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RB Leipzigs Kapitän Kaiser: „Die Ansprüche an uns sind gewachsen“

Nächste Länderspielpause RB Leipzigs Kapitän Kaiser: „Die Ansprüche an uns sind gewachsen“

Ihr Saisonziel wollen die Leipziger auch nach zehn Spieltagen als Tabellenzweiter nicht nach oben korrigieren. Aber der Kapitän gibt zu, dass die Ansprüche nach dem Traumstart in die Bundesliga größer geworden sind. 

Dominik Kaiser beim Spiel gegen Werder Bremen.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Ausgerechnet Aufsteiger RB Leipzig macht das Fußball-Oberhaus wieder spannend. Fünf Siege in Serie, wie zuletzt den Roten Bullen, gelangen in dieser Spielzeit nur den Bayern zum Saisonstart – die stehen aktuell wegen der besseren Tordifferenz noch vor dem Team von Ralph Hasenhüttl. Doch auch die TSG Hoffenheim, das ehemalige „Ziehkind“ von Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick, ist noch ungeschlagen. Dass drei Teams bis zu diesem Zeitpunkt im Fußball-Oberhaus ohne Niederlage da stehen, gab es nach Angaben der offiziellen Bundesligahomepage noch nie.

Kapitän Dominik Kaiser sagte nach dem überzeugenden 3:1-Erfolg am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05: „Sicher sind die Ansprüche von jedem einzelnen, auch vom Trainerteam an uns, gewachsen. Weil wir gezeigt haben, dass wir sehr gute Leistungen in der Bundesliga auf den Platz bringen können. Deshalb will sie ja auch jeder einzelne im nächsten Spiel wieder abrufen und keiner lässt nach. Die Zielsetzung ist aber überhaupt kein Thema bei uns.“

Woran liegt es, dass der Aufsteiger die Gegner vor so schier unlösbare Aufgaben stellt? „Die Grundlage war in allen Spielen, dass wir in der Verteidigung sehr kompromisslos spielen und alle Mann sehr sicher stehen“, sagte der 28-jährige Anführer, der gegen Mainz allerdings nur in den letzten fünf Minuten auf dem Platz stehen durfte. Die Statistik belegt die Leipziger Defensivqualität: Das Hasenhüttl-Team ließ die zweitwenigsten gegnerischen Abschlüsse zu, gestattete seinen Kontrahenten die wenigsten Torschüsse im eigenen Strafraum und die wenigsten Großchancen. In vier von zehn Partien blieb Torwart Peter Gulacsi ohne Gegentreffer.

Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Mainz 05 hat RB Leipzig nicht nur den zweiten Tabellenplatz verteidigt, der Bundesliga-Aufsteiger ist nach zehn Tagen punktgleich mit dem Spitzenreiter und Serien-Meister Bayern München. (Bilder: dpa)

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Dabei gerät die Abwehr in der Wahrnehmung aufgrund der Offensivstärke gerne in Vergessenheit. Doch die sichere Defensive ist keine neue Qualität der Leipziger. Bereits in der vergangenen Saison stellten die Roten Bullen in der 2. Bundesliga mit nur 32 Gegentoren die beste Abwehr. Torhüter Gulacsi berichtete, dass er bereits öfter gefragt wurde, ob es deshalb langweilig sei, für RB Leipzig im Kasten zu stehen. Doch das empfindet er nicht so. „Ich habe auch andere Aufgaben, als Paraden zu zeigen. Mitspielen, Anweisungen geben, die Abwehr organisieren“, sagt der ungarische Nationalkeeper und fügt hinzu: „Die ganze Mannschaft funktioniert super, deshalb habe ich als Torwart gerade einen leichten Job.“

Kapitän Kaiser sieht das ähnlich: „Wir haben gezeigt, dass wir viele Facetten in unserem Spiel haben. Dass es nicht so einfach ist, gegen uns zu Möglichkeiten zu kommen, egal wie der Gegner es anstellt. Ob er tief verteidigt, oder Pressing spielt, wir haben viele Lösungen parat. Der Trainer stellt uns da jedes Mal aufs Neue perfekt ein.“ Das fruchtet auch in der Offensive, denn bisher erzielte RB Leipzig in jedem Bundesligaspiel mindestens ein Tor.

Zum Matchwinner gegen Mainz avancierte Timo Werner. Der blitzschnelle Stürmer wurde mit seinen zwei Toren und einer Vorlage – an so vielen Treffern war er in seiner Karriere im Fußball-Oberhaus noch nie beteiligt – von der Bundesliga zur Wahl des besten Fußballers am zehnten Spieltag nominiert. Das fast jeder im Team eine Partie entscheiden kann, stellte Emil Forsberg klar, der am Sonntag überragender Vorlagengeber für Werner war: „In Darmstadt war es Sabi, im Heimspiel gegen Bremen Naby. Das ist eine Stärke von uns.“

Seit Montag herrscht aber erst einmal Ruhe am Cottaweg. Die daheim Gebliebenen genießen zwei Tage Urlaub, ein Großteil der Leipziger ist bereits zur Nationalmannschaft gereist. Einige von ihnen kommen aber schon eher zurück, denn die nächste Bundesligapartie steigt kommende Woche Freitag in Leverkusen. Die neue Motivation: Bereits ein Punkt reicht am 18. November, um zumindest über die Nacht den Rekordmeister Bayern zu überholen und die Tabellenführung zu übernehmen.

Anne Grimm

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