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RB Leipzig will in Ingolstadt punkten - Forsberg seit fast 19 Stunden ohne Tor

RB Leipzig will in Ingolstadt punkten - Forsberg seit fast 19 Stunden ohne Tor

Zugucken wie die Anderen feiern: RB Leipzig muss sich auf dieses Szenario beim Gastspiel am Sonntag in Ingolstadt darauf einstellen. Holt der FCI noch einen Punkt, dann sind die Schanzer sicher in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

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RB-Trainer Achim Beierlorzer.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Bei Schützenhilfe von der Konkurrenz sind auch nach einem Sieg der Roten Bullen die Bierduschen möglich. RB-Trainer Achim Beierlorzer geht mit der Situation ganz cool um. „Ich werde Ingolstadt fair gratulieren, da bin ich ganz Sportsmann“, so der 47-Jährige. Dabei haben sich die Fans selbst nach einer Feier gesehnt. Die jüngsten Pleiten gegen St. Pauli und Sandhausen haben sie aus ihren Träumen gerissen. Besonders die Heimpleite in der vergangenen Woche wiegt noch immer schwer.

Beierlorzer hat mit seinen Männern darüber gesprochen. „Viele Spieler konnten es sich selbst nicht erklären, was da passiert ist“, so der Coach. Zwei Partien haben sie nun noch vor der Brust und Nachlässigkeiten duldet Beierlorzer nicht. „Wir haben auch eine Verpflichtung, uns ordentlich zu zeigen“, sagt der Franke. Im Training will er jetzt noch einmal ordentlich Druck machen. Ihm steht nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Nur Joshua Kimmich erhält nach Oberschenkelproblemen derzeit eine Ruhepause, soll am Sonntag aber wieder mit dabei sein.

Kalmar fliegt für Abitur nach Ungarn

Lukas Klostermann könnte dagegen fehlen. Der Verein denkt darüber nach, den Abwehrspieler für das Rückspiel der A-Jugend am Montag mit nach Hoffenheim zu schicken. Und noch einen Profi kann Beierlorzer nicht einsetzen: Zsolt Kalmar. Der Ungar hat in den vergangenen Wochen für die Schule gebüffelt, in seiner Heimat schrieb er jetzt seine Abiturprüfungen. Nachhilfe von Mathelehrer Beierlorzer gab es nicht. „Dafür hatte ich keine Gedanken frei“, meinte der Trainer. Veränderungen deuten sich im RB-Kader an. „Die Jungs, die sich im Training am stärksten präsentieren, laufen auch auf“, kündigte Beierlorzer an. Mit in die Bewertung fließt die Leistung aus dem Sandhausen-Spiel ein.

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Emil Forsberg will endlich für RB treffen.

Quelle: GEPA Pictures

Emil Forsberg muss um seinen Platz kaum bangen. Allerdings schleppt er inzwischen eine schwere Hypothek mit sicher herum: Für Leipzig spielte Forsberg bereits 1137 Minuten, das sind fast 19 Stunden. Seine Torausbeute liegt aber immer noch bei null Treffern. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, sagt der Schwede. Wie zuvor schon Ralf Rangnick bemüht auch der 23–Jährige den Vergleich mit der Ketchup-Flasche. Erst komme gar nichts, dann alles auf einmal. 180 Minuten bleiben ihm in dieser Saison noch zum Nachwürzen. Dennoch: Persönlich ist Forsberg in Leipzig angekommen. Neben dem Sport liebt er vor allem die Parks der Stadt. „Da bin ich gern mit meinem Golden Retriever Rouven unterwegs, rede mit den Leuten und verbessere so mein Deutsch“, so der gebürtige Sundsvaller.

Selke zieht im Juni nach Leipzig

Klar ist: Neuzugang Davie Selke vom SV Werder Bremen kommt zum Trainingsauftakt im Juni nach Leipzig. RB und der Deutsche Fußball Bund haben sich zudem geeinigt, Selke wird im Sommer nicht bei Nachwuchs-Nationalmannschaften eingesetzt. Spätestens bei Selkes erstem Auftritt am Cottaweg soll auch die Trainerfrage geklärt sein. „Ich schaffe es nicht, mich nicht mit diesem Thema zu beschäftigen“, gibt Beierlorzer zu. Klar ist nach wie vor: Auch in der kommenden Saison wird er als RB-Coach arbeiten. Die große Frage ist: Für welche Mannschaft – Profis oder ein Nachwuchsteam? „Es wird eine Pressekonferenz geben, wo der neue Trainer vorgestellt wird“, so Beierlorzer. Nach wie vor möglich sei, dass er dann selbst neben Sportdirektor Ralf Rangnick sitzt.

In seiner fränkischen Heimat werden alle Entwicklungen rund um die Personalie Beierlorzer genau verfolgt. Ehemalige Schüler vom Gymnasium Eckental haben sogar eine eigene Facebook-Gruppe gegründet und tauschen sich dort über ihren ehemaligen Lehrer aus. Beierlorzer fühlt sich geschmeichelt. „Verfolgen kann ich es aber nicht, ich bin bei Facebook nicht angemeldet“, sagt er.

Matthias Roth

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