballer Stefan Kretzschmar mit Beleidigungen "geröstet" wurde, saßen neben Zorniger am Dienstag auch Teigl, Boyd und Niklas Hoheneder im Publikum. „Ich war entsetzt“, sagte der Coach, der eigentlich einen entspannten Abend genießen wollte. „Dasselbe hatten sie wahrscheinlich auch vor“, mutmaßt der 47-Jährige.

Die von RB-Stadionsprecher Tim Thoelke moderierte, schwarzhumorige Bashing-Parade gegen den Ex-Handballer hat Zorniger nach eigener Angabe imponiert. „Sehr witzig, tolle Atmosphäre, vor der Leistung aller Teilnehmer ziehe ich den Hut.“ Dass er sich einmal den heißen Stuhl setzen könnte, wie bereits gemunkelt wurde, schließt er jedoch aus. „Ich hätte gar nicht die Qualität“, begründete er und schob – ganz Zorniger – süffisant hinterher: „Ich bin auch nur ungern Zweiter.“

Robert Nößler

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